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Wie es sich für ein „gutes“, meinetwegen auch „korrektes“ Einbürgerungsgespräch gehört, wurde auch ich im Jahr 2019 befragt, was mir in Bezug auf die Geschichte der Schweiz und gesondert der Stadt Zürich bekannt wäre. Zürich feierte in jenem Jahr „500 Jahre Reformation“, somit hatte ich leichtes „Spiel“. Einstmals protestantisch religiös erzogen war mir viel zu jener Thematik geläufig, sowohl in Bezug auf die Reformation in Deutschland, als auch die Reformation in der Schweiz. Das dunkle Kapitel der Reformation in der Schweiz aber erwähnte ich bewusst nicht – obwohl mir auch diesbezüglich einiges bekannt war, worüber die protestantische Kirche gerne schweigt: Die Verfolgung der Täufer. Um 1520 herum entstand neben der generellen Reformationsbewegung in Zürich um den bekannten Reformator Huldrych Zwingli die Täufer-Bewegung. Stark vereinfacht (und daher durchaus hinterfragenswürdig) ausgedrückt handelte es sich bei den Täufern um den „radikalen“ Zweig der Reformationsbewegung, die in der Schweiz von Zürich aus ihren Anfang nahm. Die Lehre der Täufer lehnte die vorgeschriebene Kindstaufe strikt ab, man sollte sich als erwachsener Mensch taufen lassen. Da in der Anfangsphase der Reformation viele Anhänger dieser Lehre bereits als Kinder getauft worden waren, nannte man die Täufer auch oft „Wiedertäufer“. Die Täufer akzeptierten lediglich ein einziges „Instrument“ in ihrem Leben: Die Bibel. Sie lehnten es ab, für den Staat oder die Kirche allgemein Dienste zu verrichten, auch lehnten sie die Zahlung von Steuern strikt ab, sie akzeptierten keinerlei staatliche oder kirchliche Institution, die ihr Leben lenken sollte, einzig das in der Bibel geschriebene Wort war für sie Gesetz. Ihre Ansichten kollidierten somit grundlegend mit denen der Reformationsbewegung unter Zwingli, sowie den politischen Positionen der Machthaber jener Zeit, wodurch es 1524 zum Zerwürfnis zwischen Zwingli und Zürich auf der einen und den Täufern auf der anderen Seite kam. Anfänglich wurden die Täufer, die sich nicht den Vorgaben beugen wollten, „nur“ des Landes verwiesen, aber es sollte nicht lange dauern, bis auch die protestantische Kirche sich der Folter bediente. Die Täufer, die zu jener Zeit vor allem bei den Bauern im deutschsprachigen Raum grossen Rückhalt hatten, wurden zunehmend systematisch verfolgt und ermordet oder zur Flucht in Verstecke wie die Täuferhöhle gezwungen, die Niederschlagung der Bauernaufstände 1524 leitete den Untergang der Täuferlehre ein. Bis zum heutigen Tag ist die einstmals sehr grosse Anzahl der Anhänger der Täufer im deutschsprachigen Raum Europas auf eine verschwinden kleine Zahl geschrumpft, lediglich in den Vereinigten Staaten existieren grössere Glaubensgemeinschaften, die auf der Basis der Täuferlehre gegründet sind, so zum Beispiel die Mennoniten und die Amishen.
Um 1526 ging Zürich besonders drastisch gegen die Täufer vor, auch wer den Täufern Schutz oder Nahrung bot, wurde schwer bestraft. Zahlreiche Bauern im deutschsprachigen Raum unterstützten die Täufer, somit wurden auch sie oftmals mit Zwangsarbeit oder dem Tode bestraft, wenn sie den Täufern geholfen hatten, zeitweise wurden sogar von der Verfolgung betroffene von Zürich als Galeerensklaven an norditalienische Städte verkauft. Sie entkamen somit zwar einer unmittelbaren Todesstrafe, die Zwangsarbeit bis an ihr Lebensende aber war oftmals gleichbedeutend. Auch im Zürcher Oberland, im Raum der Ortschaft Bäretswil, wurden besonders viele Täufer und Bauern entsprechend behandelt, wodurch diese zunehmend im Untergrund leben mussten. Sie trafen sich an geheimen Orten und lebten nicht selten in entlegenen, schwer zugänglichen Regionen, oftmals auch in Höhlen, wie zum Beispiel der Täuferhöhle (auch als Holensteinhöhle bekannt, benannt nach der nahe gelegenen Ortschaft Holenstein). Von Zürich aus ist diese Höhle in 40 bis 50 Minuten Fahrzeit mit dem eigenen Fahrzeug zu erreichen, ÖV-Anbindungen sind in der weiteren Umgebung vorhanden. Der Weg zur Höhle, der Bestandteil eines der in dieser Region zahlreichen Wanderwege ist, führt recht steil durch ein wunderschönes Waldgebiet, an dessen Ende die sehr weite, aber auch recht niedrige Täuferhöhle gelegen ist, gutes Schuhwerk ist empfohlen, insbesondere bei schlechten Witterungsverhältnissen! Ein kleiner Wasserfall stürzt vor dem Höhleneingang in eine recht tiefe Schlucht, generell ist dieses Gebiet, durch welches auch der „Vier-Quellen-Wanderweg“ führt, recht anspruchsvoll, wenn es um die eigene Ausdauer geht, aber man wird mit wunderschönen Ansichten eines recht dichten Waldes rundweg entschädigt. Aber versuchen Sie auch sich einmal vorzustellen, was es für jene Menschen bedeutet haben muss, in der Täuferhöhle zu leben, sich zu verstecken, nur um ihre Ansichten leben zu können…
