- DDR Museum
- Museum HR Giger
- Museum für Gestaltung
- Photobastei 2.0
- Bruno-Weber-Park
- Haus Konstruktiv
- Pavillon Le Corbusier
- House of Digital Art
- Fotomuseum Winterthur
- IPF Olten – „David Lynch – Infinite Deep“
- Kunsthaus & Erweiterungsbau
- Museum Franz Gertsch
- Enea Baummuseum
- Historisches Museum
- Haus zum Kirschgarten
- Haus der elektronischen Künste
- Museum Tinguely
- Gedenkstätte für Flüchtlinge
- Freilichtmuseum Ballenberg
- Kunstmuseum Bern – „Chaïm Soutine – Gegen den Strom“
- Bündner Kunstmuseum Chur – „Otto Dix und die Schweiz“
- Vitra
- Pantheon
- Fondation Beyeler
- Swiss Design Collection
- Augusta Raurica
- Der Kleine Prinz und seine Welt

Viele Jahre war mir nicht bewusst, wie stark das Medium „Fotografie“ in der Schweiz verwurzelt ist: Dieses Land hat einige hervorragende Fotografen und Künstler, die sich der Fotografie bedienen, hervorgebracht! In Winterthur ist der Sitz der „Fotostiftung Schweiz“, untergebracht in einem ehemaligen Industriekomplex unweit der so schönen Altstadt, zu jener Stiftung gehört das Fotomuseum Winterthur. In grösseren Abständen besuche ich dieses Museum, um mir das Schaffen anderer zu Gemüte zu führen, die dieses Medium so sehr schätzen, wie ich selbst. In mehreren Gebäuden werden hier Ausstellungen zu zeitgenössischer und künstlerischer Fotografie gezeigt, so auch derzeit „Eva & Franco Mattes – Dear imaginary audience,…“, aber dazu später mehr.
Die Stiftung hat sich der Fotografie verschrieben und so kann und darf man hier das Schaffen einiger bewundern oder zumindest „kritisch begutachten“, die die Fotografie zum Bestandteil ihrer eigenen Arbeit gemacht haben. Ab und an komme ich gerne hierher, um meinen eigenen Horizont zu erweitern, mir Anregungen zu holen oder einfach auch nur um zu staunen, welche fotografische Sicht andere Menschen auf Themen haben, die mich selbst interessieren. So hatte ich bereits länger in Erwägung gezogen, die bereits genannte Ausstellung zu besuchen. Fotografie ist eine der wenigen Ausdrucks- und Dokumentationsformen, die Zeiten und Geschmäcker überdauert hat, im Gegensatz zu so manch einem ambitionierten Stadt- oder Staatsprojekt hat die Fotografie den Sprung in die Digitalisierung geschafft, die Tatsache, dass heutzutage kein Handy ohne Kamera auszukommen scheint, belegt das. Die aktuell im Fotomuseum statt findende Werkschau widmet sich dem Stellenwert und der Funktion der Fotografie in der digitalen Welt – zumindest erhebt sie den Anspruch, diesen Stellenwert und die verschiedenen Problematiken rund um die Digitalisierung entsprechend zu dokumentieren, allerdings bedarf es entweder eines ausgesprochen soliden Grundwissens oder aber eines enormen Abstraktionsvermögens um das, was derzeit zur Schau gestellt wird, um auch zu verstehen und in einem (ich liebe diese nachfolgende „Floskel“) entsprechenden Kontext sehen und begreifen zu können, was gezeigt wird (zum Beispiel klassisches „Infuencer-Gequatsche“, gezeigt auf Grossbildschirmen). Kunst, die sich der Fotografie oder generell multimedialer Elemente bedient, kann spannend sein. Für mich sind die Ausstellungen, die sich dem Schaffen einer Fotografin oder eines Fotografen widmen, dann doch weitaus spannender (und nein, ich werde niemals jenes elende Gender-Sternchen verwenden, das dient allein der Verknappung aus Gründen der konformen Faulheit und sonst nichts!). So oder so aber lohnt sich immer ein Blick auf den Veranstaltungskalender dieses Museums und der Stiftung. Sollten dennoch alle Stricke reissen, entschädigt ein entspannter Spaziergang durch Winterthurs wunderschöner Altstadt die Mühen bei der Betrachtung zuweilen allzu künstlerischer, wenn nicht gar zu gezwungener Sicht- und Darstellungsweisen…
