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Seit ein paar wenigen Tagen ist der mir liebste Ort in Zürich wieder geöffnet: Die „Stazione Paradiso“, eine in vielfacher Hinsicht für Zürich eher ungewöhnliche „Beiz“, wie man zu Lokalen dieser Art zu sagen pflegt. Das Lokal an sich besteht aus einem Wagen der Berliner S-Bahn, welche von 1928 bis 1997 auf den Gleisen Berlins unterwegs waren, bevor sie nach und nach ausgemustert und auf Abstellgleise verfrachtet wurden. Auf recht verschlungenen Wegen gelangte dieser Wagen 1995 nach Zürich und wurde auf dem ehemaligen Areal des Bahnhof Letten abgestellt. Seitdem wurde er als Gartenlokal genutzt und ist – je nach Tages- und Jahreszeit – recht beliebt. Abgesehen davon, dass es sich um einen Wagen-Typ handelt, mit dem ich selbst viele Jahre in Berlin unterwegs war, erinnert mich das gesamte Lokal am meisten an die in Berlin so bekannten und beliebten Gartenlokale wie zum Beispiel das „Café am neuen See“ und andere. Es ist also nahe liegend, dass ich mich hier besonders wohl fühle, denn hier habe ich ein Stück von „meinem“ Berlin und kann mich an so manch einen besonderen Tag in meiner Geburtsstadt zurück erinnern.
Offensichtlich hat die Stazione vor kurzer Zeit den Besitzer gewechselt, denn es wurden einige Veränderungen im Innenraum vorgenommen, die 2019 so noch nicht zu sehen waren. Leider – ich muss es so sagen – sind einige der alten Sitzabteile entfernt und der nutzbare Raum dadurch vergrössert worden. So stehen im Herbst und Winter ein paar mehr Sitzgelegenheiten im geschützten Innenraum zur Verfügung, aber bedauerlicher Weise hat der Wagen dadurch auch etwas an Ambiente eingebüsst. So sind leider auch die alten Linienpläne verschwunden und durch von einer Künstlerin gestalteten Tapeten ersetzt worden. Trotzdem hat die Stazione nichts von ihrer besonderen Atmosphäre eingebüsst, zumindest ich fühle mich hier sehr wohl, die alten Türgriffe, Milchglaslampen an der Wagendecke, Notbremszüge und viele andere Dinge, die mir noch aus meiner Jugend bekannt sind, lassen sich immer noch im Wagen entdecken.
Die Stazione ist kein Restaurant und somit ist das kulinarische Angebot sehr überschaubar, weitaus grösser ist die Getränke-Auswahl. Das Preisniveau ist gemessen an den sonst in Zürich herrschenden Verhältnissen erträglich, da man aber sehr schnell in der Stazione „gediegen versacken“ kann, sollte man auch das entsprechende Kleingeld dabei haben, hier vergehen viele Stunden sehr schnell (vor allem bei sonnigem und warmen Wetter). Von 11:30 bis 24 Uhr kann man hier wunderbar die Seele baumeln lassen, Menschen beobachten, die Sonne geniessen (wahlweise sogar vom Dach des Wagens aus, die Wendeltreppe da oben rauf ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und definitiv eine Einbahnstrasse!) oder aber auch nur so wie ich in Erinnerungen an Berlin abtauchen. Fehlt nur noch die „Berliner Weisse mit Schuss“ auf der Karte, dann wäre die Stazione Paradiso für meine Begriffswelt das perfekte Berliner Gartenlokal – ausserhalb und weit weg von Berlin!
