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In der äussersten südwestlichen Ecke des Kantons Graubünden, sozusagen „eingeklemmt“ zwischen der Staatsgrenze zu Italien und der Kantonsgrenze zum Tessin, liegt das kleine, ausgesprochen malerische Dörfchen Verdabbio. Um 1203 wird dieser kleine Flecken unter dem Namen „Vertabio“ erstmalig erwähnt, Mitte des 16. Jahrhunderts kauft sich diese Gemeinde von jeder Zehntverpflichtung los, seit 1851 gehört Verdabbio zum Kreis Roveredo, viel mehr gibt es in Bezug auf die Geschichte dieses Dorfes nicht zu schreiben. 300 Meter über dem Grund des „Val di Cama“ gelegen wird das Gelände um dieses Dörfchen unter anderem für den Weinanbau genutzt, das Wappen des Dorfes weist entsprechend auf diese Nutzung hin und es ist der Wein, welcher jenem Dörfchen seinen so schönen Charakter verleiht! Zahlreiche von langen Steinen getragene Holz-Pergolakonstruktionen, die dicht von wildem Wein bewachsen in der sommerlichen Hitze erfrischenden Schatten spenden, sind im alten Kern des Dorfes an Häusern oder über kurzen Weg-Passagen platziert. Viele der alten Häuser sind aus flachen Steinplatten von Glimmerspat erbaut, die Wege, die zwischen jenen Bauten verlaufen, sind mit dem gleichen Stein gepflastert und über lange Strecken hinweg von niedrigen Mauern eingefasst, auf denen viele schöne Blumen und Sukkulenten wild wachsen. Lassen Sie Absatzschuhe besser zu Hause, Sie werden hier Ihren Füssen auf jenen Wegen mit derartigem Schuhwerk keinen Gefallen tun! Sie sollten aber nicht nur jene wunderschöne Atmosphäre dieses Dorfes geniessen, sondern auch einen Blick in die Pfarrkirche „San Pietro“ werfen, die leicht unterhalb des alten Dorfkernes gelegen ist, ein um 1631 Im Stil des Barock auf einem älteren Fundament erbautes Gotteshaus, von dessen umgebender Terrasse man eine schöne Aussicht auf das Val di Cama geniessen kann. Ich habe dieses kleine Dörfchen mehr durch Zufall gefunden. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einem Bergsee, welchen man in sachdienlicher Zeit von Zürich aus erreichen und entdecken kann und tatsächlich gibt es in der Nähe den sicherlich sehr sehenswerten „Lagh di Cama“, jedoch vor Ort eingetroffen erschien mir der Aufstieg zu jenem auf der anderen Talseite gelegenen See als zu anspruchsvoll für meine derzeitige Kondition – insbesondere in der sommerlichen Hitze, bei welcher sich „normale“ Menschen lieber in den kühlenden Schatten eines Waldes oder einer der bereits beschriebenen Pergola-Konstruktionen über einer Terrasse verziehen, daher kann ich Ihnen hier leider keine eigenen Bilder von jenem See zeigen. Verdabbio hat aber eine ganz spezielle Besonderheit zu bieten!
360-Grad Ansicht:
Oberhalb von Verdabbio erstreckt sich an den relativ steilen Berghängen ein dichter, wunderschöner Mischwald, aus welchem in den Abendstunden sogar manchmal der markante Ruf eines Kuckucks zu hören ist. Hier ist man weitestgehend allein mit sich selbst, kaum eine Menschenseele treibt sich hier herum. Hier ist man weit entfernt von jenen typischen zivilisatorischen Störfaktoren wie zum Beispiel nervigen Klingeltönen und sinnbefreiten Handy-Gesprächen, lediglich ein recht motivierter Mountainbike-Fahrer radelte hier auf einem der nationalen Velo-Wege herum. Das allein macht aber jenen Wald nicht besonders. In jenem Waldgebiet stösst man auf so genannte „Schalensteine“ – und die sind wirklich sehr eigenartig! Bei diesen Schalensteinen handelt es sich um grosse Felsbrocken, in welche von Menschenhand Vertiefungen geschlagen wurden, meist in Schalen-, hin und wieder aber auch in Kreuzform. Ganz ehrlich: Bis zu meiner Ankunft vor Ort hatte ich noch nie etwas von diesen Steinen gehört oder gelesen und hätte ich das nicht gelesen, so wäre ich sicherlich an allen diesen Steinen nichts ahnend vorbei gegangen, denn oft kann man jene Vertiefungen kaum erkennen, auch würde so ein Kulturbanause wie ich nie auf die Idee kommen, dass es sich bei jenen Vertiefungen