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Obwohl Basel so viel Kunst und Kultur zu bieten hat, dass meine alte Heimat Zürich vor Neid erblassen müsste, bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, all das näher zu erkunden. Es wurde Zeit, daran etwas zu ändern und so stattete ich einer wahrhaften Basler Institution erstmalig einen Besuch ab: Das Museum Tinguely. Zugegeben: Die Kunstrichtung, unter welcher Jean Tinguely (22.5.1925 – 30.8.1991) eingeordnet wird, der neue Realismus (Nouveau Réalisme), ist nicht unbedingt mein Fall, dennoch hatte ich an seinem Werk viel Spass und ich empfehle jedem einen Besuch jenes Museums am Stadtrand von Basel. Langweilig wird ein Besuch in jenem wunderschönen von Mario Botta in nur vier Jahren errichtetem Bauwerk sicherlich nicht!
Wie lässt sich das Werk von Tinguely am treffendsten beschreiben? Genau dieser Versuch wird alles andere als einfach! Auf den ersten Blick scheint dieser Schweizer Künstler vor allem viel Schrott zusammengebastelt zu haben, ohne tieferen Sinn. Viele seiner Skulpturen sind beweglich, geben irgendwelche Töne von sich, wirken wie vollkommen überdimensionierte, wieder zum Leben erweckte Maschinen aus längst vergangenen Zeiten. Manche dieser Konstrukte erinnerten mich entfernt an Bilder von George Grosz, einige dieser Maschinen haben eine ähnlich düster brutal-mechnische Ausstrahlung wie die Werke jenes Malers, andere hingegen wirken komisch, respektlos, dennoch humorvoll und trotz der verwendeten Materialien leicht. Aber das ist mein Empfinden und somit sicherlich nicht allgemeingültig, geschweige denn übertragbar. Wer sich unter meiner sehr allgemeinen Beschreibung nichts vorstellen kann, der kann im nachfolgenden Film einen Blick auf die Beschaffenheit einiger Tinguely-Werke werfen:
Skurril, nicht wahr? Und dennoch geistreich, zum Teil derart geistreich, dass man jenen starren, lauten, knarrenden, quietschenden und sonstwie Lärm produzierenden Konstrukten viel abgewinnen kann, auch wenn man mit dieser Art von Kunst eher seine liebe Mühe hat. Der Besucher des Museums kann viele der Werke selbst in Bewegung setzen, andere werden ferngesteuert, um den Verschleiss dieser Konstrukte zu minimieren. Wann immer man sich wo in jenem Bauwerk aufhält, scheppert, rattert und klimpert es aus irgend einer anderen Ecke des Gebäudes. Kinder dürften an jenen Dingern ihre helle Freude haben!
Die Ausstellung ist hervorragend dokumentiert (und erfreulicher Weise sind viele Informationen so hinterlegt, dass man nicht immer eine Brille zum Lesen braucht), aber auch das Personal liefert gerne viele interessante Informationen zu jenem Künstler aus Freiburg und seinen eigenwilligen Konstrukten. Vergessen Sie aber bei aller hier ausgestellten „Ereigniskunst“ nicht, nebenher das Bauwerk an sich zu begutachten. Ich kenne nur wenige derart schöne Museumsbauten, die so grosszügig dimensioniert und angenehm gestaltet sind, für meine Begriffswelt eine architektonische Perle!
