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Auch wenn die Schweiz ein sehr dicht besiedeltes Land ist, so kann man immer wieder besonders interessante und schützenswerte Lebensräume entdecken – im Vergleich zu anderen Naturschutzgebieten in Europa zwar meistens klein und durch die dichte Besiedlung stark bedroht, aber intakt. Ein Beispiel dafür ist die ehemalige Tongrube Liesberg Andil, unweit von Laufen im Kanton Basel Landschaft gelegen. Von 1934 bis 1980 wurden hier Tonerden abgebaut, die in dem tiefer gelegenen Industriegebiet mit Namen „Liesberg Station“ zu Zement weiter verarbeitet wurden. Vor 160 Millionen Jahren war hier einst das flache Urmeer, gewisser Massen der „Strand“ vor den Hochalpen. In diesem Lebensraum, welches sich heute das Schweizer Jura nennt, bewegten sich einst die grossen Saurier, aber auch viele andere urzeitliche Lebewesen. In versteinerter Form kann man sie heute unter anderem in dieser Tongrube aus dem Gestein schlagen, das Sammeln ist erlaubt.
Aus geologischer Sicht ist diese Tongrube ein typischer Vertreter für die Entstehung der Schweizer Jura-Kettengebirgszüge. Zugegeben: Insbesondere eingefleischte Eidgenossen dürften einige Mühe damit haben, dass das, worauf sie besonders stolz sind (ihre so heiss und innig geliebten Berge…), aus rein geologischer Sicht a) noch recht jung und vor allem b) nicht das Resultat einer Eidgenössischen Abstimmung sind. Liebe Eidgenossen, all das ist entstanden, noch bevor es die Begrifflichkeit „Confoederation Helvetica“ überhaupt erfunden wurde! Um es noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen, liebe Eidgenossen: All das, was „Swissness“ auszumachen scheint, war vor 160 Millionen Jahren so flach wie jetzt die Nord- oder Ostsee. Auf den harten, im Laufe noch vieler Millionen Jahre zuvor zusammen gepresstem Kalkgesteinplatten lagerte sich am „Strand“ weiches, sandiges Sedimentgestein ab. Mit der Verschiebung der Erdplatten entstanden die Vorläufer der heutigen Hochalpen, später die des Juras, die harten Kalk-Untergrundplatten wurden geknickt und gebrochen, mit ihnen auch die darüber liegenden Sandgesteinsschichten, das Urmeer wurde zurück gedrängt. Übrig blieben jene Schluchten-artigen Verwerfungen, in deren Senken sich jenes urzeitliche Strand-Sedimentgestein langsam aber steig zu Tonerde verwandelte. In dieser Tongrube kann man die Unterschiedlichkeit beider Gesteinsarten mit blossem Auge gut erkennen. Die wesentlich älteren Kalksteinschichten erscheinen in zahlreichen Grau-Farbtönen, sind scharfkantig und vor allem hart, die jüngeren „Sandstrand“-Schichten in allen erdenklichen Variationen von Dunkelrot bis Gelb, sind von eher weicherem Charakter.
Angeblich ist diese Tongrube weltweit bekannt für die Unmengen an versteinerten Lebewesen (vorwiegend Schnecken- und Kopffüsserarten, in versteinerter Form auch „Ammoniten“ genannt). Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie hier auf Menschen jeden erdenklichen Alters treffen, die mit irgendwelchen Hämmern auf Steinen herum klopfen, die suchen nach den Hinterlassenschaften des 160 Millionen Jahre alten Lebens, bevor die Hochalpen und die Jura-Gebirge entstanden. Daher auch an dieser Stelle der Tipp: Für Familien mit Kindern ist diese Tongrube ein besonders gut geeignetes Ausflugsziel! Natürlich kann man hier Grillieren und Verweilen, entsprechende Einrichtungen sind vorhanden, aber man kann die eigene Brut auch über Stunden hinweg beschäftigen. Denken Sie einfach daran, dass in dieser Grube vor Steinschlag gewarnt wird und der Besitzer jegliche Haftung für was auch immer ablehnt…
Aber auch für jeden Naturfreund ist diese Tongrube ein lohnendes Ziel. Hier kann man einheimische Orchideen-Arten entdecken, Ringelnattern und natürlich Unmengen an verschiedenen Eidechsenarten erblicken, verschiedene Raubvögel am Himmel fliegen sehen und vor allem unglaublich viele Teich- und Wasserfrösche beobachten. Der „World Wildlife Fund“ (WWF) führt die Tongrube Liesberg Andil im eigenen Register als besonders schützenswerten Lebensraum. Wenn Sie gedenken sollten, der Tongrube einen Besuch abzustatten (was ich nur empfehlen kann), dann sollten Sie folgende Dinge beachten: Gutes Schuhwerk ist Pflicht! Selbst an heissen Sommertagen sind Abschnitte dieses Geländes rutschig und sehr morastig. Wann immer Sie meinen, vorgegebene Wege verlassen zu müssen, so tun Sie das vollumfänglich auf eigene Verantwortung! Sie können sich hier auch jenseits der vorgegebenen Wege durchs Gelände bewegen, aber insbesondere dann sollten sie mit diesem Lebensraum, der hier entstanden ist, achtsam umgehen.