um das Werk von Menschen handelt, zu ungleichmässig ist die Erscheinungsform jener Vertiefungen. Aber was sind nun Schalensteine? Es ranken sich zahlreiche Mythen um jene exponierten und von Menschen bearbeiteten Felsbrocken, gesicherte Fakten aber gibt es nur sehr wenige und obwohl einige jener Vertiefungen eine Kreuzform aufweisen, haben sie keinerlei direkte Verbindung zur christlichen Kirche (diese integrierte aber jene besonders markanten, als heidnisch geltenden Werke in die christliche Religion), oftmals sind jene Vertiefungen sogar um ein vielfaches älter, als die christliche Religion im Alpenraum. Schalensteine gibt es aber nicht nur in der Schweiz oder den Alpen, sondern auf der ganzen Welt. In Namibia existieren vergleichbare Steine, die vermutlich in der Steinzeit von Menschen bearbeitet wurden, der älteste Schalenstein in Europa, dem ein vermutetes Alter von 40.000 bis 70.000 Jahre zugeschrieben wird, findet sich im Südwesten Frankreichs bei La Ferrasie. Den meisten Schalensteinen kann kein genaues Alter und auch keine Funktion oder Bedeutung absolut eindeutig und schlüssig zugewiesen werden. Man nimmt an, dass die Mehrzahl der Schalensteine im Alpenraum zu Zeiten der Römer entstanden sind und Opferzwecken dienten, andere Thesen sehen in der Anordnung jener Vertiefungen Abbilder von Sternbildkonstellationen. Da sich viele jener Steine an Wegesrändern zwischen einer Ortschaft und einem Berggipfel finden, werden ihnen aber auch Wegweiser- oder Grenzstein-Funktionen zugeschrieben. Die Tatsache, dass es weltweit an die 71 verschiedene Deutungen der möglichen Funktion jener Steine gibt, verdeutlicht, wie wenig Fakten vorhanden sind. Schalensteine sind somit fast schon ein Mysterium!
360-Grad Ansicht:
Wenn Sie gedenken, Verdabbio, den Schalensteinen, dem Lagh di Cama oder den zwei sehenswerten Burgen im Tal einen Besuch abzustatten, so empfehle ich Ihnen dringend, gutes Schuhwerk mitzunehmen. Insbesondere in dem bereits erwähnten Wald sind die Wege zu den Schalensteinen als streckenweise sehr anspruchsvoll zu beschreiben, die entsprechende Markierung in Form jener drei waagerechten Balken in weiss-rot-weisser Form weisen auf den Schwierigkeitsgrad deutlich hin! Sollten Sie beabsichtigen, hier eine längere Zeit zu verbringen, so empfehle ich Ihnen wärmstens das Bed & Breakfast „Da Erminia“ im oberen Teil von Verdabbio! Wer auf Beton-Glas-Hotel-Luxus verzichten und sich mit einer gewissen Einfachheit arrangieren kann, ist hier – zu einem recht günstigen Preis – bestens aufgehoben. Es stehen verschiedene Zimmer mit unterschiedlicher Ausstattung zur Verfügung, die sanitären Anlagen befinden sich in gesonderten Räumen. Je nach Saison und Wetterlage wird das Frühstück von dem sehr freundlichen Personal auf der schönen Terrasse oder im Speisesaal serviert. Nahe liegender Weise wird in dieser Region vorzugsweise Italienisch gesprochen, denken Sie also daran, eine entsprechende „Übersetzungsapp“ zur Hand zu haben, wenn die Kommunikation etwas komplexer werden sollte, grundsätzlich aber kommt man hier auch mit Deutsch meistens weiter. An Wochenenden ist „Da Erminia“ meistens ausgebucht, planen Sie also entsprechend frühzeitig. Unter der Woche aber geht es hier herrlich ruhig zu. Wenn Sie also eine Zeit lang dem Gewirr der Stadt entrinnen und viel Ruhe weitab von anderen Menschen geniessen möchten, dann ist Verdabbio und „Da Erminia“ genau der richtige Platz für Sie. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (SBB und Postbus) ist Verdabbio von Zürich aus in knapp vier Stunden problemlos erreichbar, sollten Sie beabsichtigen, mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen, so gewöhnen Sie sich vorab an den Gedanken, Ihr Fahrzeug weiter unterhalb des schönen Ortskerns abzustellen und den Weg zu „Da Erminia“ zu Fuss zurück zu legen, Parkieren ist im alten Kern von Verdabbio oder in der Nähe von „Da Erminia“ (meines Erachtens dankenswerter Weise) nicht möglich.
360-Grad Ansicht:
