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Der Gustav Ammann-Park liegt sehr versteckt, diese kleine Oase, die man hier in dieser Ecke Zürichs gar nicht vermuten würde! Dieser Teil von Zürich Oerlikon ist nach wie vor Sitz zahlreicher Metallverarbeiter, viele davon im Waffen-Sektor tätig, so verwundert es auch nicht, dass dieses Areal einst zur Oerlikon-Bührle AG gehörte, dem wohl bekanntesten und grössten Waffenproduzenten der Schweiz (unter anderem entstanden die „Pilatus“-Werke aus jenem Firmenkonsortium). Emil Georg Bühle, ein vor dem zweiten Weltkrieg eingebürgerter Deutscher und damals Chef der Oerlikon-Bührle AG, wollte seiner Belegschaft die Möglichkeit bieten, sich in den Arbeitspausen in einer angemessenen Umgebung ein klein wenig erholen zu können und so entstanden 1939 die an den Park angrenzenden Bauten, einstmals als Kantinensääle genutzt (heute sitzen hier verschiedene andere Institutionen). Von 1939 bis 1943 entstand dieser Garten, der nach seinem Schöpfer, dem Landschaftsarchitekten Gustav Ammann benannt ist. Auf relativ kleinem Raum gelang es diesem Architekten eine weitläufige, sehr lauschig anmutende Parklandschaft zu gestalten, die verschiedene Naturregionen spiegelt. Teilweise mit Pergola überdachte Gänge, zahlreiche Sitzgelegenheiten und vor allem sehr viel unterschiedliches Pflanzwerk machen diesen Park zu einer kleinen, aber sehr feinen Schönheit inmitten dieses Industriequartiers von Zürich. Man beachte: Ursprünglich war das der Pausenbereich eines Industriebetriebes! Wenn ich mir anschaue, was zuweilen heutzutage unter vergleichbarem zu verstehen ist, dann kann ich die Arbeiter von damals nur um diese Oase beneiden!
1996 wurde diese Anlage, die sich bis dahin in Privatbesitz befand, unter Schutz gestellt und unter dem Namen „Gustav Ammann-Park“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von 2005 bis 2006 wurde die Anlage so zurückhaltend, wie es eben möglich war, saniert. Zwar wurden einige Bepflanzungen durch andere ersetzt, hier und da auch einige beseitigt, aber im Wesentlichen hat die Anlage ihren sehr anheimelnden Charakter bewahrt. Trotzdem befremdete es mich ein klein wenig, dass die deutsche Rheinmetall AG, einer der grössten Waffenproduzenten Europas, immer noch einen Teil der angrenzenden Gebäude als Kantine benutzt. So friedlich, reich und schön dieser Park erscheint, wollte dieser Kontrast einfach nicht in meinen Kopf hinein. Dieser Park ist wunderschön und jetzt im Frühling schnarzt, piepst und zwitschert es in allen Ecken, überall sind Blüten unterschiedlichster Form und Farbe zu entdecken. Man könnte fast vergessen, dass man sich inmitten einer Stadt befindet! Allerdings wird man beim Verlassen dieser Anlage auch wieder sehr schnell daran erinnert, wo man ist. In keiner Ecke von Zürich gibt es derart viele Glas-Beton-Wohncontainer, wie hier. Dieser Park ist eine kleine Parallelwelt zu alledem, hier kann man schnell die Zeit vergessen (und sich nebenher über die Vergangenheit der Oerlikon-Bührle AG, das fragwürdige Verhalten dieser Firma im Zweiten Weltkrieg und die Belieferung der Katalanen im Spanischen Bürgerkrieg mit Waffen aus Oerlikon oder aber den Landschaftsarchitekten Gustav Ammann informieren). Oder aber man lässt die Farben- und Duftpracht, sowie die wunderschöne Geräuschkulisse auf sich wirken…
