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Seitdem ich vor sehr, sehr vielen Jahren eine Backpacker-Tour durch die Türkei unternahm, bin ich mir bewusst, wie wertvoll ein guter Rucksack ist! Ein minderwertig konzipiertes Modell, falsche Beladung und noch viele andere Aspekte können einem schnell die Lust am Streunen verderben und nach meinen beiden ersten Schneeschuh-Touren stand für mich fest, dass ich ein anderes Modell benötigte, als welches ich bis anhin eingesetzt hatte: Eine Art „Fan“-Rucksack „meiner“ Jungs von „Rammstein„. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Das Rammstein-Modell ist ausgesprochen hochwertig und ganz abgesehen davon machte es mir einfach Spass, mit dem Titel „Ohne Dich“ im Ohr über die Rigi zu stapfen, es passte einfach zu gut! Aber das gute Ding geriet an verschiedene Grenzen, die ich mit meinen kommenden Unternehmungen aus der Welt schaffen wollte und so stolperte ich im Online-Auktionshaus meines Vertrauens über ein Modell der Schweizer Firma „Mammut“, den „Nirvana Ride 30“. Man sollte nicht am falschen Ende sparen und ja, ich gebe durchaus zu, dass ich bis zu einem gewissen Grade ein „Marken-Scheisser“ bin, aber nach verschiedenen Erfahrungen mit Produkten, die zwar in etwa das Gleiche versprachen, wie die namhafter Hersteller, aber deutlich „günstiger“ sind, gehe ich keine Kompromisse mehr ein. Ich mag Produkte, die durchdacht und auf lange Lebensdauer ausgelegt sind. Ich besitze immer noch den Rucksack, mit welchem ich vor über 30 Jahren durch die Türkei tourte (und kein Produkt aus der Schweiz ist!) – aber für eher kurzzeitig angelegte Streunereien ist der einfach zu gross! Der „Rammstein“-Rucksack wird von mir nunmehr auch nur noch höchst selten verwendet. Mal schauen, was ich mit dem mache…
Der alte Rucksack der Firma „Lowe“, welcher mich schon um die halbe Welt begleitet hatte, legte aufgrund ausnahmslos guter Erfahrungen bis zu einem gewissen Grade fest, wie in etwa der Rucksack beschaffen sein sollte, mit welchem ich zukünftig zwei- bis viertägige Ausflüge unternehmen wollte. Folgende Vorgaben sollte das gewünschte Modell erfüllen:
- Viele Befestigungsmöglichkeiten für Material aller Art
- An die eigene Ergonomie anpassbares Gestell und Hüftgurt
- Genügend Stauraum, möglichst vielfältig unterteilt
- Mit Handschuhen unterschiedlichster Art bedienbar
- Für alle Jahreszeiten geeignet
- Insbesondere für die Befestigung von Schneeschuhen, Gehstöcken und ggf. mehreren Stativen geeignet
- Muss mindestens eine Solo-Campingmatte, eine Outdoor-Daunendecke, einen Notfallschlafsack („Bivvy-Bag“) und einen Kompressionssack aufnehmen können, ohne allzu viel Platz zu verbrauchen
- Luxus: Noch genug Platz für einen tragbaren Lautsprecher
Auf ein paar Aspekte dieser Auflistung möchte ich näher eingehen. Praktisch jeder Rucksack – abgesehen von jenen eher „urban“ ausgelegten Modellen – bietet die Möglichkeit, etwas an der Aussenfläche zu befestigen. Wenn man nicht lange unterwegs ist, mag es einen selbst nicht stören, wenn da was auch immer herum baumelt (im Sinne von „herum schwingt“), aber es geht sich deutlich angenehmer, wenn da nichts baumelt, sondern fest verbunden ist, die eigenen Bewegungen uneingeschränkt mitmacht. Die meisten Rucksäcke, die ich bisher in freier Wildbahn gesichtet habe, legen ihre Last einzig auf den Schultern ab und hängen oftmals viel zu tief. Lange kann man da insbesondere bei Verwendung von Gehstöcken nicht ohne Ermüdungserscheinungen herum düsen. Ein guter Rucksack kann jederzeit ohne grossen Aufwand verstellt, der Auflagepunkt für die Hauptlast verändert werden. Somit kam für mich nur ein Modell in Frage, welches auch über einen vernünftig dimensionierten Hüftgurt verfügen würde, um die Last „mal eben“ von den Schultern auf die Hüften umzuleiten (und gleichzeitig den Rücken auch mal durchlüften, abkühlen zu können). Zugegeben: 30 Liter Packvolumen mögen als „nicht viel“ erscheinen, aber ist man in der Lage, sich selbst ein wenig zu hinterfragen und einzuschränken, braucht es wirklich nicht viel mehr. Somit landete ich bei jenem hier beschriebenem Modell, welches nicht nur auf den ersten Blick, sondern auch nach eingehender eigener Erfahrung sich als das Modell qualifizierte, auf welches ich nicht mehr verzichten möchte. Was den Punkt „Luxus“ anbelangt: Sicherlich ist das nicht lebensnotwendig, aber manchmal hatte ich das nahezu zwingend anmutende Bedürfnis, in Bus, Tram oder Bahn Till Lindemanns „Ich hasse Kinder“ abzuspielen, hier oder dort in freier Wildbahn aber auch Rammsteins „Ohne Dich„. Wer mich kennt, wird wissen, was ich damit meine und warum ich zuweilen das Bedürfnis nach solchen „Dingen“ habe… In Bezug auf meine „Notfallausrüstung“ möchte ich anmerken, dass ich zumindest bis zu einem gewissem Minimum vorbereitet sein möchte. Auch wenn ich mich nicht in Gegenden herum treibe, in welchen „Lawinen“ ein Thema sind oder werden könnten, so möchte ich einfach nicht ohne irgend etwas da stehen, wenn mir einmal etwas zustossen sollte. Ein Bivvy-Bag in leuchtendem Orange ist diesbezüglich ein Muss – für meine Begriffswelt.
