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Auf den Tag genau vor fünf Jahren begann mit dem Besuch des Rheinfalles bei Schaffhausen das, was mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist: Die Beschreibung meiner Entdeckungstouren – und ich bin doch ein klein wenig stolz darauf, was mittlerweile aus jenen Anfangsschritten geworden ist. Zeit, ein wenig mehr über die Ursprünge und die Arbeit hinter alledem zu schreiben…

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann exakt jene Idee in meinem Kopf Form annahm, ich wusste lediglich, dass es doch schade sei, meine bis zu jenem Tag gemachten Entdeckungen und Erfahrungen nicht mit anderen interessierten oder zumindest ähnlich gesinnten Menschen zu teilen. Obendrauf wusste ich mal wieder nicht wohin mit meiner eigenen Schaffenskraft und so widmete ich mich einmal mehr jenem ominösen Ding mit Namen „Webseiten-Erstellung“. Webseiten waren nie mein Haupttätigkeitsfeld, ich habe damit nie regelmässig Geld verdient, wenn überhaupt eher beiläufig. Soweit ich mich entsinnen kann, habe ich erstmals 1997 eine Webseite erstellt, pures HTML ohne jeden SchnickSchnack, kein „Content Management System“, kein PHP, kein MySQL oder was man heutzutage sonst noch dafür braucht. Es folgte noch eine Webseite für den Hofladen eines Bauernhofes, eine für eine Online-Apotheke und eine für einen sehr schönen Gasthof im Süden Deutschlands, aber das war es dann auch mit aller „Professionalität“. Nebenher besass ich meine eigenen Domains, teilweise in der Schweiz, teilweise in Deutschland und den USA gehostet, zwei unterhielt ich eine Zeit lang sogar auf Computern, die bei mir zu Hause standen und sich beide mit alter Computer-Technik befassten, die eine lief auf einem „Macintosh Plus“ aus dem Jahr 1986, die andere auf einem „NeXT Cube“ aus dem Jahr 1988. Auf jenem Computer stellte ich über fast vier Jahre hinweg eine Kopie der allerersten Webseite, die jemals für die Öffentlichkeit sichtbar war, dem Internet zur Verfügung. Ich habe nie etwas tiefer schürfendes mit jenen Webseiten angefangen, im Grunde genommen über viele Jahre hinweg für etwas bezahlt, was ich nie effektiv oder gar „gewinnbringend“ für mich selbst genutzt habe, es waren Spielereien, bestenfalls Dokumentationen, mehr nicht. Mit dem „Streuner“ sollte sich das ändern.

Anfänglich lagen die ersten Inhalte auf einer anderen Domain, die ich mir recht bald nach Zuzug in die Schweiz zu beruflichen und privaten Zwecken seinerzeit reservierte. Ich habe viel damit herum experimentiert aber irgendwann auch fest gestellt, dass der Name der Domain nicht das spiegelt, was mir am liebsten ist: Entdecken! Nahe liegender Weise grübelte ich eine Zeit lang über einen neuen Domain-Namen nach und reservierte mir „DerStreuner.ch“, jetzt auf Servern in der Schweiz liegend. Wozu das Ganze? Ich wollte andere an meinen Entdeckungen, Beobachtungen und Einschätzungen Teil haben lassen, unbeeinflusst von irgendwelchen Tourismus-Unternehmen oder anderen „Interessengruppen“ – und das alles kostenlos für Interessenten. Diese Seite wird nicht in welcher Art und Weise auch immer „gesponsort“, wird weder direkt, noch indirekt von wem auch immer „mitfinanziert“, sie ist frei von Werbung. Und so soll es auch bleiben. Hin und wieder habe ich Rückmeldungen bekommen, dass Leser meiner Beiträge sich selbst so manch einen Ort angesehen haben, den ich zuvor hier beschrieben hatte – genau das war und ist Sinn dieser Webseite, die Sie gerade betrachten. Nicht mehr, aber sicherlich auch nicht weniger. In dieser Webseite steckt viel Herzblut!

