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Auch wenn das Appenzeller-Land (zusammengesetzt aus den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Appenzell-Ausserrhoden) eine je nach Tages- und Jahreszeit ausgesprochen düstere Ecke sein kann, so liebe ich insbesondere diese Ecke der Schweiz zum Motorrad-Fahren sehr. Wäre ich Mitarbeiter von einem imaginären „Appenzell Tourismus“, so würde ich den Slogan:
„Wir haben nicht nur hervorragende Milch und ein fantastisches Bier, sondern auch die glücklichsten Motorrad-Fahrer!“
erfinden. Ja, ja, ist ja gut, Werbung war immer ein Thema für sich und wird es auch immer bleiben. Ob einem selbst das umworbene Produkt auch wirklich so gefällt, wie es angepriesen wird, ist letztlich immer Geschmackssache, aber mich, der nicht einmal in einem dieser beiden Kantone lebt, macht die Ecke wirklich zu einem zumindest zweitweise glücklichen Motorrad-Fahrer, denn hier liegen zahlreiche wunderschöne kleinere Pass-Strassen dicht beieinander, zu denen auch der Tüfenberg gehört. Wenn dann auch noch die Wiesen im saftigsten Grün stehen, die Raps-Felder in jenem so schönen Gelb erstrahlen und die wohl genährten Kühe geradezu „blöd vor Freude“ recht ungelenk über die Weisen galoppieren, dann ist schlichtweg alles schick, so richtig echter Schweizer Postkarten-Kitsch in Reinform!
Scherz bei Seite, der Tüfenberg ist wirklich ein aussergewöhnlich schöner Pass, sehr gut ausgebaut, die Strasse in einem sehr guten Zustand, geradezu überladen mit Aussichten in die malerischen Seitentäler, sowie auf den markanten Säntis: Man wird hier schnell dazu verleitet, die Strasse ausser acht zu lassen, so schön ist die Umgebung, die man hier durchfährt. Unter der Woche ist hier nahezu nichts los, auf diesem Pass bin ich keinem anderen Motorrad-Fahrer begegnet, lediglich einigen Ortsansässigen und Landwirtschaftsfahrzeugen – und da wären wir auch schon bei einem Hauptcharakteristikum dieses Passes angelangt: Die Strassenbreite. Viel Platz zum Ausweichen hat man hier nicht, zahlreiche Kurven sind nicht oder bestenfalls kaum einsehbar, für Schnell-Fahrer ist der Tüfenberg nichts, sehr wohl aber für Geniesser und Fahranfänger, die es ruhig angehen möchten.
Der Tüfenberg verbindet die beiden Ortschaften Urnäsch und Schönengrund und klettert auf einer Länge von 5,47 Kilometern auf 1067 Meter über den Meeresspiegel, weist keinerlei übermässig anspruchsvolle Passagen oder Haarnadelkurven auf und sollte allemal machbar sein – wenn man es langsam und geniesserisch angeht. Hier und dort kann man am Wegesrand örtliche Spezialitäten erwerben oder zum Essen einkehren, diese Region „entschleunigt“ ungemein, sie entschleunigt sogar so sehr, dass ich auf der Passspitze angekommen eine Zeit lang verweilte und zum ersten Mal seit sehr vielen Jahren einen meiner Lieblingstitel wieder aus der eigenen Mediathek kramte und jenen in meinem Helm abspielte: „Pink Floyd – Wish You were here“. Das will etwas bedeuten, können aber nur jene ermessen, die mich kennen. Wirklich, eine aussergewöhnlich schöne Ecke, um das Fahren mit einem Motorrad zu geniessen!
