- Weihnachtliches Basel
- Messe-Areal
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- Basler Fasnacht
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- Naturschutzgebiet Wiesenmatt
- Stadt Bligg – Basel im Kaleidoskop
- Badischer Bahnhof
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- „Wenn Steine sprechen“ – Ein Rundgang
- Kannenfeldpark
- Basels „Mobiliar“ – Eine Rundfahrt
- Wenkenhof
- Sportplatz Landhof
- Gartenstadt „Im Vogelsang“

Gefühlte 37 Millionen geleerte Umzugskartons, 12 Milliarden gestiegene Stufen, 397.768 erklommene Leitersprossen, 134 neu angelegte und dann wieder gelöschte „Smart Home“-Konfigurationen und 953 Pendelfahrten mit PW, Bahn und Eseli zwischen Zürich und Basel später war es an der Zeit, mal wieder etwas für das eigene Wohlbefinden zu machen, Zügelchaos Chaos bleiben und andere für das leibliche Wohl arbeiten zu lassen. Ohne ein konkretes Ziel ging es am Vorabend zum 24.12. zunächst nach Kleinbasel, dann zu Fuss über die Mittlere Rheinbrücke in die Grossbasler Altstadt, grobes Hauptziel war ein Becher Glühwein vom Weihnachtsmarkt am Barfüsserplatz, einfach ein weihnachtliches Basel ein klein wenig geniessen.
Viel habe ich bis jetzt noch nicht von Basel Stadt und Basel Land zu Gesicht bekommen, dazu blieb bisher einfach keine Zeit. Ich musste mich bisher in meiner Neugier und in meinem Entdeckersinn auf kleinere, bewusst gewählte Umwege bei Einkaufsgängen beschränken. Aus betrieblicher Sicht dürfte solch eine Zügelei eine ganz hervorragende Sache sein: Ich kann mich nicht daran entsinnen, jemals in meinem Leben in vergleichbar kurzer Zeit derart viel körperliche Aktivität geleistet zu haben! Somit war dieser erste kleine Ausflug eher von Gemächlichkeit, denn von weihnachtlich-hektischem Aktionismus geprägt, die müden und schweren Beine, sowie der immer noch leicht schmerzende Rücken verhinderten entsprechend schnellere Gangarten. Dennoch lohnte sich dieser erste kleine und kurze Ausflug, zum ersten Mal konnte ich ein neues Objektiv, von welchem ich ganz hin und weg bin, mal intensiver einsetzen. Der später konsumierte Glühwein hingegen war nicht so „der Brüller“, aber egal. Auf dem Weg zum Barfüsserplatz stolperte ich über eine kleine Besonderheit: Ein Brünneli, dessen Becken von einem Wasser speienden Drachen gefüllt wird. Wissen Sie, wo exakt das gleiche Drachentier noch steht? Mit dem Wappen von Basel Stadt? In Zürich, an der Einfahrt der Tram-Haltestelle Sihlstrasse in Richtung Tiefenbrunnen! Wie dieses Brünneli, ein sogenannter Basiliskenbrunnen, überhaupt da hin gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis, in Basel aber sind diese Brunnen zahlreich vertreten. Gemäss der Sage ist hinter der Mauer eines solchen Brunnens in der Gerbergasse in Basel ein Basilisk, ein Mischwesen aus Schlange und Hahn, eingemauert, um Unheil von der Stadt abzuwenden. Für einen (noch) ortsunkundigen bietet selbst ein weihnachtliches Basel noch die eine oder andere Überraschung.
Teile des Weihnachtsmarktes (nebenbei einer von zwei grossen in Basel, der andere findet auf dem Münsterplatz statt, nicht besucht, weil zu müde) befanden sich bereits im Abbau, um 20:30 Uhr ist hier am Vortag zu Weihnachten Schluss mit dem typischen Gewusel, wie man es in zahlreichen Städten Europas antreffen kann. Wie in Zürich geht es hier vorwiegend um ganz und gar unweihnachtliches Fressen und Saufen, aber wenigstens mutet die umgebende Kulisse der Altstadt und das doch deutlich entspanntere Auftreten der Passanten etwas weihnachtlich-anheimelnder an, als ich es jemals in Zürich wahrgenommen habe. Erfreulicher Weise entdeckte ich den einen oder anderen Stand, der weihnachtliche Handwerkskunst anbot und ich erinnerte mich an die familiären Weihnachtsfeste damals in Berlin. Aber die im Vergleich zu Zürich deutlich höhere Anzahl an Randständigen und Bettlern, sowie meine eigene Verfassung holten mich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Sehr müde, aber froh, das neue Heim so weit in einen Zustand versetzt zu haben, dass zumindest ich erkennen kann, welcher Raum welchem Zweck dient, fiel ich zuhause angekommen recht bald in einen tiefen und im Vergleich zu den vergangenen Tagen langen Schlaf. Ist auch eine Form von „Besinnlichkeit“, genau wie ein weihnachtliches Basel.
