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- Vorder & Hinder Schwendisee
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- Äulischlucht
- Pfäffikon SZ – Etzel – Einsiedeln
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- Napf
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- Uetliberg – Leimbach
- Bachtelspalt
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- Chälengrabenschlucht
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- Schynige Platte
- Ruinaulta
- Trutg dil Flem
- Twannbachschlucht
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- Le sentier du Kilomètre Zéro
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- Rundweg Farnsberg
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- Friedhof am Hörnli (CH) – Grenzacher Hornfelsen (D)
- Eptingen – Witwald – Eptingen
- Rundweg Waldenburg
- Le Pont – Grotte aux Fées – Grottes de Vallorbe – Vallorbe
- Lucelle – La Fille de Mai – Lucelle
- Verenaschlucht
- Dreiländerweg
- Panoramaweg Seebodenalp
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- Gorges du Pichoux
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- Reichenbachfall – Aareschlucht – Meiringen
- Aaschlucht
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- Étang de la Gruère
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- Riehen (CH) – Inzlingen (D) – Riehen (CH)
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- Sentier des Toblerones
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- Invaders BSL
- Bruderhöhle Jurapark Aargau
- Chilpen
- Preda – Lai da Palpuogna – Preda
- Talalpsee
- Lac de Montsalvens
- Via mala
- Schalensteine Arsiert
- Ober Passwang
- Rütihard – Rothalle
- Gorges du Gottéron

Länge: 10,6 Kilometer
Höhenunterschied: 379 Meter
(?)
Ausgangs- und Endpunkt dieser Wanderung, die je nach gewähltem Weg 10 bis 13 Kilometer lang ist oder aber je nach Kondition und Vermögen zwischen 3 und 4 Stunden andauert, ist der Bahnhof in der Kleinstadt Wald am äussersten östlichen Rand des Kantons Zürich. Um das vorweg zu nehmen: Es braucht auf dieser Wanderung gutes Schuhwerk, egal, wie das Wetter auch sein mag. Selbst an sommerlich heiss-trockenen Tagen hat man es mit reichlich feuchten, sehr steilen, unwegsamen und auch schwierigen Passagen zu tun, obendrein sollte man gut zu Fuss sein! Man kann einen Teil dieser Wanderung unter Verwendung einer Postbus-Linie abkürzen, zum Bachtelspalt selbst aber gelangt man nur und ausschliesslich zu Fuss. Wasserquellen sind hier oben Mangelware, sorgen Sie also vorab selbst für Ihre eigenen Bedürfnisse! Um zum Bachtelspalt zu gelangen, empfehle ich Ihnen die kleine Ortschaft Vordersennenberg anzuvisieren, im höher gelegenen Teil des Bachtelmassivs gelegen, zu dieser Ortschaft selbst führen mehrere Wanderwege, unter denen Sie den Ihnen am besten passenden auswählen können, ab Vordersennenberg sind die Zugänge zum Bachtelspalt beschränkt.
