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Bevor ich vor vielen Jahren in die Schweiz zog, war mir nicht viel über dieses Land bekannt, mein Interesse an der Confoederatio Helvetica wuchs erst mit meinen Entdeckungstouren. Jedoch war mir ein Ortsname bereits vorher bekannt: Locarno. Dankenswerter Weise durfte ich in der Schule seinerzeit noch einen sehr guten Geschichtsunterricht geniessen und so blieb mir in Erinnerung, dass hier in Locarno vom 5. bis zum 16. Oktober 1925 Verträge abgeschlossen wurden, die nachhaltig (nicht nur) die Geschichte Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg beeinflussen sollten. Gustav Stresemann (Reichskanzler Deutschlands), Austen Chamberlain (Aussenminister von Grossbritannien) und Aristide Briand (Aussenminister Frankreichs) ermöglichten in Locarno den Beitritt Deutschlands zum Völkerbund, sowie die Sicherung der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland – eine Sicherung, die sich bereits fünfzehn Jahre später mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Frankreich in Luft auflösen sollte. Aber natürlich war das nicht alles, was ich vorab über Locarno wusste (oder zu wissen meinte), natürlich waren die „Filmfestspiele von Locarno“ auch ein fester Begriff in meinem Kopf.
Locarno ist in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit in der Schweiz. Dieser Ort gilt als der wärmste in diesem Land (in Bezug auf den Jahresdurchschnitt) und als der nördlichste an einem See gelegene, an welchem mediterranes Klima herrscht, entsprechend kann man hier eine Flora und Fauna wahr nehmen, die man im Rest der Schweiz vergeblich suchen wird. Das Klima wird wohl auch der Grund dafür sein, warum Locarno etwas abfällig auch „das Altersheim der Schweiz“ genannt wird. Abgesehen von den üblichen nationalen und internationalen Touristenströmen, die sich während der Saison auch durch Locarno und dem nicht weit entfernten Lugano oder Bellinzona wälzen, konnte ich dieser Tage tatsächlich eine auffällig grosse Anzahl von Menschen registrieren, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits ihr Pensionsleben genossen, junge Menschen waren eher in der Unterzahl.
Viele Menschen, die ihr Leben hauptsächlich nördlich der Alpen verbrachten, haben sich im Tessin und somit auch in Locarno ihren Alterssitz erschaffen, jedoch ist seit einiger Zeit eine demographische Trendwende auszumachen. Viele junge Menschen, die Dank einer entsprechenden Bildung bestimmte berufliche Ziele nur ausserhalb des Tessins erreichen können, wandern ab – was keine „neue“ Entwicklung darstellt. Dass aber auch zunehmend immer mehr ältere Menschen das Tessin wieder verlassen (genauer: Diejenigen, die einst von der nördlichen Alpenseite her kommend sich hier einen Alterssitz erschaffen haben), ist neu. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ein aber öfters auftauchender ist die Tatsache, dass viele jener zugewanderten kein Italienisch beherrschen. Und das scheinen die ortsansässigen Tessiner nicht sonderlich zu goutieren. Dabei scheint es Locarno wirtschaftlich nicht sonderlich gut zu gehen. Im direkten Vergleich zu Lugano wirkt Locarno nicht nur verschlafener, sondern auch etwas herunter gekommener. Hier kann man im Stadtbild sehr wohl das eine oder andere in sich zusammen fallende Haus oder seit langer Zeit leer stehende Restaurant oder Hotel an der Seepromenade wahr nehmen, viele kleinere Geschäfte haben geschlossen und es ist nicht zu erkennen, ob sich Nachmieter mit neuen Geschäftsideen gefunden haben. Sicherlich dürfte die Corona-Pandemie der Hauptgrund für diese Entwicklung sein, aber sicherlich nicht der einzige. Ich für meinen Teil mag Locarno sehr, vielleicht sogar ein klein wenig mehr als das belebte Lugano. Vielleicht merke aber auch ich so langsam, dass ich nicht mehr jünger werde…
