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Seitdem ich das erste Mal meinen Fuss auf den Boden des Kantons Tessin gesetzt habe, wurde ich immer mal wieder mit der Frage konfrontiert, welches der beiden Täler dort mir besser gefallen würde: Das Maggia-Tal oder das Verzasca-Tal. Ich will gar nicht um den heissen Brei herum reden, mir gefällt das Verzasca-Tal besser, weil es etwas rauher daher kommt, mir „authentischer“ erscheint (wenn man schon jenes überstrapazierte Wort benutzen will). Da ich eher einen Sinn für das rauere, meinetwegen auch „gröbere“ habe, fällt mir die Entscheidung nicht sonderlich schwer. Ganz abgesehen davon gurken hier nicht ganz so viele neu- und altreiche Schweizer herum, wie im Maggia-Tal. Im Verzasca-Tal aber gibt es eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, welche sich ganz nahe beim Ort Lavertezzo befindet. Hier hat die Verzasca im Laufe vieler Jahrtausende ein höchst eindrückliches Profil in das Gestein geschliffen, eine fast schon jenseitig anmutende Landschaft. Das Wasser jenes Flusses hat eine unnatürlich anmutende Färbung, aber ich versichere Ihnen: Das ist alles Natur! Am Gestein kann man wunderschön erkennen, mit welcher Geduld und Kraft das fliessende Wasser gewirkt hat, wo es länger wirbelte und wo es länger strömte. Für einen Fotografen ist Lavertezzo eine der ganz wenigen Orte, wo man die Szenerie in ein Licht rücken kann, als würde das Bild auf einem fernen Planeten aufgenommen worden sein, einerseits fremd und ungewohnt, aber andererseits dennoch bekannt und vertraut. Man kann in Lavertezzo wunderschöne Farbbilder erstellen, aber aus rein graphischer Sicht sollte man nicht vergessen, ein- und dasselbe Bild auch einmal farblos auf sich wirken zu lassen. Die Linien, die die Verzasca hier in die Landschaft gezeichnet hat, wirken auf mich sehr warm, elegant geschwungen, sehr „weiblich“. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man mit der eigenen Hand über die warmen, glatt geschliffeneren Linien streicht, das ist ein ausgesprochen angenehmes Gefühl! Aber ja, die meisten Menschen, die hierher kommen, haben derartiges nicht im Kopf, die wollen das Naturkunstwerk, die sehr elegante Ponte die Salti oder aber die zahlreichen Bade- und Tauchmöglichkeiten sehen, die dieser Fluss hier hinterlassen hat. Dementsprechend werden hier auch ganze Reisebusse hin verfrachtet, aber mit ein wenig Gespür für Tageszeiten kann man jenen Besucherströmen problemlos entgehen.
Die Brücke „Ponte dei Salti“ ist gewöhnungsbedürftig. Sie ist sehr schmal und die Brüstung wenn überhaupt 50 bis 60 Zentimeter hoch, empfindliche Gemüter in Bezug auf Höhenangst oder generelle Brückensicherheit dürften hier so ihre Probleme haben, aber wenn Sie zu den zahlreichen Bademöglichkeiten im geschliffenen Gestein gelangen wollen, müssen Sie wohl oder diese Brücke überqueren. Auch wenn diese im 17. Jahrhundert erbaute Brücke sämtliche Vorgaben sicheren Brückenbaus negiert: Vielleicht ist sie gerade deswegen so elegant! Sie fügt sich fast nahtlos in das elegante Erscheinungsbild des glatt geschliffenen Gesteins ein. Lavertezzo ist problemlos mit dem Postbus zu erreichen, hier und in den umliegenden Dörfern gibt es einige Unterkünfte, von denen aus man diese so schöne Landschaft erkunden kann. Kleiner Hinweis: Erkunden Sie vor allem das obere Ende des Verzasca-Tals, hier kann man auf weitere echte „Perlen“ treffen, die ich zu gegebener Zeit noch beschreiben werde.
