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Johnsbachsteg – Erlebniszentrum Weidendom: GPX | PDF
Länge: 2,77 Kilometer
Höhenunterschied: 13 Meter
(?)
Im Nationalpark Gesäuse gibt es sehr viele Wanderwege mit unterschiedlichen Anforderungen, viele davon sogar für Rollstühle geeignet. Einer dieser Wege, die wenig Ansprüche an die eigene Kondition stellen und vor allem für Familien mit Kindern zu empfehlen sind, führt zum Erlebniszentrum Weidendom, direkt an den Ufern der Enns gelegen, nicht weit entfernt von Gstatterboden im Zentrum des Nationalparks. Das Zentrum selbst ist eigenständig, man muss nicht auf was für Wegen auch immer da hin wandern, ein Parkplatz und eine Bus-Haltestelle stehen in der Nähe zur Verfügung. Weitaus reizvoller aber ist es, von einem Ausgangspunkt eigener Wahl dort hin zu laufen, so bekommt man einen guten Eindruck von der Atmosphäre in diesem besonderen Nationalpark.
Das Erlebniszentrum ist eine Mischung aus Forschungsstation, Lehrpfad und Veranstaltungsort. Nahe liegender Weise dreht sich hier alles irgendwie um die Flora und Fauna im Park, ein besonderer Schwerpunkt aber liegt in der Auenlandschaft, die man an den Ufern der Enns finden und beobachten kann. In der kleinen Hütte, welche in der Mitte des kleinen Areals platziert ist, kann man viele Informationen in gesprochener oder gedruckter Form erhalten, aber hier wird auch aktiv mikroskopiert! Sozusagen „im laufenden Betrieb“ analysieren hier Fachkräfte den Zustand des Bodens und des Holzes, dokumentieren die unglaublich vielfältigen Prozesse, die hier stattfinden.
Namensgeber für dieses Areal ist ein aus langen Weidenästen geformter Dom, eine Art Naturdach. Man kann diesen Dom für eigene Anlässe reservieren, ansonsten dient er als Ort der Erholung und Ruhe. Unweit jenes Doms ist ein kleiner Garten platziert, der die hier üblichen und zum Teil endemischen Pflanzen beherrbergt, die man teilweise nur hier in diesem Nationalpark finden kann. Es stehen einige Sonnenliegen bereit, Plätze für Picnic und Spiel sind ebenfalls vorhanden.
Weitaus spannender und informativer aber ist der Lehrpfad, der durch die Auenlandschaft führt. Hier im Gesäuse ist die Enns ein sehr wilder und starker Fluss, Tag für Tag formt sie ihren eigenen Verlauf neu. Ihre Ufer verändern sich täglich, manchmal sogar stündlich. Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, hier die Natur so schalten und walten zu lassen, wie das nun einmal „normal“ ist. Da muss man sich unter Umständen darauf gefasst machen, dass der Kadaver einer Gemse irgendwo vor sich hin modert oder aber Teile des Pfades, die durch einen Sturm zerstört wurden, so belassen werden, wie sie der Sturm verändert hat. Hier baut man auf die Kraft der Veränderung, alles wird der Verwertung durch die Natur überlassen.
So gut ausgebaut jener durchweg Rollstuhl-taugliche Teil des Erlebniszentrums Weidendom auch ist: Gutes Schuhwerk ist empfohlen, genauer: Rutschfeste Schuhe. Das Holz der Stege ist an vielen Stellen mit Feuchtigkeit gesättigt und obwohl man wo es nur machbar war sogar Kaninchendrahtgitter auf die Bohlen genagelt hat, bleibt das Ablaufen des Weges eine Frage der Trittsicherheit. Insbesondere Vogelfreunden sei noch die Möglichkeit empfohlen, vom Zentrum aus einen kurzen Weg auf der alten Gesäuse-Strasse zurück zu legen. Nicht zuletzt wegen der jährlich auftretenden Schäden an jener alten Strasse hat man lange Passagen der alten Wegführung durch Strassentunnel ersetzt. Die alte Strasse führt etwas bergauf zu einem kleinen Unterstand oberhalb des Zentrums. Von hier aus kann man vor Wind und Wetter geschützt mit etwas Glück ein paar der hier Jahr für Jahr brütenden Flussuferläufer beobachten – oder aber einfach eine Zeit lang die Seele baumeln lassen und dabei den Ausblick auf die herrlich wilde Natur des Gesäuses geniessen.