Die Region um den 1115 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Bachtel besteht zu grossen Teilen aus Nagelfluh, einem recht weichen Sediment aus bis zu Faust-grossen, härteren Gesteinskugeln und einem weitaus feinerem, ausgehärtetem Bindemittel, meistens aus Kalk zusammen gesetzt. Dieses Gestein speichert viel Sickerwasser, vor allem in den Bindemittel-Schichten, sodass man die härteren Gesteinskugeln hier und dort problemlos aus dem Konglomerat mit wenig Kraftaufwand heraus ziehen kann. Diese Grundeigenschaft war auch die Ursache für die Entstehung des Bachtelspaltes: Am 25. August 1939 tobte in der Region um den Bachtel ein heftiges Gewitter. Ob nun ein Blitzeinschlag (eher unwahrscheinlich) oder aber Unmengen von abfliessendem Regenwasser (sehr wahrscheinlich) für den Abbruch eines Teils des Nagelfluh-Massivs sorgten, ist nicht genauer zu ermitteln, Fakt aber ist, dass der Bachtelspalt kein Produkt frühgeschichtlicher Tektonik ist – und der Bachtelspalt ist nachwievor in Bewegung! Es ist durchaus denkbar, dass dieses Bruchstück bei dem nächsten heftigen Unwetter gänzlich abbricht und zu Tal rutscht. Zur Zeit aber kann man dieses Wunderwerk noch gefahrlos begehen. Auf einer Länge von knapp 50 Metern steigt diese Spalte schräg zum Hangverlauf an, am unteren Ende ist der Spalt knapp zwei Meter breit, am oberen Ende aber lediglich 40 Zentimeter, die Wände ragen bis zu 8 Meter in die Höhe. Eher „grazile“ Personen (zu denen ich sicherlich nicht zu zählen bin) können sich nahezu problemlos durch diesen Teil des Spaltes schieben, Ich hatte zwar etwas mehr Mühe, habe es aber auch geschafft. „Stabiler“ gebaute oder aber mit „schweren Knochen“ ausgestattete Menschen sollten auf den Versuch, diese Passage gänzlich zu durchqueren, eher verzichten, nur so ein gut gemeinter Rat am Rande. Man kann auch von oben in den Spalt hinein schauen, bedenken Sie aber dabei (vor allem, wenn Sie sehr „aktive“ Kinder beaufsichtigen) daran, dass der Untergrund rutschig und weich ist. Man sollte in keinem Falle dem Rand des Spaltes zu nahe kommen!
Je nachdem, welchen Weg man für den Aufstieg zum Bachtelspalt wählt, wandert man überwiegend entlang gut begehbarer Strassen, Schotterpisten und Feldwegen, aber man kommt nicht darum herum, hier und dort auch steil ansteigende oder abfallende Passagen über Kuh-Weiden, sehr unwegsame Waldtrampelpfade oder Gratwege bewältigen zu müssen. Man durchquert kleine Ortschaften, deren Höfe oft jene wunderschönen kleinen Bauerngärten aufweisen, selbst auf über 800 Metern über dem Meeresspiegel kann man immer noch die Hinterlassenschaften der grossen Zeit der Textilherstellung und -verarbeitung, die vor allem um 1900 herum hier ihren Lauf nahm, erkennen. Diese Region ist nicht nur in Bezug auf ihre Landschaft sehr sehenswert, auch aus sozialhistorisch-wirtschaftlicher Sicht ist sie sehr spannend! Aber da ich schon jene Kuh-Weiden erwähnt habe: Es kann durchaus vorkommen, dass Sie Weiden überqueren müssen, auf welchen sich auch tatsächlich Kühe befinden. Naheliegender Weise ist jede Konversation im Sinne von „könntest Du mal eben bitte ein klein wenig den Weg frei machen“ eine reichlich einseitige Angelegenheit. Gehen Sie es langsam und respektvoll mit den zum Teil gehörnten Tieren an, dann sollten Sie eine zwar recht fordernde, aber auch wunderschöne Wanderung in der Bachtel-Region erleben können.
Nachfolgend können Sie sich im breiteren Abschnitt des Bachtelspaltes frei umsehen. Wenn Sie an einem Computer sitzen, bewegen Sie den Mauszeiger auf das nachfolgende Bild, klicken und halten Sie die linke Maustaste und ziehen Sie den Mauszeiger in eine Richtung Ihrer Wahl. Betrachten Sie diesen Beitrag auf einem Smartphone oder Tablet, tippen Sie mit dem Finger auf das nachfolgende Bild, halten Sie den Finger auf dem Bild und ziehen Sie ihn in eine Richtung Ihrer Wahl. Mit den entsprechenden Maus-Aktionen oder Finger-Gesten können Sie auch in das Bild hinein und wieder heraus zoomen.
