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Hatte ich im vergangenen Jahr bereits die Möglichkeit, Zürich aufgrund der immer noch herrschenden Pandemie nahezu menschenleer ablichten zu dürfen, so bot sich mir heute erneut die Gelegenheit, diese Stadt (oder zumindest einen Teil davon) einmal mehr in einem Zustand abzulichten, den ich so zuvor noch nie gesehen hatte: Tief verschneit! Seit 2006 war in bestimmten Regionen der Schweiz nicht mehr so viel Schnee gefallen, wie in den vergangenen 24 Stunden, es wurden bis zu 60 Zentimeter Neuschnee allein in der Region Zürich erwartet. Noch nie, seitdem ich hier lebe, waren weite Teile der städtischen Infrastruktur ausser Betrieb, in einigen Regionen Zürichs wird sogar die Post nicht mehr zugestellt, Schulen schliessen, weil die Gefahr durch umstürzende Bäume oder brechende Äste auf den Schulhöfen zu gross ist – und noch nie wurde der komplette öffentliche Nahverkehr in der Stadt eingestellt, seit 22 Uhr am Vorabend fuhr kein Bus und auch kein Tram mehr, sogar das für solche Situationen gedachte Schneepflug-Tram blieb in den Massen der weissen Pracht stecken! Nein, so hatte ich meine Wahlheimat noch nie erlebt! Die vergangenen 48 Stunden waren in mehrfacher Hinsicht aussergewöhnlich!
Ursprünglich gedachte ich, am Vortag mit der Gornergratbahn auf den gleichnamigen Berggrat zu fahren, von welchem aus man bei guten Wetterlagen das Matterhorn bewundern kann. Ich hatte zwei Tage frei und an mindestens einem von beiden muss ich irgendwie raus, etwas machen, sonst werde ich nervös. Aber wie der liebe „Murphy“ es wieder einmal so wollte, war dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt. Obwohl mein Zug in Richtung Kanton Wallis bereits gegen sechs Uhr am Morgen seine Fahrt antreten sollte, war er noch im Bereich des Hauptbahnhofes schon 20 Minuten verspätet. Eine ausserordentliche „Betriebsstörung“ (die aber nichts mit der Witterung zu tun hatte) war der Beginn einer langen Kette von Störungen im Netz der SBB, so viele Störungen, dass ich zu verspätet in Bern strandete, um noch meinen Tagesplan umzusetzen. Ich fuhr niedergeschlagen wieder nach Zürich zurück, mich mehr schlecht als recht mit dem Gedanken anfreundend, dass ich mich für den Rest des Tages wohl mit reichlich banalen Dingen befassen müsste. Die Niedergeschlagenheit wandelte sich in schiere Freude, als der Paketbote mir mein „neues“ Objektiv in die Hand drückte, eines, auf welches ich schon sehr lange geschielt hatte. Ich hatte es für einen durchaus angemessenen Preis auf einer Auktionsplattform ersteigert und ganz entgegen meiner sonstigen Erfahrungen hatte mir der vormalige Besitzer das Ding unglaublich schnell zukommen lassen. Ich freute mich sehr darauf, am Folgetag vielleicht ein paar meiner gefiederten Freunde ablichten zu können, also verband ich das Nützliche mit dem Sachdienlichen und verstaute am Morgen des zweiten freien Tages nicht nur mein Weitwinkel-, sondern auch jenes fantastische Teleobjektiv von Leica in meiner Tasche und stapfte los in Richtung Escher-Wyss-Platz, wo sich unter anderem auch „mein“ Tram-Depot befindet. Ich wollte fest halten, dass der innerstädtische ÖV zum Erliegen gekommen war und somit bot sich das Depot als ein Ziel an.
Der Weg dort hin entspricht dem Fussweg, den ich absolviere, wenn zu viel Schnee liegt und ich nicht mit meinem Motorrad („Eseli“) zur Arbeit fahren kann. Die Strasse war tief verschneit, zahlreiche vor allem kleinere Bäume waren stark in Mitleidenschaft gezogen worden, als der schwere Schnee entweder viele ihrer Äste brach oder sie gleich in Gänze samt Wurzeln aus dem Boden gerissen hatte. Immer wieder konnte ich in weiter Ferne Martinshörner und das Röhren von Motorsägen hören, die gesamte Freiwillige Feuerwehr von Zürich war im Einsatz (und wird es wohl noch länger bleiben), so viele Bäume in der Stadt hatten unter den unglaublichen Mengen von Schnee gelitten. Am Depot angekommen wunderte ich mich vor allem über die sehr lange Kette von Trams, die nicht im Depot, sondern drum herum verteilt auf den Gleisen und teilweise sogar auf freier Strecke standen. Man hatte am Vorabend noch versucht, die Fahrzeuge ins Depot zu bringen, aber die gewaltigen Schneemengen verhinderten das sichere Einfahren, also mussten sie so abgestellt werden, wie ich sie heute am Folgetag erblickte, es ging einfach nicht anders. Einige Kollegen standen beim Depot. Sie waren zur Arbeit erschienen, obwohl der Betrieb still stand es auch nicht absehbar war, wann und ob überhaupt jener wieder aufgenommen werden könnte. Ich staunte noch eine Zeit lang über diesen Anblick und stapfte weiter, die Limmat entlang in Flussrichtung am Hardturm und den Bernoulli-Häusern vorbei bis zum Höngger Wehr und von dort aus den steilen Röschibachsteig wieder hinauf in „mein“ Höngg, über den Kirchhof zurück in mein Heim. Auf dem gesamten Weg sah ich immer mal wieder grosse Äste von den Bäumen brechen, die teilweise in den Fluss fielen und sich am Wehr stauten, leider entdeckte ich den Eisvogel nicht, den ich jüngst in diesem Gebiet bemerkt hatte, aber dennoch kam das neue Teleobjektiv zum Einsatz. Ich durfte einige wunderschöne Ansichten erblicken, die ich so wahrscheinlich nie wieder sehen werde. Zürich so tief verschneit ablichten zu dürfen, empfand ich als einen wunderschönen Ersatz für meine gescheiterte Unternehmung „Gornergratbahn“, aber schauen Sie selbst! Zürich, tief verschneit – eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.
