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Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Perroude du Vaud / Marchairuz kein Pass im klassischen Sinne ist, auch wenn er gewisse Parallelen zu klassischen Pässen aufzuweisen hat: Er führt von A nach B über (nun ja, nennen „wir“ es) einen Berg, wird irgendwann aus was für Gründen auch immer mindestens einmal im Jahr geschlossen und hat ein paar Haarnadelkurven. Aber mal ehrlich: Biegt man auf einem klassischen Pass ab? Eben. Und genau das macht diesen Pass zu einem Geheimtipp! Ich hatte selten derart viel Freude am Motorrad-Fahren, wie auf diesem Pass – auch wenn ich mich auf jenem ziemlich gründlich verfahren habe! Warum das? Der Perroude du Vaud besteht weitestgehend aus Forst- und Landwirtschaftswegen. Hier gibt es – bestenfalls – nur Wegweiser für Wanderer, nicht aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Nicht ohne Grund hatte ich mich vorbereitet, hatte Navigationshilfen aller erdenklicher Art mitgenommen, ich ahnte noch vor Antritt jener Befahrung, dass das keine ganz banale Sache werden würde. Um Sie zu beruhigen: In Bezug auf die technischen Anforderungen ist der Perroude du Vaud / Marchairuz eine allemal machbare Angelegenheit. Dieser 19,9 Kilometer lange Pass, der bis auf 1378 Meter über den Meeresspiegel klettert, stellt keine übermässig grossen Anforderungen, weder an Mensch, noch an Maschine – wenn man nicht wie eine von einer Tarantel gebissene besengte Sau am Gashahn drehen möchte. Der Perroude du Vaud ist eine Genuss-Sache, eine der schönsten, die mir bisher unter die Räder gekommen ist! Den grössten Teil der Strecke bewegt man sich durch Waldgebiete, in den oberen Höhenlagen rund um den Passgipfel, auf welchen nur durch eine Wanderweg-Markierung hingewiesen wird, durch Landschaften, die an die Highlands in Schottland oder die Hochebenen des Zentralmassivs in Frankreich erinnern. Unter der Woche ist hier oben so gut wie nichts los! „So gut wie“ bedeutet Landwirtschaftsfahrzeuge, die unter Umständen breiter sind, als der befahrene Weg. Da müssen Sie als Motorrad-Fahrer Platz machen. Aber sonst? Kein Schwein zu sehen!
Die Strasse ist durchweg asphaltiert, mal breiter, mal schmaler. Man hat sehr viele Foto-Motive, sehr viele Möglichkeiten, anzuhalten und zu geniessen. Aber man hat auch sehr viele Möglichkeiten, sich zu verfahren. Wie bereits angemerkt gibt es auf dem gesamten Pass keinerlei Hinweise darauf, welches das nächste Ziel sein könnte und welchen Namen jenes tragen wird, geschweige denn, in welche Richtung man sich bewegen sollte. Je nachdem, von welcher Seite Sie den Perroude du Vaud / Marchairuz zu befahren gedenken, geben Sie im Schlimmsten Falle „Marchairuz“ oder „Le Bressus“ als Zielort in Ihr Navi ein (oder suchen nach jenen Ortsnamen in einer Karte Ihrer Wahl). Sollten Ihnen Menschen begegnen, zögern Sie nicht, zu fragen! Auch wenn Sie der französischen Sprache nicht mächtig sein sollten, so ist man hier vor Ort sehr bemüht, zu helfen. Ansonsten empfehle ich Ihnen, erst einmal auf einer Karte nachzusehen, bevor Sie wohin auch immer abbiegen… Aber wenn Sie sich da oben schon verfahren sollten, so kosten Sie das aus! Diese Region des Waadtländer Jura-Parks (Parc naturel régional du Haut-Jura) ist für meine Begriffswelt schlichtweg eine der schönsten, die die Schweiz zu bieten hat. Der Perroude du Vaud ist einer der wenigen Pässe, von denen ich meine, dass man sie befahren haben sollte. Was für eine wunderschöne, friedliche und vor allem ruhige Ecke!
