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Vorder & Hinder Schwendisee: GPX | PDF
Länge: 4,76 Kilometer
Höhenunterschied: 70 Meter
(?)
Meine erste Schneeschuhwanderung in diesem Jahr führte mich in den Kanton Sankt Gallen, zu dem (oder den) Schwendisee(n), unterteilt in Vorder und Hinder Schwendisee. Diese beiden kleinen Seen, die einstmals einen einzigen See bildeten, sind Bestandteil eines kleinen Hochmoorgebietes, welches vor 14.000 Jahren durch das Abschmelzen des Schwendigletschers entstanden ist. In einer Bodenvertiefung sammelte sich das Wasser der beiden späteren Seen, die im Laufe der nachfolgenden Jahre zunehmend verlandeten, Schilf- und Sumpfgebiete säumen die Ränder dieser kleinen Seen. Die Verlandung geht nur sehr langsam von Statten, da beide Seen weiterhin durch einen Bach mit Frischwasser gespeist werden, dennoch ist der Boden dieser Moorvertiefung recht sauer, einige Sträucher und Bäume am Seeufer tragen deutliche Merkmale dieser Bodenbeschaffenheit, die man selbst im tiefsten Winter noch gut erkennen kann. Dieses Hochmooorareal ist gesondert geschützt, da in der Schweiz nur wenige Moore existieren. Nahe liegender Weise bemüht man sich entsprechend um jene Moore. Trotz dieser gesonderten Schutzmassnahmen darf im grösseren der beiden Seen, dem Vorder Schwendisee, gebadet werden, wenngleich ausschliesslich ohne „Zusätze“ in Form von Luftmatratzen oder Gummibooten.
Man erreicht die Seen mit dem ÖV oder dem eigenen Fahrzeug und landet in einem für die Stadt Zürich wohl wichtigsten Skigebiet: Wildhaus, nicht weit von der Grenze zu dem Fürstentum Liechtenstein entfernt gelegen. Hier dreht sich alles um Schneesport in allen erdenklichen Varianten, entsprechend erscheinen hier die zahlreichen kleinen Ortschaften (für meine Begriffswelt alles andere als „schön“). Derartiges muss man einfach irgendwie ausblenden und sich auf das konzentrieren, was vor einem liegt. In Wildhaus angekommen geht es mit dem Sessellift auf gut 1229 Meter über den Meeresspiegel, von dort an erwarten einen selbst an die 4 Kilometer Fussweg zu und um die Seen herum bei einem Höhenunterschied von unter normalen Bedingungen allemal erträglichen 180 Metern Auf- und Abstieg. Aber eben: Unter normalen Bedingungen! In den Tagen zuvor war bereits ordentlich Schnee gefallen, in der Nacht vor meinem Besuch nochmals 30 bis 40 Zentimeter schönster Neuschnee. Genau diese 30 bis 40 Zentimeter sackt man selbst mit guten Schneeschuhen auf dem gesamten Weg immer mal wieder ein (manchmal sogar noch tiefer). Unter diesen Bedingungen war diese Wanderung – entgegen der sonstigen Klassifizierung – alles andere als leicht, das geht in die Beine und ist niemandem zu empfehlen, der derartiges noch nie gemacht hat. Aber um die eigenen Grenzen kennen zu lernen, dafür sind solche Bedingungen schlichtweg ideal.
Sowohl an der Tal-, als auch der Bergstation des Sesselliftes kann man selbst jetzt in der Zeit der Pandemie Schneeschuhe (und Skier und Snowboards…) nach vorherig getätigter telefonischer Reservation mieten, der Tagespreis für ein Paar Schneeschuhe und Gehstöcke beträgt zur Zeit 21 Franken, weitere 9 Franken sind für eine Person zu berechnen, wenn der Sessellift für Auf- und Abfahrt genutzt wird. Wer einmal für sich selbst ausprobieren möchte, ob Wanderungen mit Schneeschuhen einem selbst liegen, demjenigen empfehle ich jene kleine Rundwanderung um die Schwendiseen allemal. Allerdings sollten Sie vorab erkunden, ob Neuschnee gefallen ist oder nicht. Das ist dann nicht nur eine Frage der eigenen Kondition, sondern auch eine Frage des eigenen Durchhaltevermögens und -willens, solche Neuschneedecken zu durchlaufen. Der Rundgang um die Seen ist „gespurt“ (soll bedeuten: Ist vorab entsprechend bearbeitet worden, um ihn auch begehen zu können), den Weg zu diesen Seen aber, den muss man sich ab und an selbst suchen, besonders offensichtlich ist das nicht signalisiert. Aber für mich persönlich gibt es im Winter nichts schöneres, als mit Schneeschuhen als erster Mensch an einem Tag einen Weg zu gehen, den ich selbst nicht kenne. Das wiederum hat etwas mit Orientierungssinn zu tun. Und auch ein klein wenig mit Mut und Neugier.
