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Seit Tagen herrscht in der Schweiz Hitze. Auf der Suche nach etwas Abkühlung verschlug es mich auf den Titlis, ein 3238 Meter hoher Berg auf der Grenze zwischen den Kantonen Obwalden und Bern. Tatsächlich war es dort oben deutlich kühler, dennoch sollte dieser Ausflug in so mancherlei Hinsicht fordernd und eher erhitzend werden. Darüber, wie jener Berg zu seinem Namen gekommen ist, gibt es zwei verschiedene Thesen, eine davon eher fragwürdiger Natur (Stichwort: „Titte“), wie in einem Wikipedia-Artikel nachzulesen ist.
Um es kurz zu machen: „Sie“ sind wieder da, die Touristen aus aller Welt, vielleicht noch nicht in den rauhen Mengen wie vor der Corona-Pandemie, aber der Weg ist vorgezeichnet, es wird bald wieder so sein, wie es vorher war. Inder, Japaner, Koreaner, Australier, Holländer, Deutsche, Israelis (sogar ein paar orthodoxe Juden), Araber – sie alle werden wieder hier hinauf gehievt, die Bus-Parkplätze an der Talstation sind vollends belegt. Erstaunlicher Weise hatten sich aber nur vergleichsweise wenig Chinesen hierher verirrt, im weitesten Sinne „Einheimische“ waren aber so oder so deutlich in der Unterzahl. Eben jene „Vielfalt“ wirkte auf mich zuweilen „erhitzend“. Kulturelle Unterschiede hin oder her, ich habe zunehmend Mühe damit, wenn sich jemand so aufführt, als sei sie oder er „zu Hause“ – also eben in Korea, Australien, Holland etc. ppp., Touristen können ungalublich nervig und rücksichtslos sein! Wenigstens hatte ich ab und an auf deren Kosten meinen Spass, ich konnte mich einfach nicht beherrschen, den einen oder anderen Besucher aus einer fernen Welt dabei zu filmen, wie sie oder er versucht, in vollkommen unangemessener Kleidung einen Schnee-bedeckten Hang hinauf oder hinab zu gelangen.
Offensichtlich müssen gewisse touristische Begleiterscheinungen einfach vor Ort vorhanden sein, um den Tourismus – der so gar nichts mit „Schweizer Lokalkolorit“ zu tun hat – am Laufen zu halten, wahrscheinlich verirren sich auch aus genau diesem Grund nur wenige Schweizer hier herauf. Ein anderer Grund dafür dürften die schlichtweg jenseitig anmutenden Gebühren sein, die man zu entrichten hat, will man hier herauf gelangen. Ganz ehrlich: Ohne ein Generalabonnement hätte ich mir das nicht geleistet (und auch nicht angetan). Natürlich werden alle diese Gelder dafür benötigt, jene touristischen Attraktionen hier oben am Laufen zu halten, aber müssen es ausgerechnet solche sein, wie im Bild zu sehen? Ich habe da so meine Zweifel.
Ein entsprechend erschlossenes Berggebiet muss nun einmal mit Besonderheiten aufwarten, die nirgendwo sonst zu finden sind, sonst gäbe es keinen plausiblen Grund hier herauf zu kommen, ein Titlis würde sich sonst kaum von einem Jungfraujoch oder einem Pilatus und anderen unterscheiden. Zwei Besonderheiten sind hier oben zu finden: Die zwei Gondeln, die von einer Zwischenstation bis zum Gipfel fahren, drehen sich. Ist ja schön und gut, nur so vollgepfropft, wie die sind, kann man gar nicht erst jene Panorama-Aussicht so geniessen, wie es einst angedacht war. Abgesehen davon quetschen sich bei dem Versuch, dennoch ein paar Aufnahmen zu machen, vor allem koreanische Handys zwischen die eigene Kamera und die Gondelfenster. Sehr nervig! Die andere Besonderheit besteht in der Existenz einer Hängebrücke, genauer: Der höchst gelegenen Hängebrücke Europas. Ja, sie schaukelt, aber bei weitem nicht so sehr, wie es so manch ein melodramatisch inszenierter Auftritt indischen, koreanischen oder sonstewelchen Ursprungs suggerieren mag. Von dieser Brücke aus gelangt man auch in die obligatorische Eisgrotte, die unter dem Titlis-Gletscher (oder was davon noch übrig geblieben ist und bei Temperaturen wie diesen zusätzlich gekühlt werden muss) hindurch wieder zur Bergstation führt.
Wie es der Zufall so will sprach mich hier oben eine Mitarbeiterin von „Schweiz Tourismus“ an. So freundlich das Gespräch auch war, es stellte sich schnell heraus, dass ich gar nicht zu ihrer Zielgruppe gehörte. Sie suchte gezielt nach Urlaubern, denen man zukünftig ein noch „besseres“ Angebot hier oben bieten könnte. Wer mich ein klein wenig kennt wird wissen, dass ich die Gelegenheit nutzte und das Gespräch auf jene Begleiterscheinungen lenkte. Typisch helvetisches Verständnis auf beiden Seiten, unverändert aber blieb die Aussage, dass die Schweiz vom Tourismus lebt und sich deshalb wohl in naher Zukunft nichts an jenen Erscheinungen ändern wird. Tatsächlich wird hier oben zur Zeit massiv gebaut…
Wenn man aber all das ausblenden kann, so lohnt sich die Fahrt auf den Titlis. Einmal mehr konnte ich einen wunderschönen Ausblick auf die Zentral-Alpen geniessen, bei wunderbar klarem Himmel und nicht ganz so absurden Temperaturen, wie sie derzeit im tiefer gelegenen Land herrschen.
