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Von Zürich an Bern und Thun vorbei her kommend erreicht man am Ende des schönen Simmentals die Zufahrt zum Jaunpass. Man mag sich darüber streiten, ob die genannten Ortschaften wirklich Anfang und Ende jenes Passes sind: Offiziell ist es Boltigen im Berner Oberland (Kanton Bern) und Bulle im Greyerzerland (Kanton Freiburg), für meine Begriffswelt aber liegt er wohl eher zwischen den Ortschaften Reidenbach und Jaun, insbesondere das Teilstück zwischen Jaun und Bulle (mit Passage durch Broc) kann ich nicht so ganz überzeugt als typische Passstrasse bezeichnen (also kann man sich dieses auch getrost sparen). Sollten Sie kein Französisch sprechen, dann sollten Sie ohnehin umdrehen und den Pass zurück fahren, denn nach Jaun (welches zum Kanton Freiburg gehört) wird de facto nur Französisch gesprochen. Die Zapfsäulen in jenem Gebiet sind aber mehrsprachig gesteuert, am Benzin soll es ja nicht scheitern, oder?
Ursprünglich war der Jaun eine reine Militärstrasse, angelegt nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 – 1871, um die militärisch wichtigen Orte Bulle und Thun miteinander zu verbinden, 1878 wurde der Bau abgeschlossen. 1941 sollte dieser Pass erneut grosse militärische Bedeutung erlangen. In der Nähe der Passhöhe auf 1507 Metern wurde ein grosses Artillerie-Sperrwerk, bestehend aus mehreren Bunkern und Unterständen, errichtet. Die Reduit-Politik der Schweiz im zweiten Weltkrieg sah vor, dass im Falle einer Invasion der grösste Teil des Flachlandes der Schweiz aufgegeben werden und Regierung und Bevölkerung sich in die Alpen zurück ziehen und verschanzen sollte. Schwachstellen in der natürlichen Schutzanlage mit Namen „Alpen“ wurden an sehr vielen Orten durch solche Bollwerke gesichert, allerdings darf ihr militärischer Wert – so auch im Falle des Jaunpasses – angezweifelt werden. Erfreulicher Weise sieht man von der Passstrasse aus nur sehr wenige Hinweise auf jenes Artilleriewerk, dafür aber umso mehr sehr schöne und malerische Ausblicke auf die Umgebung: Der Jaunpass hat seine ganz eigenen, sehr reizvollen Passagen, die mich streckenweise an die französische Seite der Pyrenäen erinnern! Leider werden insbesondere auf der Freiburger Seite viele Häuser zum Verkauf angeboten, man bekommt – wenn auch nur oberflächlich – einen Eindruck davon, wie es wirtschaftlich um diese Region bestellt ist. Auf der Passhöhe hingegen, die zum Kanton Bern gehört, ist der Tourismus die treibende Kraft, mehrere Restaurant-Betriebe und ein grosszügiger Campingplatz, sowie einige Wintersportanlagen weisen darauf hin.
Grundsätzlich muss man sich auf der 31,2 Kilometer langen Strasse keine Sorgen um Quellen für Benzin machen, insgesamt ist diese Region gut mit kleinen Tankstellen versorgt. Alles in allem hat dieser Pass keine wilden Steigungen oder Gefälle zu bieten, die wenigen Haarnadelkurven sind grosszügig gestaltet, lediglich hin und wieder kann es mal etwas eng auf der Strasse werden. Dieser Pass lädt zum gemütlichen Kutschieren ein, aber man kann ihn auch recht zügig befahren. Für Anfänger ist er jedenfalls sehr gut geeignet.
