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Bei meinen Streunereien habe ich mir so manches Mal gewünscht, ich könnte etwas aus einem ganz bestimmten Blickwinkel ablichten – nur war leider oftmals der Blickwinkel, der mir vorschwebte, unerreichbar. Stichwort „vorschwebte“: Ein „neuer“ Begleiter musste her!
Vor mehr als fünf Jahren beschloss ich, mich mit einer Technik auseinander zu setzen, die bis zum heutigen Tage so gar nicht meins war: „Drohnen“. Um es kurz zu machen: Bis zum heutigen Tage ist keine mir bekannte Drohne in der Lage, Fotografien in der Qualität zu machen, die ich zwingend voraus setze. Aber für Video reicht es mir allemal, was diese Dinger können und nein, in diesem Metier muss ich nicht die beste Technik besitzen, Fotografie wird mir immer lieber und wichtiger sein, als Videografie. Somit erwarb ich im Laufe der Jahre drei Drohnen, von denen zwei recht schnell ihren Besitzer wechselten oder aber im Mülleimer landeten. Vor gut zwei Jahren erwarb ich eine „GoPro Karma„-Drohne in gebrauchtem Zustand (ich kaufe nur sehr selten Technik neu…). Die mit dieser Drohne verwendeten Kameras hatte ich zuvor bereits viele Male an meinem Eseli montiert und mit ihnen meine Passfahrten über Schweizer Alpenpässe fest gehalten. Es erschien mir sinnvoll, nicht ein anderes System zu erwerben, sondern eines, welches ich bereits grundlegend kannte. Die „GoPro Karma“ mag alles andere als „aktuell“ erscheinen, Sie ahnen gar nicht, wozu neuere Modelle in der Lage sind – aber für meine Ansprüche reicht sie allemal. Und sie ist – bis zu einem gewissen Grad – wirklich „Idioten-sicher“! Aber ich hatte und habe vor diesen Dingern einen sehr grossen Respekt. Es sollte gute zwei Jahre dauern, bevor ich zum ersten Mal in meinem Leben aktiv selbst eine Drohne fliegen lassen sollte, aber immerhin erwarb ich in jenen zwei Jahren zusätzliche Akkus und Ersatzpropeller (ich bin Realist…), um im Bedarfsfall genügend Reserven zur Verfügung zu haben. Heute, am 28. März 2022 war es nun so weit, ausgestattet mit Energie für bis zu maximal einer Stunde Flug- und Aufnahmezeit und acht Ersatzpropellern belud ich mich selbst und mein Eseli und begab mich in das Fricktal, an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland gelegen, um meine ersten Flugversuche zu beginnen. Ich raffte all meinen Mut zusammen und liess dieses Ding steigen. Wieso „Mut“?
Diese Dinger sind alles andere als banal in ihrer Handhabung – zumindest für mich. Ich möchte von mir behaupten, dass ich ein sehr gutes Orientierungsvermögen und einen ausgesprochen guten Sinn für Dimensionen habe, sowie über eine gesteigerte „Feinfühligkeit“ in Bezug auf Handhabung von was auch immer verfüge. Aber ich muss immer selbst fühlen, hören und sehen, was ich selbst mache, um zu erreichen, was ich erreichen möchte. In Bezug auf das Sehen ist die GoPro Karma für mich ideal, der Bildschirm der Steuerungseinheit zeigt mir, was die Kamera einfängt. Aber die Steuerung! In meinem Beruf als Tram-Chauffeur bin ich es gewohnt, dass mich die Gleise in die Richtung bewegen, die ich fahren soll, ich muss mich „nur“ auf die Geschwindigkeit, bestimmte Vorgaben und natürlich all die „liebenswürdigen potentiellen Selbstmörder“ da draussen konzentrieren und im Bedarfsfall rechtzeitig reagieren (was für sich genommen in diesem Beruf alles andere als banal ist!). Ich sehe, höre UND fühle, was das Tram macht. Ähnlich bei meinem lieben Freund „Eseli“: Motorrad-Fahrdynamik ist eine spezielle Angelegenheit, einen PKW zu fahren, empfinde ich als langweilig. Aber eine Drohne steuern? Gut, überhören kann man diese Dinger nun wahrhaftig nicht, aber mir fehlt das „Feedback“ der Steuerung, abgesehen davon hatte ich einige Startschwierigkeiten mit diesem Ding, weil ich nicht in jener Drohne selbst sass. Ich musste erst lernen, dass die Kamera der Drohne – wie meine Fotoapparate – eine Art von „entferntem“ Auge ist. Ich lernte heute einiges über mein eigenes räumliches Wahrnehmungsvermögen neu. Das mag jüngere Leser dieses Beitrages sehr amüsieren, aber ich sage Euch: Auch Ihr werdet älter und werdet fest stellen, dass irgendwann nicht mehr alles so funktioniert, wie Ihr das von früher her kanntet!
Natürlich muss man (auch) in der Schweiz zahlreiche Vorgaben beachten, bevor man ein solches Ding steigen lassen darf. Selbstverständlich bemühte ich mich, jene Vorgaben zu erfüllen! Ich habe nunmehr nicht nur Landkarten bei mir, die mir mögliche schöne Routen zeigen, sondern auch solche, die Aufschluss darüber geben, ob eine Drohne überhaupt aufsteigen darf. Einflugschneisen von Flughäfen, militärische Anlagen, Naturschutzgebiete: Die Schweiz ist stark zersiedelt, aber man darf tatsächlich noch hier und dort so ein Ding fliegen lassen. Ich packte den ganzen „Schamott“ zusammen und fuhr mit Eseli los. Im Fricktal entdeckte ich ein Areal, welches mir geeignet erschien, stellte Eseli ab, packte den notwendigen Kram aus, überprüfte, ob man überhaupt hier fliegen darf, stellte sicher, dass keine Greifvögel oder Krähen da oben herum flogen (die gehen gerne auf Drohen los…) und lernte „fliegen“. Nein, sicherlich werde ich dieses Ding nicht immer mit mir herum schleppen, aber wenn ich ein bestimmtes Ziel ansteuern sollte, an welchem mir der Einsatz von dieser Drohne sinnvoll erscheint, dann werden Sie es hier zu sehen bekommen. Im nachfolgenden Film sehen Sie die allerersten Aufnahmen, die ich nicht nur mit jener Drohne, sondern überhaupt mit einer Drohne gemacht habe. Ich bin doch ein klein wenig stolz darauf, dass weder die Drohne, noch was sonst auch immer bei jenem ersten Flugversuch Schaden genommen hat.
