- calimoto
- Anforderungen für Frankreich
- Hinweise für Katalonien
- Gasgriffhilfe „Throttle Rocker“
- Go Chair
- Dreh-Ort +
- Mammut Nirvana Ride 30
- Panasonic Lumix MFT
- Ein „neuer“ Begleiter
- Schweiz Mobil (Plus) & SwissTopo
- Die eigenen Gene
- GPX-Dateien & Ortsangaben
- BerlinHistory.app
- Sigg Hot & Cold ONE
- Fountain Finder
- Your Custom Emblem
- Sigg Lunchbox Plus L Alu
- Outlery
- Sicher in der Schweizer Bergwelt wandern
- Kategorien der Wanderungen
- Koenig HeatsBox Go
- Gartenführer Schweiz
- Garmin eTrex Touch 35 und SwissTopo V2
- InReach Mini
- Novoflex QLeg Walk III
- TrioPod
- KISS
- Weightless
- Kaffee immer & überall: KF-JN-02
- Flower Walks App
- KI – Einspruch gegen die Datenkrake

Die Trinkflaschen von Sigg sind seit 1908 wohl auf der ganzen Welt bekannt und das hat auch seine guten Gründe. Sigg Flaschen sind leicht und sehr robust, ich selbst verwende auf meinen Reisen mehrere Flaschen diesen Typs nicht nur für Getränke, sondern hin und wieder auch zum Transport für Brennspiritus. Man kann sie leer oder gefüllt aus mehr als einem Meter Höhe fallen lassen, dann sind sie zwar verbeult, aber sie bleiben dicht (wenn man sie nicht gerade auf den Verschluss fallen lässt). Es gibt sie in verschiedenen Grössen, immer wieder bietet Sigg neues Design an, die Auswahl ist gross und ändert sich ständig – was leider auch dazu führt, dass man Unmengen dieser Flaschen in gebrauchtem Zustand auf Auktionsplattformen und in Brockenhäusern finden kann. Überschussproduktion? Egal. So stabil das Grundmodell von Sigg auch ist: Es hat seine Nachteile. In der Standardausführung (1 Liter mit Schraubverschluss) handelt es sich „nur“ um eine Trinkflasche ohne Warmhalte- oder Kühlfunktion. Gut, nun soll man ja insbesondere bei hohen Temperaturen nicht gezielt kalte Getränke zu sich nehmen, aber im Winter hier oder dort eine warme Suppe oder dergleichen zu sich nehmen zu können, ist schon eine schöne Sache. Ein weiterer Nachteil besteht in dem Schraubverschluss. Zwar kann man über ihn die Flasche überall anhängen, aber er ist nicht mit der Flasche direkt verbunden, man muss ihn also entweder irgendwie festhalten oder beiseite legen, je nach Situation nicht gerade von Vorteil. Eine Zeit lang hat Sigg andere Verschlüsse für diesen Flaschentyp hergestellt, ich selbst hatte zwei davon im Einsatz, allerdings erwiesen die sich als wenig „ausdauernd“ und – ebenfalls je nach Situation – nicht immer vollends abdichtend. Die meisten der Standard-Sigg-Flaschen passen auch nicht in normale Getränkehalterungen in Fahrzeugen, dazu ist ihr Durchmesser oft zu gross. Die kleineren Modelle passen zwar (je nach Halterung), haben aber mit jenem Schraubverschluss und der nicht vorhandenen Thermos-Funktion die gleichen Nachteile, wie ihre grösseren Varianten. Sigg hat sich der genannten Problematiken angenommen und ein neues Modell hergestellt: „Sigg Hot & Cold ONE„.

Wie die lange Zeit von mir bevorzugten Flaschen der inzwischen von China gekauften ehemals deutschen Firma „Thermos“ baut auch dieses Modell auf das Doppelwand-Prinzip zur Isolation gegen Kälte oder Hitze, ist aber immer noch sehr stabil und robust. Der Verschluss ist aus mehreren Kunststoff- und Silikonelementen aufgebaut und weist erfreulicher Weise auch jenen praktischen Bügel auf, mit dem man die Flasche gut tragen oder irgendwo anhängen kann. Durch Druck auf das im Bild sichtbare grössere rote Element schnappt der Deckel durch einen Federmechanismus angetrieben zur Seite weg, bleibt aber mit der Flasche verbunden. Dankenswerter Weise schnappt er auch so weit weg, dass man beim Trinken den Deckel nicht ständig irgendwo im Gesicht hat. Solche Details, die man nicht bei allen Trinkflaschen dieses Typs finden kann, mag ich sehr, da hat jemand wirklich mitgedacht.
