- Der Kirchturm von Faió (Fayón)
- Ruine Wildenburg
- „Schipkapass“-Bahn
- Biberlinsburg
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- Spinnerei Jakobstal
- Ruine Alt Regensberg
- Ruine Alt Wülflingen
- Ruine Kropfenstein
- Bad Lostorf
- Burg Rötteln
- Ruine Neu-Falkenstein
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- Château du Landskron
- Ruine Pfeffingen
- Ruine Schloss Gilgenberg
- Ruine Homburg
- Gleisbogen Lange Erlen
- Ruine Farnsburg
- Ruine Witwald
- Ruine Schloss Waldenburg

Viel gibt es über die Ruine Homburg nicht in Erfahrung zu bringen. Um 1240 wurden die Anfänge von Graf Hermann dem IV. von Frohburg erbaut, welcher zuvor den Namen seiner Frau „Homberg“ übernommen hatte. Seine Gattin war mit dem regional gut bekannten und mächtigen Adelsgeschlecht der „Grafen von Thierstein“ verwandt, wodurch jener Hermann wohl ein paar Stufen im Ansehen aufgestiegen sein dürfte, dennoch wurde die Burg 63 Jahre später bereits an den Bischof von Basel verkauft. Von diesem Zeitpunkt an diente die Burg als Sitz einiger Landvögte, die im Auftrag des Bischofs die Verwaltung der Besitztümer, sowie die Eintreibung der Steuern übernahm.
Mit kriegerischen Auseinandersetzungen wurde diese mehrfach erweiterte und vergrösserte Burg, die später „Schloss Homburg“ genannt wurde, nie konfrontiert. 1798 gab Basel die Burg Homburg als Landvogt-Sitz auf, räumte sie aus und verkaufte alles von Wert, um die über lange Zeit immer grösser angewachsenen Schulden und Unterhaltsbeträge anderer Bauwerke und Institutionen finanzieren zu können. Die Bischöfe von Basel müssen ein recht habgieriges Volk gewesen sein, denn kurz nach jener Räumung wurde sie von der Landbevölkerung, angetrieben vom Geist der französischen Revolution, in der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 1798 in Brand gesteckt. Danach wurde sie sich selbst überlassen und diente als Steinbruch. Erst um 1930 wurden erste Schritte zur Erhaltung und Restaurierung der Überreste vorgenommen, bis 1941 schliesslich der Kanton Basel Landschaft die Ruine übernahm. Von 2008 bis 2010 wurden intensive Restaurierungen eingeleitet, bei denen auch intensiv nach der baugeschichtlichen Entwicklung der Anlage geforscht wurde.
Von der kleinen Ortschaft Läufelfingen (Kanton Basel Landschaft) erreicht man die Ruine in circa 30 Minuten zu Fuss auf einem Weg, an dessen Rand immer mal wieder Informationstafeln mit Inhalten zur Anlage selbst, sowie einiger Schilderungen des alltäglichen Lebens auf solch einer Burg und gesellschaftspolitischer Entwicklungen jener Zeit zu lesen sind. Natürlich gibt es hier oben Möglichkeiten zum Verweilen, sowohl vor der Burg, als auch in den vor dem Wind schützenden Mauern des ehemaligen, sehr mächtig gebauten Wohnturmes. Es lohnt sich sehr, jener Ruine einen Besuch abzustatten, allein der Ausblick von der obersten Plattform ist wunderschön. Um allerdings da hinauf zu gelangen, muss man sich eine sehr enge Wendeltreppe mit recht kleinen Stufen hinauf winden, mit Bedacht ist das aber allemal machbar. Am einfachsten gelangt man den den Zügen der SBB ab Sissach oder Olten in jenes Läufelfingen, aber natürlich können Sie auch mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Zur Ruine aber müssen Sie schon hoch laufen, anders geht es – dankenswerter Weise – nicht.