Um das vorweg zu nehmen: Dieses Modell ist bestenfalls nur noch bei sehr wenigen Anbietern verfügbar, zu dem Zeitpunkt, als ich es erwarb, war es bereits nur noch als „Restposten“ im jeweiligen Sortiment aufgelistet, so ist das nun einmal, aber mit ein wenig Glück bietet irgendwer dieses Modell zu einem sehr deutlich reduzierten Preis eben jene Ladenhüter noch irgendwo an und so kam ich zu einem wirklich gutem, im Preis über 70 Prozent reduziertem Rucksack, an welchem ich sehr grosse Freude habe! Gut, ich konnte nicht wählerisch sein, ich musste nehmen, was vorhanden war und so griff ich zu der Farbe, die mal sowas von gar nicht meins ist: An „schreiend“ erinnerndes Zitronengelb – statt Schwarz. Aber wie der menschliche Geist nun einmal dazu neigt, Kompromisse in Gewinne umzumünzen, redete ich mir ein: „Ist ok, solltest Du mal „da draussen“ auf halbem Wege stecken bleiben, so sieht man dieses spezielle Gelb dann doch weitaus besser, so rein „Signalwirkungstechnisch“. Wussten Sie, dass zahlreiche Wasserlebewesen die Farbe Gelb meiden wie der Teufel das Weihwasser? Auch Haie? Nun wissen Sie es und nein, der Nirvana Ride 30 ist nicht zum Tauchen geeignet! Auch wenn dieses Modell dezidiert für Free Rider, Ski-Tourengänger und andere Schneesport-Fanatiker konzipiert ist, so eignet sich das Ding auch sehr gut für den normalen Alltag. Ein „Feature“, wie man das so schön neudeutsch nennt, ist sicherlich für jene genannten Sportler gedacht, wird aber von mir wohl nie genutzt werden: Die äussere Tasche ist speziell für Lawinenrettungsgerätschaften vorgesehen. Da ich nicht vor habe, mich in entsprechenden Regionen zu bewegen, werde ich dieses Fach wohl anderweitig nutzen. Kleine Anmerkung: In jenem Fach ist noch eine Art Checkliste aufgedruckt, was man alles mit sich führen sollte, wenn man sich in solchen Gefahrenregionen bewegt. Allerdings ist das derart klein gedruckt, dass zumindest ich es nicht ohne Brille lesen kann. Grundsätzlich reicht mir für meine Ausflüge eine mit Wasser gefüllte Flasche von Sigg, dennoch habe ich mir ein für diesen Rucksack passendes Trinksystem zugelegt, denn manchmal ist es einfach nervig, erst den Rucksack ablegen zu müssen, um an etwas Wasser zu gelangen. Abgesehen von Schneeschuhen (bis zu zwei Paare) lassen sich auch Skier und Snowboards montieren, bei Bedarf auch diagonal.
Nach einem ersten längeren Gebrauch kann ich nunmehr aus eigener Erfahrung schreiben, dass dieser Rucksack meine Anforderungen vollumfänglich erfüllt und er sicherlich auch bei „normalen“ Tagesausflügen zum Einsatz kommen wird. Trotz vergleichsweise hoher Zuladung fiel er mir nie zur Last, mehrmaliges Umstellen der Lastverteilung verhinderte entsprechende Folgeschäden. Für Kurzreisen über ein bis drei Tage bietet er allemal genügenden Stauraum, lediglich das Mitführen von Kameras muss ich noch ein klein wenig überdenken und mir dafür etwas einfallen lassen – aber dafür war und ist dieser ansonsten sehr gute Rucksack von Anfang an nicht konzipiert gewesen. Ein sehr durchdachtes und praktisches Modell, auf Verdacht erworben und rundherum für „gut“ befunden!