Ich will gar nicht vertieft auf irgendwelche technischen Details eingehen, was es alles braucht, um eine Webseite wie diese überhaupt 5 Jahre lang mit Beiträgen zu füllen. Dankenswerter Weise hat sich die Technologie rund um jenes ominöse Ding mit Namen „Internet“ im Laufe sehr weniger Jahre rasant weiter entwickelt und sehr viele sehr schlaue und begabte Menschen haben es möglich gemacht, dass so ziemlich jeder Mensch heutzutage ähnliche Webseiten gestalten und pflegen kann. Es dauerte eine Weile, bis ich vor fünf Jahren das Grundkonstrukt finden sollte, welches noch heute unter „DerStreuner.ch“ im Hintergrund arbeitet. Im Laufe der nachfolgenden Jahre veränderte, erweiterte, reduzierte und passte ich diese Webseite immer mal wieder an, bastelte an der Navigation herum, fügte neue Funktionen hinzu oder löschte alte. Nein, „perfekt“ ist diese Webseite nicht, aber sie erfüllt meine Ansprüche an das, was sie leisten soll, zu sicherlich mehr als 95 Prozent. Wenn man sowas überhaupt in Zahlen ausdrücken kann. Aber wo ich nun schon bei „Zahlen“ gelandet bin, möchte ich Ihnen hier ein paar Eckdaten nennen, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Vollkommen unnützes Wissen, trotzdem irgendwie interessant:
- Zum jetzigen Zeitpunkt sind knapp 9800 Fotografien hier hinterlegt, jede einzelne aus ursprünglich sieben Fotografien entstanden. Meine Kameras mussten also bis jetzt 66500 Mal auslösen, um das sichtbar zu machen, was Sie hier sehen können. Wieviele Stunden meine Computer an deren Nachbearbeitung zu schaffen hatten, habe ich nie ermittelt. In diesen fünf Jahren habe ich die gesamthaft sechs verwendeten Kameras jeweils mindestens drei Mal professionell reinigen lassen. Eine musste repariert werden, alle anderen funktionieren immer noch tadellos!
- Für die Beiträge zu Wanderungen und Fahrten mit meinem treuen Freund „Eseli“ über die Pass-Strassen der Schweiz habe ich bisher 1636.93 Kilometer zurück gelegt. Alle anderen Entfernungen habe ich nie ausgerechnet oder ermittelt, da fehlen sicherlich noch einige Kilometer (Flugreisen, Anreisen von A nach B, Fusswege in Ortschaften etc. ppp.). Über die „Luftlinie“ hätte ich somit zum Beispiel von Basel aus die Stadt Huelva im Südosten Spaniens erreicht. Oder Athen in Griechenland. Knapp Odessa in der Ukraine (fehlen nur lumpige 100 Kilometer). Minsk hätte ich hinter mir gelassen. Hoppala, Uppsala in Schweden ebenso! Von Bergen in Norwegen ganz zu schweigen…
- Ich habe nie eine Stoppuhr benutzt, wenn ich meine Beiträge geschrieben habe. Ich gehe aber mal davon aus, dass ich pro Beitrag in etwa 45 Minuten brauche. Wohlgemerkt: Das beinhaltet den Zeitraum vom Tippen des ersten Buchstabens bis zum letzten, die Auswahl und Platzierung der Fotos und Graphiken, die Erstellung der jeweiligen Landkarten, die Sie in den meisten Beiträgen sehen können, sowie im Bedarfsfall die Erstellung der herunterladbaren Dateien. Bei bisher (abgerundet) 320 veröffentlichten Beiträgen bedeutet das gesamthaft 14400 Minuten Schreibtätigkeit. Oder 240 Stunden. Oder (abgerundet) 34 Wochen. Oder 8,5 Monate ununterbrochenen Schreibens! In dieser kleinen Aufzählung sind nicht enthalten: Korrekturen, nachträgliche Anpassungen des Inhaltes, Erstellung notwendiger Graphiken oder Berechnung und Bearbeitung der Fotografien, Recherche und und und.
