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Noch bis zum 27. Juni wird derzeit in Olten, einem kleinen, sehr schmucken Städtchen im Kanton Solothurn, eine Ausstellung gezeigt, die man sich meines bescheidenen Erachtens nach nicht entgehen lassen sollte: IPF Olten – „David Lynch – Infinite Deep“. Vielen ist dieser Name vor allem aus dem Bereich des Kinos bekannt, David Lynch erschuf Meisterwerke wie zum Beispiel „Eraserhead“, „Elephant Man“, „Twin Peaks“, „Mullholland Drive“ und „Blue Velvet“ – allesamt recht düstere, zum Teil surreal anmutende Grenzgänge der menschlichen Seele, sicherlich keine leichte Kost. Seitdem ich vor vielen Jahren „Blue Velvet“ gesehen hatte, ging mir David Lynch und seine sehr eigene, ausgesprochen spannende, wenn auch zuweilen grenzwertige Sicht auf bestimmte Dinge nicht mehr aus dem Kopf. Daher war es nur naheliegend, dass ich im Rahmen des derzeit statt findenden „International Photo Festivals“ die kleine Ausstellung in Olten regelrecht besuchen musste, die einen Auszug aus dem fotografischen Schaffen jenes Meisters einem interessierten Publikum anbietet. Es werden Werke zu unterschiedlichen Themen aus dem Zeitraum zwischen 1986 und 2008 gezeigt, Werke, die teilweise stark an das Schaffen von H. R. Giger, Hieronymus Bosch, Salvador Dali, Man Ray oder René Magritte erinnern, Photomontagen, Doppelbelichtungen, abstrakte Bildbearbeitungen, aber auch schlichtweg fantastische Schwarz-weiss-Fotografien! Aber es ist auch eine Ausstellung, in welcher zumindest ein Raum einer klaren Altersbeschränkung unterliegt (ähnlich wie im H. R. Giger Museum in Gruyere) – die Bilder von David Lynch sind nicht im klassischen Sinne schön, aber faszinierend einzigartig und trotz aller düsterer Grundstimmung sehr klar und reduziert. Ich kann mir manche seiner Werke stundenlang ansehen! Und wenn dann noch so wie in dieser Ausstellung passende Musik – komponiert von Marek Zebrowski und David Lynch (!) „Polish Night Music“ – im Hintergrund läuft, dann passt schlichtweg alles zusammen!
Wie bereits angedeutet ist David Lynch nicht unbedingt „leicht“, „beflügelnd“, „berauschend“ oder gar „schön“ – sollte Ihnen diese Ausstellung im IPF Olten also nicht zusagen, so entschädigt das kleine, aber sehr schöne Olten mit seiner Altstadt für die „Leiden“, die einem der Herr Lynch mit seinem Werk zugefügt haben mag. Ein Gang durch diese kleine, sehr gut dokumentierte Altstadt lohnt sich, einige ausgesprochen verführerische kleine Läden, andere Museen und Sehenswürdigkeiten kann man hier entdecken! Von Zürich ist Olten mit den SBB innerhalb von 30 Minuten zu erreichen, die Ausstellung liegt gerade einmal zehn Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, der Beginn der Altstadt und die schöne alte Holzbrücke sogar noch weniger. Nehmen Sie sich ruhig einmal Zeit, diese uralte Stadt, die auf Gründungen der Römer zurück geht, zu erkunden. Aber vor allem sollten Sie sich das Werk von David Lynch zu Gemüte führen, etwas vergleichbares werden Sie so schnell nicht wieder zu sehen bekommen!