Das kleinere rote Element dient als Verriegelung, die nach oben geschoben werden muss, um den grösseren roten Knopf drücken zu können. Grundsätzlich funktioniert das sehr gut, die Flasche lässt sich vollumfänglich mit lediglich einer Hand bedienen, allerdings sehe ich in dem Verriegelungsmechanismus auch einen potentiellen Schwachpunkt in diesem Konstrukt, zwei kleine, recht filigran anmutende Klammern gewährleisten diese Verriegelung. Aber Kunststoff hat nur eine begrenzte Lebensdauer, insbesondere, wenn er ständiger Bewegung ausgesetzt wird. Bisher habe ich keine negativen Erfahrungen mit dieser Verriegelung gemacht, die Flasche blieb verriegelt und dicht, selbst als sie ungesichert in meinem Motorrad-Koffer herum polterte. Aber ich werde das sicherlich im Auge behalten.
Apropos „herum poltern“: Sigg bewirbt dieses Modell, welches in lediglich einer Grösse mit 0,55 Litern Fassungsvermögen angeboten wird, als dezidiert „Kohlensäure-dicht“, will meinen, dass keinerlei Gas entweicht, wenn die Flasche verschlossen (und verriegelt…) ist. Nun, so vollends kann ich das nicht bestätigen. Wird die Flasche bis zur Oberkante gefüllt, steigt der Gasdruck insbesondere dann, wenn die Flasche starker Bewegung ausgesetzt wird. Es tritt sehr wohl Kohlensäure und leider auch minim Flüssigkeit aus. Man kann dem entgegen wirken, indem man die Flasche nicht bis zur Oberkante füllt, ein bis zwei Fingerdick Platz lässt, aber das kann eigentlich nicht Sinn und Zweck der Sache sein… Immerhin ist die Isolationsfunktion recht tauglich, nicht ausserirdisch gut, aber allemal ausreichend für eine ausgedehnte Tagesunternehmung (oder elends lange Schicht im Beruf). Weiterhin hat Sigg noch zwei weitere, wie ich meine recht sinnvolle Details einfliessen lassen. Im Ausguss wurde eine Trinklippe verbaut, die sich umsetzen lässt, je nachdem, ob man Links- oder Rechtshänder ist oder aber den Deckel lieber links oder rechts im Gesicht haben will (was ja wie beschrieben nicht der Fall ist). Weiterhin kann in dem abnehmbaren Kunststoff-Sieb Fruchtstücke oder anderes Zeugs einlegen, um dem jeweiligen Getränk einen Geschmack zu geben. Dieses lässt sich leicht demontieren und bei Bedarf waschen, leider aber wurde hier nicht bis zum Ende nachgedacht. Da sich oberhalb jenes Siebes kein weiteres vor dem Ausguss an sich befindet, trinkt man im Zweifelsfalle Fruchtstücke oder anderes Zeug mit. Gut, nicht weiter tragisch, aber es sollte darauf hingewiesen sein. Weiterhin reicht jenes Sieb nicht sonderlich tief in die Flasche hinein, man muss also die Flasche recht hoch auffüllen – was bei Kohlensäure-haltigem Wasser zum genannten Nachteil der Dichtigkeit führt.
Dennoch halte ich dieses Modell für sehr gelungen, vor allem, weil es bisher in jede erdenkliche Halterung gepasst hat, die ich ausprobiert habe. Die Isolationsleistung ist anständig, die Bedienung recht einfach und die Flasche an sich ähnlich robust, wie ihre Traditions-Vorgängermodelle. Nur billig ist sie nicht, aber das ist ok für mich, gute Produkte dürfen ruhig etwas teurer sein. Sigg bietet aber noch ein „Gimmick“ an: Man kann dieses, sowie einige andere Flaschenmodelle mit eigenen Grafik-Motiven bedrucken lassen. Ich habe diese Möglichkeit wahr genommen und mein Modell mit etwas Eigenwerbung versehen lassen. Auch nicht ganz billig, aber die Qualität des Druckes auf der Flasche an sich ist sehr gut, recht stabil, auch resistent gegen kleinere Kratzer. Eine entsprechende Grafik im Standardformat vorausgesetzt, kann man auf der Webseite von Sigg vorab entscheiden, wie und wo das eigene Bild auf der Flasche platziert werden soll, eine recht intuitive Angelegenheit, die aber auf Mobilgeräten nur bedingt brauchbar ist, das sollte man besser zu Hause am eigenen PC machen.