- Bisher sind 65 auf „Google Maps“ aufbauende eigene Landkarten hier enthalten. Leider musste ich irgendwann einmal feststellen, dass auch „Google Maps“ seine Grenzen hat, ich musste eine „grosse“ Landkarte in viele kleinere aufteilen. Soweit ich mich entsinnen kann, habe ich allein für diesen Vorgang ganze fünf Tage gebraucht.
- Über Facebook und Instagram, sowie Suchmaschinen sind die meisten Besucher hier gelandet, dicht gefolgt von direkten Aufrufen der Web-Adresse an sich. Nicht weiter verwunderlich, das ist normal. Weitaus interessanter ist, dass ganz bestimmte Beiträge besonders oft aufgerufen wurden und nachwievor aufgerufen werden. Dazu gehören „Irgendwo da oben…„, „Adieu & merci vielmal!“ (vermutlich wollten nur einige Artgenossen sicher gehen, dass ich wirklich aus Zürich weg bin – ein Schelm, wer böses dabei denkt!), „Pinguin Club – Ein Nachruf“ und „Über den Streuner„. Am häufigsten wurde die Webseite bisher aus der Schweiz, Deutschland und den USA aufgerufen.
- Kennen Sie noch „Disketten“? Diese komischen quadratischen Scheiben, die man einstmals in einen Computer stecken musste, um etwas zu installieren oder zu speichern? Auf eine solche Diskette passten seinerzeit 1,44 Megabyte an Daten. Um heute alle Inhalte von „DerStreuner.ch“ auf solchen Disketten speichern zu wollen, würde man 168.685 von diesen Dingern benötigen. Ausgehend von der Tatsache, dass diese Dinger 3,3 Millimeter dick waren, wäre dieser Stapel aufeinander getürmt 556.660 Millimeter hoch – knappe 557 Meter!
- Ein einfaches Buch besteht im Schnitt aus 55.000 Wörtern, ein durchschnittliches in etwa aus 100.000. Ein grosser Roman aber besteht aus 200.000 Wörtern oder mehr. Bisher habe ich hier 202,373 Wörter getippt. Ich arbeite also seit fünf Jahren an einem Roman. Nur wusste ich bisher selbst davon noch nichts. Und ja, ich versuche wenigstens, mich hin und wieder kürzer zu fassen. Auch wenn die Lektüre des längsten Artikels hier in etwa nur 11 Minuten in Anspruch nimmt.
- Laut einer im Jahre 2021 durchgeführten Forschungsstudie beträgt die durchschnittliche „Lebensdauer“ einer privat geführten Blog-Webseite wie dieser hier 2 Jahre und 7 Monate, bevor sie entweder ganz aus dem Internet verschwindet oder aber nicht mehr erweitert, aktualisiert oder grundlegend gepflegt wird, Tendenz: fallend (d.h.: Die Lebensdauer verringert sich zunehmend). Mit anderen Worten: „Der Streuner“ hat die durchschnittliche Lebenserwartung vergleichbarer Webseiten nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Und ich habe nicht vor, diese Webseite in absehbarer Zeit sterben zu lassen, dazu steht mir noch viel zu viel freier Platz bei meinem Domain-Anbieter zur Verfügung, den ich mit Berichten füllen kann. Wieviel Platz? In „Diskettenturm-Grösse“ ausgedrückt habe ich noch Platz für 276 – nein, nicht Meter! – Kilometer!
Ich könnte solche Aufzählungen unendlich weiter führen, aber ich denke, Sie haben mittlerweile begriffen, was mir „DerStreuner.ch“ bedeutet und wieviel Arbeit ich hier rein stecke, Arbeit, die mir nicht als solche erscheint, Arbeit, mit der ich nichts verdiene, die aber meiner kleinen Seele sehr gut tut, weil sie einen mittlerweile sehr wichtigen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit darstellt. Natürlich freut es mich aber besonders, wenn jemand nach Lektüre des einen oder anderen Beitrages sich selbst auf den Weg macht und die Welt um sich herum entdeckt. (Nicht nur) die Schweiz hat so viel zu bieten! Ich möchte auch in den kommenden Jahren meinen kleinen Teil dazu beitragen, die Neugier zu wecken! In diesem Sinne: Auf hoffentlich noch viele kommende Jahre mit Eseli und dem Streuner!

