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Am äussersten Stadtrand von Zürich liegt der Friedhof Enzenbühl, 1902 eröffnet und 1934 erweitert. Man kann ihn gut mit der Tram-Linie 11 oder aber der Forchbahn erreichen, von der Innenstadt sind es weniger als 15 Minuten Fahrzeit zu diesem in mancherlei Hinsicht etwas ungewöhnlichem Friedhof, auf welchem einige Personen von Rang und Namen beerdigt sind. In Zeiten wie diesen, in welchen die Menschen zunehmend merk- und fragwürdiger auftreten, als sie das ohnehin schon machen, sind die schönen Friedhöfe Zürichs wohl die einzigen Orte unter freiem Himmel, an denen man noch etwas Natur im Stadtgebiet bei eindrücklicher Ruhe geniessen kann und nicht fürchten muss, von Menschen umgeben zu sein, die nicht wissen, wohin sie gehen sollen – für mich sehr wichtige Rückzugsorte! Und schön sind die meisten Friedhöfe von Zürich ohnehin, die Stadt gibt sich sehr viel Mühe, diese Anlagen nicht nur in Schuss zu halten, sondern auch zu pflegen. Auf den Friedhöfen von Zürich lässt sich so manch eine Vogelart gut beobachten, die man im Stadtgebiet sonst kaum zu sehen bekommt, darunter den farbenfrohen Eichelhäher, Grün- und Buntspecht und andere, oftmals kann man auch einiges über die Baumarten lernen, die angepflanzt wurden, kleine Metallschilder weisen auf Art und Name hin. Schon so manches Mal bin ich auf Bäume gestossen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Hier kann dem Rauschen ihres Blätter- und Nadelwerks besonders gut zuhören!
Wie bereits angemerkt unterscheidet sich der Friedhof Enzenbühl ein klein wenig von den anderen dieser Stadt. Man kann hier eine Art Ausstellung unter freiem Himmel begutachten, in welcher besonders schöne oder im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Grabmale zusammengefasst ausgestellt (aber leider de facto nicht dokumentiert) sind. Diese Grabmale stammen aus Grabesauflösungen und spiegeln sehr anschaulich den Stil der jeweiligen Zeit, in welcher sie entstanden sind. Nehmen Sie sich die Zeit und laufen Sie ruhig den gesamten Friedhof einmal ab. Sie werden hier wirklich ungewöhnliche Grabmale entdecken, zum Teil wahre Meisterwerke, hier und da finden sich höchst unübliche Inschriften oder Dekorationselemente. Einige Grabmale sind ungewöhnlich farbenfroh, weit entfernt von jeglicher Schwermut, die das Ableben eines Menschen oftmals umgibt. Manchmal will man sich selbst gar nicht auf einem Friedhof wähnen, grosse Flächen weisen kein einziges Grabmal auf, auch sind die Wege grosszügig angelegt, zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Der Friedhof Enzenbühl mutet zu grossen Teilen eher wie eine Parkanlage an. Eine andere Eigenart, die zumindest dieser Friedhof bietet, war mir vollkommen unbekannt: Man kann hier Grabstätten mit historischen Grabmälern mieten. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob man das nur hier kann oder aber auf allen Friedhöfen der Stadt (oder des Kantons oder der Schweiz…), auf mich wirkt das etwas befremdlich, aber offensichtlich wird dieses Angebot ab und an genutzt. Entsprechende Verweise auf die „Nachmieter“ eines historischen Grabes erscheinen in entsprechender zusätzlicher Form, das Grabmal selbst wird nicht verändert. Somit finden sich an manch einer Grabstätte vollkommen unterschiedliche Namen.
Die bekannteste Persönlichkeit, die hier beerdigt wurde, dürfte der Maler Arnold Böcklin (junior) sein, Sohn des gleichnamigen grossen Schweizer Malers des Symbolismus, aber auch andere bekannte Personen aus Kunst, Kultur, Politik, Wissenschaft und Stadtgeschichte sind hier begraben: Gottlieb Zeithammer (für lange Zeit Sänger am Opernhaus Zürich), Karl Richter (Dirigent und seinerzeit bekanntester Interpret der Werke von Bach und Händel), Otto Münch (Bildhauer, Gestalter der Eingangstüren zum Grossmünster in Zürich), Robert Lips (Schöpfer der „Globi“-Figur), Hanspeter „Cäsar“ Keiser (Kabarettist), Arnold Huggler (Bildhauer, dessen Werke in der ganzen Schweiz zu finden sind), Hanny Fries (Kunstmalerin und Illustratorin), Urs Bürgi (Regierungsrat), Heinrich Burkhardt (Stadtrat), Emil Klöti (Stadtrat), Ernst Wetter (Bundesrat), sowie zahlreiche Juristen und Mediziner, denen die entsprechenden Institutionen Zürichs ihren weltweit bekannten Ruf zu verdanken haben. Mag der Friedhof Enzenbühl auch kleiner sein, als der grösste Stadtfriedhof Sihlfeld, so ist er meines Erachtens nicht nur spannender, sondern auch schöner!
