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Pfäffikon SZ – Etzel – Einsiedeln: GPX | PDF
Länge: 9,58 Kilometer
Höhenunterschied: 315 Meter
(?)
Ursprünglich hatte ich eine andere Route im Sinn, als ich dieser Tage endlich bei schönstem Wintersonnenwetter aufbrach, um etwas Kraft und Ruhe zu tanken: Am Fusse des Berges „Etzel“ eine lang gezogene Runde auf dem nahe gelegenen Berggrat ziehen und dabei die Aussichten auf den Zürisee und das Sihlsee-Gebiet geniessen. Statt dessen ging es auf weiten Teilen des „Jakobsweges“ (ein Pilgerweg) gute zwölf Kilometer von der Passhöhe des Etzels bis nach Einsiedeln und es hat sich für mich gelohnt!
Innerhalb knapp einer Stunde geht es mit der Bahn von Zürich bis nach Pfäffiikon im Kanton Schwyz, von dort aus ein paar wenige Stationen mit dem Postbus bis zur Haltestelle „Abzweig Etzelpass“ und von dort aus zu Fuss recht steil bergauf bis zur Passhöhe, wo die kleine Kapelle und das Gasthaus St. Meinrad über der Landschaft thronen. Auf dieser Strecke überwindet man an die 190 Höhenmeter, so „wild“ ist diese Angelegenheit also nicht, aber es zieht sich hin, daher empfehle ich, den Weg bei Pfäffikon zu beginnen und nicht umgekehrt, da der steilste Aufstieg zwischen Pfäffikon und dem Etzel liegt, ganz im Sinne von „lieber am Anfang die Arbeit und dann das Vergnügen“. Grosse Teile der Strecke verlaufen entlang asphaltierter Strassen, andere wiederum mehr oder minder querfeldein, daher ist die Auswahl des Schuhwerks dieser Tage keine banale Angelegenheit. Vor allem in den Waldregionen am Etzel sind die Wege, die parallel zur Passstrasse verlaufen (und daher allemal sehenswerter sind) nicht nur verschneit, sondern auch über weite Abschnitte hinweg vereist. Da würden sicherlich sehr stabile Wander- und auch Schneeschuhe Sinn machen, jedoch sind diese auf den Strassen alles andere als förderlich. Im schlimmsten Falle muss man häufig zwischen normalem Schuhwerk und Schneeschuhen wechseln. Vielleicht würden in diesen Wintertagen Eiskrallen mehr Sinn machen, aber ich besitze solche nicht, daher kann ich auch nichts über Erfahrungen hierzu schreiben.
Man bewegt sich hier in einer historisch gesehen höchst interessanten Ecke der Schweiz! Wie bereits angemerkt wandelt man über weite Strecken hinweg auf einem der zahlreichen „Jakobswege„, darüber hinaus in einem überwiegend katholischem Kanton, somit ist der Weg ab dem Etzelpass regelrecht gepflastert mit entsprechenden Insignien zu dieser Thematik. Auf der Passhöhe des Etzels soll um 828 nach Christus der heilige St. Meinrad gelebt haben, welchem zum Gedenken die kleine Kapelle geweiht ist. Das direkt daneben errichtete Gasthaus hat seinen Ursprung in einem Pilgerhaus, eine Art Schutzunterkunft, welche im 14. Jahrhundert nach Christus erbaut wurde. Nicht weit von der Passhöhe entfernt kreuzt man die Sihl. In dem Haus an dem einen Ende der Brücke in dem kleinen Örtchen Egg ist 1493 kein geringerer als Paracelsus geboren worden, seines Zeichens Arzt, Naturphilosoph, Alchemist, Laientheologe und Sozialethiker. Ansonsten finden sich am Wegesrand bis Einsiedeln verschiedene Unterstände, Brunnen und natürlich Kruzifixe in allen erdenklichen Formen und Darstellungsgrössen. Aber am Etzel finden sich auch Relikte aus jüngerer Zeit: Eine massive Panzersperre mit dazu gehörigen Bunkern sollte möglicherweise einfallende deutsche Truppen im zweiten Weltkrieg davon abhalten, in die Region um den als Wasserreservoir wichtigen Sihlsee herum einzufallen, ähnliche Konstrukte finden sich auch am Ortseingang von Einsiedeln.
Ab der Brücke bei Egg kann man entweder weiter auf der alten Etzel-Passtrasse laufen oder aber abbiegen und eine längere Passage querfeldein entlang der Sihl wandern. Hier den Verlauf des Weges zu erkennen, ist nicht immer einfach, halten Sie Ausschau nach jenen gelben Rauten, die auf Baumstämme aufgepinselt wurden. Sie werden entschädigt mit höchst romantischen Ansichten des Sihl-Tales und sich weitestgehend selbst überlassenen Waldgebieten! Diese Strecke ist nicht als dezidierte Schneeschuh-Wanderroute ausgewiesen, dennoch macht es dieser Tage durchaus Sinn, hier auf diese Dinger umzusteigen, Ihre Bein- und Fussgelenke werden es Ihnen danken. Irgendwann gelangt man wieder zu einer schmalen Strasse, von hier an bewegt man sich nahezu ausschliesslich auf asphaltierten Wegen entlang des Sihl-Stausees bis nach Einsiedeln, dem kleinen Ort mit seinem weltbekannten Kloster. Von hier können Sie wieder mit der Bahn (Südost-Bahnen) bis nach Wädenswil und von dort mit den SBB nach Zürich oder anderswo zurück fahren. Je nach Kondition benötigen Sie bei gemütlicher Gangart für die gesamte Strecke in etwa vier Stunden, somit sollten Sie in diesen Wintertagen ein klein wenig Ihre Startzeit im Blick haben. Ich gehe davon aus, dass der Rundwanderweg am Fusse des Etzels in etwa gleich viel Zeit in Anspruch nimmt. So oder so lohnt es sich auch jetzt im Winter, diese Region zu Fuss zu erkunden. Die verschneite wilde Natur am Etzel hat so schöne und romantische Ansichten zu bieten!
