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Viel ist nicht über die Ruine des Schlosses Gilgenberg überliefert und dennoch ist sie ein besonderes Relikt aus vergangenen Zeiten. Erstmals urkundlich 1312 erwähnt wurde sie von den Herren von Brislach, die sich später nach ihrer Stammburg „von Ramstein“ nannten, auf den Grundmauern einer weitaus älteren Anlage erbaut. In dem Familienwappen und dem Wappen der Gemeinde verbergen sich bis zum heutigen Tage die Namensgeber jener Ruine: Zwei gekreuzte Lilien, in alten Sprachformen auch als „Ilge“ bekannt. Daraus entstand der Name „Gilgenberg“. Das Gebäude steht in einer sehr exponierten Lage und obwohl es durchaus einen gewissen Burg-Charakter hat, so dürfte es kaum vorrangig militärischen Zwecken gedient haben, dazu fehlen ihr viele typische Merkmale, der grosse Palas-artige Bau für sich allein genommen wirkt aber durchaus sehr wehrhaft. Ursprünglich waren die Ramsteiner Vasallen des Bischofs von Basel, in den Streitigkeiten mit den Habsburgern aber wechselten sie im späten 13. Jahrhundert die Seiten.
Wie so viele Gebäude in jener Region wurde auch das Schloss Gilgenberg bei dem grossen Erdbeben von Basel 1365 beschädigt, wie schwer ist allerdings nicht bekannt. Bis zu den Burgunder- und Schwabenkriegen, in denen Truppen aus Solothurn hier stationiert wurden, wurde Gilgenberg als Verwaltungssitz genutzt, aber weder in jenen Kriegen, noch danach wurde Gilgenberg zum Schauplatz irgendwelcher militärischen Auseinandersetzungen. Erst in der Helvetischen Revolution von 1798 wurde die Anlage von Landbewohnern zerstört, von da an dienten die verbliebenen Mauern als Steinbruch, bis schliesslich 1930 das Mauerwerk erstmals konserviert und 1982 gesichert wurde. Seit diesen Restaurationsarbeiten ist die Ruine ein beliebtes Ausflugsziel, welches man gut mit dem Postbus und einem kurzen (aber streckenweise sehr steilen) Fussweg erreichen kann. Ab und an wird Gilgenberg als Veranstaltungsort, sowie als Stellplatz für Mittelalterfeste genutzt und das hat nebenbei angemerkt auch einen besonderen Grund: In ihrer Bauform bilden die verbliebenen Wände des ehemaligen Schlosses fast schon einen überdimensionalen Klangkörper. Versuchen Sie es selbst, wenn Sie mal hier herauf kommen sollten, und machen Sie ein paar Geräusche oder Töne. Sie werden schnell merken, welch besondere Akustik hier wahrnehmbar ist!
