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- Botanischer Garten Bern
- Olten
- Schaukäserei Emmental (oder auch: 133 % Aufschlag)
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In der Schweiz überquert man auf kleinstem Raum zahlreiche Grenzen sprachlicher, geographischer, soziokultureller, gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Art, wobei die Schweizer Alpen die offensichtlichste aller Grenzen bilden. Eine Fahrt von Nord nach Süd in Richtung Tessin erscheint mir immer wieder als eine grosse Fernreise, so sehr unterscheiden sich für meinen Geschmack die beiden Seiten des grossen Gebirgszuges im Herzen von Europa. So sehr ich Zürich als Wahlheimat schätze, so sehr fühle ich mich im Süden wohl, irgendwie „zu Hause“, hier ticken die Uhren ein klein wenig anders, entspannter, italienischer, zuweilen sogar ganz und gar „unschweizerisch“. Ginge es nach mir und hätte ich die finanziellen Mittel hierfür, so würde ich mir einen Platz irgendwo in der Nähe der schönen Stadt Lugano suchen. Ich kenne zwar auch andere Orte „da unten“, aber diese Region hat es mir besonders angetan. Mit dem hervorragenden ÖV-Netz der Schweiz kommt man innerhalb recht kurzer Zeit in diese so anders anmutende Welt im Grenzbereich zu Italien, aber auch die Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug durch die Alpen hinterlässt immer wieder eindrückliche Erinnerungen in meinem Kopf. Vom Bahnhof aus fällt man regelrecht in diese so schöne Stadt hinein, es geht rassig bergab zu den Ufern des Luganer Sees. Vorbei an zahlreichen alten Bauten, viele im Stil der italienischen Renaissance gehalten, geht es direkt in die sehr verwinkelte Altstadt, in welcher sich zahlreiche alteingesessene Läden aneinander reihen. Im Gegensatz zu Zürich scheint man hier Wert darauf zu legen, diese Kleingeschäft-Kultur am Leben zu halten. Natürlich gibt es auch hier Passagen, die entfernt an die Bahnhofstrasse erinnern, aber insgesamt wirkt Lugano auf mich weitaus „familiärer“ und „freundlicher“, als die grosse Stadt auf der Nordseite der Alpen.
Entsprechend geht es hier etwas beschaulicher zu, angereichert mit jenem Anstrich italienischer Mentalität. Hier erscheint mir das Leben nicht ganz so gezwungen und gekünstelt, wie in dem nicht weit entfernten Locarno. Natürlich wird auch hier Wert darauf gelegt zu zeigen, wer man ist und was man hat, aber im direkten Vergleich zur Filmstadt Locarno drückt man hier nicht ganz so arg auf die Kunst-Tube, Exoten trifft man hier weitaus seltener an. Dennoch spielt Kunst auch hier eine grosse Rolle, ist aber vielfältiger und abwechslungsreicher, als in der Filmstadt. Das kulturelle Angebot von Lugano ist gewaltig, überall trifft man auf Kunst, man muss nicht lange danach suchen und hat obendrein auch noch eine grosse Auswahl aus einem sehr weitläufigen Angebot. Lugano erscheint mir „ungezwungener“, „menschlicher“, „weltoffener“ und letztlich auch toleranter, als Locarno (und natürlich Zürich, aber dazu gehört nun auch wahrhaftig nicht viel…).
Es lohnt sich, nicht nur am schönen See entlang zu flanieren, ein Ausflug in das Villenviertel oberhalb des Bahnhofes ist auch sehr empfehlenswert! Hier oben stehen Häuser, die noch Charme und Stil haben, nicht ganz so monströs, neureich, kalt und abgesperrt wirken, wie in anderen Schweizer Städten. Insgesamt wirkt Lugano auf mich sehr homogen, nur der Verkehr im Randbereich der Stadt kann sehr nervenaufreibend sein (allein schon aus diesem Grunde empfiehlt sich die Anreise mit dem ÖV). Natürlich mangelt es in Lugano auch nicht an zahlreichen, sehr anheimelnden Restaurationen, für jeden Geschmack ist etwas dabei, allerdings sollte man auch im Hinterkopf haben, dass hier Restaurants und Cafés andere Öffnungszeiten haben, als auf der anderen Seite der Alpen, auch diesbezüglich geht es hier „italienischer“ zu. In Lugano kann man wunderbar die Zeit vergessen, selbst an eher kalten Herbst- und Wintertagen strahlt diese Stadt eine eigene Wärme aus, die man vor allem in der Deutsch-Schweiz nahezu vergeblich sucht. Aber natürlich gibt es hier auch eine Kuriosität, die mich eine ganze Zeit lang beschäftigt hat. Auf der anderen Seite des Sees liegt eine weitere waschechte Exklave, von denen es insgesamt zwei in der Schweiz gibt. Die eine gehört zur Bundesrepublik Deutschland und liegt bei Büsingen, die andere gehört zu Italien und nennt sich „Campione d’Italia“. Man kann diese Exklave von Lugano aus gar nicht übersehen, der monströse Betonklotz, der dort vor vielen Jahren hin gebaut wurde und einst ein international bekanntes Spielkasino beherbergte, dominiert das gegenüber liegende Seeufer deutlich. Man muss kein übermässig kreatives Hirn haben um sich vorzustellen, wie einst Stars und Sternchen, Alt- und Neureiche dort hinüber tuckerten, sich dem Rausch des schnellen Glücks hin gaben und dann wieder zurück in Lugano den schönen Dingen widmeten. Das hat einen Hauch von jener Welt, wie sie vor allem in den sechziger Jahren in den James-Bond-Filmen suggeriert wurde und noch immer weht ein Hauch dieser Illusion hier an den Ufern des Luganer Sees entlang. Derzeit steht diese Exklave wieder einmal im Rampenlicht europapolitischer Diskussionen, die einen wollen die Eingemeindung in die Schweiz, die anderen aber genau das nicht. Über solche Dinge kann ich stundenlang grübeln und hier an den Ufern des Luganer Sees kann man das bei einer Tasse hervorragenden Kaffees auch hervorragend machen. In Lugano gibt es viel zu sehen und zu geniessen, hier passt für mein Verständnis der Begriff „Dolce Vita“ besonders gut hin.
