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Strasbourg, Strassburg, Stroosburg, Schdroosburi – Allein die Vielzahl an Schreibweisen des Namens dieser Stadt am Rhein in unmittelbarer Nähe zur Grenze zwischen Deutschland und Frankreich deutet an, wie bewegt ihre Geschichte einst war. Mehrfach wechselte sie ihren staatspolitischen Status, meist infolge kriegerischer Auseinandersetzungen. Heute gehört Strasbourg zu Frankreich, aber man kann die deutschen und die Elsässer Spuren überall sehen, hier werden viele Sprachen und Dialekte gesprochen, Strasbourg ist eine ausgesprochen internationale Stadt – und eine wunderschöne obendrein! Man kann sie bereits von weit her sehen, die riesige Kathedrale mit ihrer eigenwilligen Turm-Überbauung überragt die gesamte Stadt. Hier sitzen viele Institutionen von grosser Bedeutung für die Europäische Union, als auch die gesamte Welt: Sitz des Internationalen Roten Kreuzes, der europäische Sitz der Vereinten Nationen (UNO), die Bank für den internationalen Zahlungsausgleich, der Europarat, das Europaparlament, der europäische Gerichtshof für Menschenrechte und noch zahlreiche weitere. Nicht umsonst wird Strasbourg auch gerne als „Hauptstadt Europas“ bezeichnet und selbstredend gehört Strasbourg zum UNESCO-Weltkulurerbe. Entsprechend kann man hier auf Menschen aus unglaublich vielen Nationen der Welt treffen, die das ohnehin schon höchst pittoreske Stadtbild bereichern.
Der alte Stadtkern ist gepflastert von wunderschönen Fachwerkbauten unterschiedlicher Grösse und Gestaltung. Grosse Bereiche sind vom IV-Verkehr weitestgehend befreit, die Altstadt von Strasbourg ist somit eine einzige, recht grosse zusammen hängende Fussgängerzone, in welcher unzählige Läden, Restaurants und Hotels untergebracht sind. Gemessen an sonst üblichen europäischen Verhältnissen ist Strasbourg ein eher teures Pflaster, das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man gedenkt, hier eine Zeit lang zu verweilen, auch sollte man Unterkünfte frühzeitig buchen (und vor allem Preise vergleichen), denn oft sind Hotels aufgrund von wichtigen Sitzungen in den bereits genannten Institutionen ausgebucht. Dafür wird Ihnen in Strasbourg von allem nicht nur etwas, sondern sehr viel geboten. Man kann sich auf den die Altstadt umschliessenden Flussarmen mit Touristikbooten herum schippern lassen (nicht empfehlenswert, da stark frequentiert), oder aber die Stadt zu Fuss erkunden – sehr empfehlenswert, da man immer wieder auf kleinstem Raum viele Dinge entdecken kann, so auch das sehr umfassende und reiche kulinarische Angebot dieser Region. In Strasbourg gibt es sehr viele Restaurants, Brasserien und Cafés unterschiedlichen Preisniveaus, hier gibt es für jeden Anspruch etwas. Allerdings sollte man nicht unbedingt die Etablissements direkt in der Nähe der Kathedrale frequentieren, die sind wie die Kathedrale selbst oft von Touristen übervölkert. Sollte man sich als Bürger der Confoederatio Helvetica (Schweiz) hier etwas verloren vorkommen (meinetwegen auch „nur wenig von der Welt wahr genommen“, ein typisch helvetisches Syndrom…), so kann ich Sie beruhigen, in Strasbourg gibt es hier und da auch Hinweise darauf, dass die Eidgenossenschaft sehr wohl als Bestandteil Europas wahr genommen wird, egal, ob Rahmenabkommen derzeit einmal mehr zur Disposition stehen oder nicht.
Zwei Bauwerke verdienen eine gesonderte Erwähnung: Die Kathedrale und der Bahnhof. Zahlreiche Bauwerke in Strasbourg sind aus dem schönen, sehr warm anmutenden Sandstein gebaut, ein leicht zu bearbeitendes, aber bedauerlicher Weise auch gegenüber Umwelteinflüssen recht anfälliges Gestein. Beide Bauwerke haben über die Jahrhunderte und -zehnte hinweg gelitten und so griff man im Falle des Bahnhofes zu einem architektonischen Schutzelement, welches inzwischen in vielen Städten Europas angewendet wird: Eine Glasüberbauung, sozusagen eine Schutzkuppel über dem zu erhaltenden Bauwerk. Im Falle des Strasbouger Bahnhofes ist diese Lösung ausgesprochen elegant gelungen, wie eine grosse lang gezogene Blase erstreckt sich der Schutzmantel über den gesamten, höchst reizvollen und schönen alten Bahnhof (den man übrigens auch von Zürich aus mit der Bahn erreichen kann).
Das andere Bauwerk, das „Markenzeichen“ Strasbourgs, ist die Kathedrale, deutsch: Liebfrauenkirche oder Strassburger Münster, französisch: Notre Dame de Strasbourg, ein sehr eindrücklicher und vor allem grosser Bau, in Teilen ein Musterexemplar für die Hochgotik. Bis 1874 galt der markante Turm der Kathedrale als das höchste, je von Menschenhand erschaffene Bauwerk. Nehmen Sie sich Zeit, dieses Bauwerk zu erkunden (und ignorieren Sie so gut es geht die Restaurierungsarbeiten, Gebäude wie diese Kathedrale sind ewige Baustellen). Diese Kathedrale, wie der Bahnhof aus weichem Sandstein erschaffen, strotzt regelrecht vor unglaublich vielen und vor allem sehr filigranen Meisterwerken der Steinbildhauerei. An nahezu jeder Ecke hockt irgendein skurriles Wesen, welches auf die Menschen herab schaut, die Eingangsportale mit ihren Spitzbögen zeigen zahlreiche, zum Teil höchst befremdlich anmutende Szenerien, aus Religion und Kirchengeschichte, aber auch aus dem mittelalterlichen Leben. Diese Kathedrale hat viel zu bieten (unter anderem eine astronomische Uhr, wunderschöne und sehr farbenprächtige Fenster und Rosetten, die Schwalbennestorgel und und und…), entsprechend geht es hier zu. Vielleicht hat man unter der Woche früh am Morgen ein paar Gelegenheiten, dieses grandiose Kirchenbauwerk halbwegs in Ruhe zu erkunden, tagsüber ist das fast nicht machbar, da zahlreiche Touristen sich nicht nur durch die Altstadt, sondern auch durch die Kathedrale wälzen. Zu bestimmten Anlässen wird die Fassade gerne für multimediale Lichtpräsentationen genutzt, die sehr eindrücklich sein können (…), dann ist der grosszügige Platz um die Kathedrale dicht mit Menschen besetzt. Apropos Menschenmengen: Man muss sich in Strasbourg an das quasi omnipräsente französische Militär gewöhnen. Überall in der Stadt trifft man auf zum Teil schwer bewaffnete Patrouillen, die einerseits die europäischen und internationalen Institutionen schützen, vor allem aber die Terrorgefahr eindämmen sollen. Ich werde mich nie an den Anblick solcher Sicherheitsmassnahmen gewöhnen, auch wenn sie inzwischen in fast ganz Europa Sinnbild und Ausdruck für die mittlerweile herrschenden Zustände sind…
