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Grenzgang Schönenbuch – Allschwil: GPX | PDF
Länge: 6,32 Kilometer
Höhenunterschied: 83 Meter
(?)
Das unerwartete Ende dieser in mancherlei Hinsicht etwas improvisierten Wanderung sollte eine historische Tatsache von einiger Bedeutung zu Tage fördern – aber davon wusste ich zu Beginn dieser Wanderung noch nichts. Das ist der spannende Aspekt an dieser Region um Basel herum: Aus historischer Sicht bewegt man sich auf einem ausgesprochen reichhaltigem Boden und das in allen drei Nationen, deren Grenzen hier zusammen kommen. Man muss nur die eigenen sieben Sinne benutzen und vielleicht noch ein klein wenig stöbern, suchen und recherchieren und schon hat man seinen eigenen Wissenshorizont erheblich erweitert. Diese Wanderung ist ein Beispiel für solch eine Wissenserweiterung. Ursprünglich ging es nur darum, an die frische Luft zu kommen und ein klein wenig die Grenzregion am Rande Basels etwas besser kennen zu lernen. Entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, vorab genauere Routen heraus zu suchen, sollte es dieses mal mehr nach Groborientierung gehen, ein ungefährer Verlauf in dem grünen Grenzgebiet zu Frankreich. Das bescherte uns zwar recht verschmutzte Schuhe, aber doch zahlreiche schöne Eindrücke von einem Gebiet, wo kaum jemand wandern geht.
Die Wanderung beginnt in der kleinen Ortschaft Schönenbuch und endet in Allschwil, Nachbargemeinde von Basel Stadt, aber bereits auf Boden des Kantons Basel Landschaft gelegen. Haben Sie das im Hinterkopf: Man überquert hier die Grenze zu Frankreich mindestens zwei Mal. Im Gegensatz zu den Grenzgebieten zu Deutschland, in welchen derzeit Deutsche Bundespolizei und Zoll noch bis mindestens Ende März wie gestört „kontrollieren“, obwohl die Schweiz zum Schengen-Raum gehört, stösst man hier zwar so gut wie nie auf französische Polizei und Grenzschutz, vorbereitet sollte man aber sein. Wo Frankreich aufhört und die Schweiz beginnt, kann man mühelos erkennen: Einerseits bildet der Lortzbach die Grenze, andererseits stehen in der Schweiz die Häuser dicht gedrängt bis an die Grenze heran; diese Region gehört in Bezug auf die Bevölkerungszahl zu den am stärksten wachsenden in der Schweiz und obwohl hier viele Menschen leben, gibt es kaum deutlich ausgewiesene Wanderwege. Ein wenig Orientierungssinn und gegebenenfalls eine Navigationsapp oder eine Landkarte sollte man also schon mitnehmen. Bedauerlicher Weise führt der Weg über eine lange Strecke hinweg auch entlang einer stark befahrenen Regionalstrasse, aber in Höhe von Allschwil kann man auch durch einen schönen dichten Mischwald laufen, direkt bei Allschwil erstrecken sich schöne weite Felder mit hervorragender Weitsicht bei schönem Wetter. Aber selbst bei sehr warmen Sommertagen dürfte der Boden im Wald und auch in Nähe des Lortzbaches recht sumpfig sein, allzu empfindlich gegenüber gefühlten Tonnen von Erde an den Schuhen sollte man nicht sein.
Die Felder auf dem Boden Frankreichs gegenüber von Allschwil sind es auch, die jene Besonderheit zu bieten haben, von welcher ich vorab nichts wusste. Ich hielt die beiden Konstrukte, die dort mitten in einem Feld stehen, für Bauten zu landwirtschaftlichen Zwecken. Zunächst wollte ich an ihnen vorbei gehen, aber dann siegte doch meine Neugier. Es führte kein Pfad zu jenen Dingern direkt hin, es ging über ein frisch gepflügtes Feld. Gelandet bin ich dann an zwei Zeitzeugen, die de facto nicht dokumentiert sind: Zwei Kasematten der Maginot-Linie, genau genommen das südlichste Ende (oder der Beginn) jener Verteidigungslinie, die Frankreich kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zum Schutz vor einer deutschen Invasion erbaute. Die Geschichte hat gezeigt, wie sinnlos jene Maginot-Linie war: Hitler umging sie mit der Invasion in Belgien einfach. Die beiden hier noch erhaltenen Exemplare, die zum so genannten „Secteur de St. Louis“ gehörten, beherrbergten Maschinengewehre und leichte Panzerabwehrkanonen. Ursprünglich sollten in diesem Gebiet noch zahlreiche weitere Verteidigungsanlagen errichtet werden, aber dazu kam es nicht mehr. Keine Informationstafel und auch kein Gedenkstein erinnern an die Funktion dieser beiden Bauten, die sich mühelos von dem in der Schweiz gelegenen Allschwil aus sehen lassen – und auch auf dem Google Maps Satellitenbild jener Region.
