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In Bezug auf Motorrad-Aktivitäten war dieses Jahr – bitte entschuldigen Sie diesen derb-krachledernen Ausdruck – bisher gelinde gesagt beschissen. Über Wochen hinweg regnete es und die wenigen sonnigen Tage, die es zwischendurch hin und wieder hatte, musste ich arbeiten. Langsam aber sicher tigerte ich wie die eingesperrte Grosskatze im Zoo die Gitterstäbe auf und ab, aber dann sollte ich doch noch ein klein wenig Glück haben: Sehr sommerliche Temperaturen und mehrere Tage am Stück frei! Also suchte ich mir eine Ecke der Schweiz, die mir noch nicht sonderlich gut bekannt war, und düste endlich wieder mit meinem Rennesel durch die Gegend. Ich wollte es langsam angehen, zu lange war ich nicht mehr gefahren, war aus der Übung, abgesehen davon musste ich den Esel mal ordentlich durchpusten, ich hatte ihm zu viel Öl eingefüllt. Zu diesem Zweck hatte ich mir die Region des Solothurnischen Jura ausgesucht und dort unter anderem den Weissensteinpass. Obwohl der Kanton Solothurn unter Motorradfahrern nicht gerade für sehr lange und / oder besonders hoch gelegene Pässe mit überwältigenden Aussichten bekannt ist, kann man hier sehr viel Fahrspass erleben, diese Region ist gespickt mit sehr schönen Klein- und Kleinstpässen!
Praktisch keiner dieser Pässe ist von irgendeiner besonderen historischen Bedeutung, die meisten von ihnen sind neueren Baudatums, dafür kann man hier wunderbar „Genuss-Fahren“, wie ich das zu nennen pflege – und der Weissensteinpass ist ein Musterbeispiel für fahrerischen Genuss, stellenweise erinnerte er mich entfernt an Passagen in der französischen Ardèche und Provence. Der Pass führt von Gänsbrunnen nach Oberdorf, beide im Kanton Solothurn gelegen. Er stellt keine besonders hohen Anforderungen, Fahranfänger können hier auf ihre Kosten kommen und etwas üben. Obwohl die 10,2 Kilometer lange Strasse einspurig ist, wird es selten wirklich eng, problematischer aber sind Steigungen und Gefälle von bis zu 22 Prozent – und das sind nicht die steilsten Passagen in der Schweiz! Der Pass ist durchweg asphaltiert, einige wenige, relativ leicht zu meisternde Haarnadelkurven sind zu bewältigen, die Passhöhe liegt in einer solchen auf 1278 Metern über dem Meeresspiegel. Wirklich schön aber am Weissenstein ist, dass der grösste Teil dieses Passes fast vollständig durch Wälder führt (was wiederum bedeutet, dass es nur sehr wenige wirklich sehenswerte Aussichtspunkte gibt). Nicht weit entfernt von der Passhöhe gibt es den üblichen touristischen Schnickschnack in Form von Hotel, Restaurant etc. ppp. mit (angeblich) fantastischer Aussicht auf das Umland. Ich habe das nicht nachgeprüft, entsprechend existieren keine Fotos von diesem Konstrukt, da waren mir einfach zu viele Menschen unterwegs. Apropos „Menschen“: Viel Verkehr in Form von Motorfahrzeugen muss man nicht erwarten, dafür umso mehr Wanderer und Velofahrer. Passen Sie also Ihre Fahrweise entsprechend an. An Sonn- und Feiertagen sollten Sie den Weissenstein auch nicht befahren, dann ist dieser schöne Pass von 9 bis 16 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Wenn Sie in dieser Gegend unterwegs sein sollten, dann empfehle ich Ihnen noch insbesondere den Balmberg-Pass, der nicht weit entfernt liegt – aber um diesen zu bewältigen, müssen Sie Motorrad fahren können, der Balmberg ist von einer ganz anderen Natur!
