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Es mag auf den ersten Blick etwas irritieren, warum ich einen Beitrag zu meiner eigenen Abstammung hier hinterlasse (und diesen auch noch unter „Ausstattung & Technik“) einordne, aber in gewissem Sinne passt die Thematik „Die eigenen Gene“ sogar sehr gut zur anderen Thematik „Streunereien“. Aber lesen Sie selbst… Bereits vor langer Zeit erlag ich einer jener typischen Werbeanzeigen auf einer „Social Media Platform“, welche damit warb, mehr Aufschluss über die eigene Abstammung zu geben, indem man einen Abstrich bei „myheritage.ch“ zur Untersuchung einreicht. Aus blanker Neugier erwarb ich das dafür notwendige Set, machte den Abstrich und reichte ihn zur Analyse ein. Nicht, dass mich das Ergebnis sonderlich überrascht hätte, dennoch amüsierten mich einige Aspekte der grundlegenden Analyse. Sie kennen ja sicherlich solche Sprüche wie: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ oder „das hat er von seinem Vater“ oder „typisch er / sie“. Die wahren Streuner auf diesem blauen Planeten sind die eigenen Gene! Ich habe von Naturwissenschaften im Allgemeinen, sowie von Biologie und Genetik im Speziellen nie viel verstanden, das war und ist mir oft zu abstrakt, dennoch wollte ich etwas mehr heraus finden, woher meine Gene überwiegend her kommen, wie sie sich ethnisch zusammen setzen und ob vielleicht diese oder jene Eigenschaft oder Eigenart an mir vielleicht dem Einfluss gewisser Gen-Teile zu verdanken ist, wie zum Beispiel mein Hang, gerne herum zu streunen und zu entdecken. Natürlich sind meine nachfolgenden Interpretationen reichlich fragwürdig und sicherlich nicht einmal im Ansatz wissenschaftlich vollkommen absicherbar, dennoch musste ich bei dem einen oder anderen Aspekt ein klein wenig schmunzeln.
Europa war und ist Durchmarschgebiet für Gene aus allen Ecken der Welt. Allein die zahllosen Kriege, die sich auf diesem Kontinent abgespielt haben (und derzeit leider wieder abspielen), die Völkerwanderung, die Pest, Abwanderung aus sozial schwachen Regionen, Veränderungen im politischen Machtgefüge und zahllose weitere Ereignisse haben für eine gründliche Durchmischung der Gene gesorgt. Ich habe es ja schon immer gewusst: Es gibt einfach nicht „DEN“ echten Eidgenossen, „DEN“ echten Deutschen, „DEN“ echten Engländer, Serben, Italiener, Franzosen, Kroaten oder was auch immer. Wir alle sind das Ergebnis von genetischen Vermischungen, denen es gelinde gesagt vollkommen scheiss egal war und ist, in welcher Nation sie wann auch immer mal vermischt wurden. Nationalismus ist nicht genetisch bedingt, sondern bestenfalls Ausdruck eines reichlich fragwürdig denkenden Gehirns, Ende der Diskussion. Sollte dieses Denken aber vielleicht doch genetisch vererbbar sein (was ich nicht hoffe), dann hätte zumindest ich eine Erklärung dafür, warum es mir immer egal war, woher jemand kommt. In erster Linie ist ein Mensch für mich ein Mensch. Nicht Deutscher, Eidgenosse, Franzose, Albaner, Kroate oder was auch immer. Ich selbst bin ein typisch europäisches Gen-Konstrukt. Daher wunderte es mich absolut nicht, dass ich mich vorwiegend aus vier grossen genetischen Gruppen zusammen setze, die allesamt um meinen Geburtsort Berlin herum angeordnet sind, von „MyHeritage“ als 1.) Nord- und Westeuropäer 2.) Balkanbewohner 3.) Ire, Schotte und Waliser sowie 4.) Balte eingestuft. Was mich allerdings wunderte: Den zweitgrössten Einfluss auf meine eigenen Gene hatten irgendwelche Gene aus dem Balkan! Vielleicht ist das die Erklärung dafür, warum ich schon seit langer Zeit plane, mal mit Eseli dort in diese Region zu fahren, der Balkan interessiert mich sehr! Aber woher dieser Einfluss genau kommt? Vielleicht sollte ich mal ein paar noch lebende Verwandte danach befragen… Weniger gewundert hatte mich die Kombination der Balten und der Iren, Schotten und Waliser. Ich war einige Male in Grossbritannien unterwegs, ich mag dieses renitente Inselkonstrukt irgendwie sehr. Aber die baltischen Staaten? Noch nie gesehen! Vielleicht waren es Seefahrer oder Händler aus den beiden genannten Regionen, die vor sehr langer Zeit sich in mein Erbgut mischten? Keine Ahnung – aber sehr viel Raum für Spinnereien im eigenen Kopf! Und neue Reisepläne!
Man kann Stunden auf der Webseite von MyHeritage verbringen, bei Bedarf sogar intensiver nach Verwandten suchen und auch Kontakt aufnehmen, Stammbäume erstellen und und und aber dazu habe ich weder Zeit, noch Geduld. Und nein, ich werde nicht in die Arktis oder nach Französisch-Polynesien reisen, nur weil dort ein winziges Stück von einem Gen Ähnlichkeit mit einem winzigen Stück von einem meiner Gene hat. Aber ich bin mir relativ sicher, dass ein Teil meines Hanges, die Welt zu erkunden, durchaus auch genetisch bedingt sein dürfte. Aber wer da aus der ehemaligen K & K Monarchie Österreich-Ungarn oder noch tiefer im Balkan-Raum in den Genen meiner Vorfahren herum gepfuscht hat, das finde ich doch noch höchst interessant! Vielleicht erklärt dieser Einfluss meinen Sinn für eher „scharfes“, aber auch bodenständiges Essen…
