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Die Schweiz hat so unendlich viele schöne Flecken zu bieten, aber einer, von dem ich meine, dass man ihn unbedingt gesehen haben muss, ist der Chasseral, ein sehr markanter Gebirgszug im Berner Jura – und wo ein Gebirge ist, ist meistens ein Pass auch nicht fern! Der Chasseral-Pass (Col du Chasseral) ist obendrauf auch noch einer der schönsten Pässe, die ich bisher befahren habe, selten habe ich eine derart schöne und vor allem abwechslungsreiche Landschaft, die mich zuweilen entfernt an die schottischen Highlands erinnert, zu Gesicht bekommen! Oben angekommen hat man bei guten Wetterlagen eine fantastische Aussicht auf den Bieler- und den Neuenburger See, manchmal sogar bis zu den Hochalpen! Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie Motorrad-Fahren lieben und ein wirklich schönes Ziel suchen, dann können Sie mit dem Chasseral und dem gleichnamigen Pass nichts falsch machen! Dieser Pass hat einige Haarnadelkurven, sowie jene eigenartigen Kuh-Gitter in der Fahrbahn, vollends anspruchslos ist er also nicht, dennoch kann ich den Chasseral auch all denjenigen empfehlen, die ihre Anfängerkünste ausbauen wollen. Mit der üblicherweise notwendigen Vorsicht muten Sie sich nicht zu viel zu und Sie werden auf der Passhöhe für Ihren Mut belohnt! Wenn Sie dort oben angekommen sind, machen Sie ruhig den Abstecher zum Passhotel (mit dem riesigen Parkplatz…). Hier oben können Sie jene bereits erwähnte Aussicht in vollen Zügen geniessen, gewöhnen Sie sich aber an den Umstand, dass vor allem an Wochenenden sich hier oben all das sammelt, was Räder hat. Wer all das lieber in Ruhe geniessen möchte, sollte also eher unter der Woche den Chasseral befahren, wenn Sie aber lieber fachsimpeln, dann fahren Sie eben an einem Wochenende hier hinauf.
Der Pass an sich ist nicht übermässig fordernd, hat aber hier und dort so einige Passagen, die nicht vollends banal sind. Die Haarnadelkurven sind relativ gut einsehbar, lediglich in den bewaldeten Passagen auf der Seite hinab zu den beiden genannten Seen sollte man diese etwas vorsichtiger angehen. Achten Sie in diesem Teilstück hinab von der Passhöhe hinunter bis zu den Seen vor allem auf jene Markierungen auf der Fahrbahn, die Gully-Deckel ankündigen. Diese direkt zu überfahren (und nicht zu umrunden), gleicht hier und da der Befahrung eines gediegenen Schlagloches in der Fahrbahn. Generell ist dieser Pass gut befahrbar, allerdings ist die Seite von Les Savagnières bis hinauf zur Passhöhe schmal, ein PW und ein Motorrad kommen meistens gut aneinander vorbei, kurvt da allerdings ein kleineres Wohnmobil herum, freut man sich über breiter angelegte Ausweichstellen. Von der Passhöhe hinunter zu den Seen ist der Fahrbahnzustand nicht ganz so gut, wie auf der anderen Seite, passen Sie also Ihre Geschwindigkeit etwas an. Nehmen Sie auf dem Chasseral auch Rücksicht auf alle anderen! Hier gibt es nicht nur Wanderer und viele Velo-Fahrer, sondern auch zahlreiche andere motorisierte Zwei- und Vierrad-Artisten mit Maschinen aller erdenklicher Bauarten, die entweder ein sicheres und vorausschauendes Fahren noch nicht beherrschen oder aber sich nicht viel darum scheren, was sicheres Fahren generell bedeutet. Ansonsten dürfen Sie einen 15,8 Kilometer langen Pass mit maximal 11 Prozent Steigung / Gefälle geniessen, der immerhin auf 1548 Meter über den Meeresspiegel führt und nicht nur auf der Passhöhe, sondern auch an zahlreichen anderen Stellen eine herrliche Aussicht auf das so schöne Umland bietet. Wenn Sie schon in dieser Gegend herum düsen, dann können Sie den Chasseral gut mit dem Mont Crosin und dem Col des Pontins verbinden, aber auch sonst lohnt es sich, in jener Gegend einfach mal aufs Blaue hinaus über die zahlreichen kleinen Strassen zu brettern, so manches Mal können Sie bei guten Wetterlagen fantastische Aussichten auf den Bieler- und den Neuenburger See geniessen!
