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Sonderlich viel Wetter-Glück hatten wir nicht in unserem Urlaub, dennoch haben wir das Beste daraus gemacht und sind nicht faul gewesen. Gerade einmal einen einzigen Tag mussten wir in den Wind schreiben, so dicht fiel der Regen. Umso mehr freuten wir uns auf ein paar Stunden, wo das Wetter mal nicht so gewöhnungsbedürftig war, wie vorher gesagt. Als Tagesziel suchten wir uns die Noth-Klamm, ähnlich wie die Wasserlochklamm eine beeindruckende Schlucht. Aber es sollte anders kommen, als gedacht. Bedauerlicher Weise wurde die Webseite zur Noth-Klamm an jenem Tag nicht so aktuell gehalten, wie es vielleicht sachdienlich gewesen wäre, erst vor Ort mussten wir feststellen, dass aus unserem Besuch nicht das werden sollte, was wir im Kopf hatten. Offiziell muss man für dem Zutritt zu jener Schlucht (und einigen anderen vielleicht sehenswerten Orten am Wegesrand dieser Schlucht) Eintritt bezahlen. Wir haben gar nichts gezahlt, schlicht aus dem Grund, weil eine Zahlung nicht möglich war. Dafür haben wir auch bestenfalls nur zehn Prozent von dem Weg gesehen, den man sonst zu sehen bekommen würde, hätten die Wettereinflüsse der vergangenen Tage nicht viel von dem, was wir entdecken wollten, zunichte gemacht.
Die Probleme begannen bereits mit der Anfahrt zur Noth-Klamm, der sonst übliche Weg war nicht mehr befahrbar, weil am unteren Ende der Klamm die Fluten die einzige Brücke hinweg gerissen hatten, die normaler Weise für die Anfahrt zur Noth-Klamm vorgesehen ist. Navigationssystem sei Dank fanden wir den Weg zu dem anderen – möglichen – Zugangspunkt zur Klamm, weitaus höher gelegen. Allein schon diese Fahrt war etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch landeten wir am oberen Ende der Klamm. Nur hier oben gibt es kein Häuschen oder was auch immer, um den sonst üblichen Eintritt zahlen zu können. Also liefen wir los. Was nicht existent ist, darf mit Fug und Recht ignoriert werden. Nach wenigen Metern landeten wir an dem oberen Endpunkt des Klamm-Lehrpfades. Wir schauten uns um, waren sehr beeindruckt von der Klamm, die durch die Regengüsse der vergangenen Tage mächtig an Kraft zugelegt hatte, und versuchten, den offiziellen – normalerweise kostenpflichtigen – Weg weiter zu gehen. Bereits nach wenigen weiteren Metern sollten wir fest stellen, dass das nicht möglich war. Ganz offensichtlich wurde ein grosser Teil der Holz-Treppen und – Stege vor wenigen Tagen durch die Fluten hinweg gerissen und konnte seitdem nicht repariert werden. Also liefen wir bergab den anderen Weg, an dessen Seite über lange Passagen hinweg Absperrzäune standen, einige von diesen Dingern bereits massiv durch Steinschläge verformt. Sonderlich wohl fühlten wir uns auf jenem Weg nicht. Uns hätte sicherlich an jenem Tag auch das widerfahren können, was anderen Menschen viele Jahre vorab bereits widerfahren war und bis heute am Wegesrand sichtbar ist, also drehten wir an dem unteren Punkt der Klamm, wo das „Kassa“-Häuschen der Klamm steht, welches aus was für einem Grund auch immer nicht besetzt war, wieder um. Ohne was auch immer zu zahlen. Am oberen Ende der Klamm kann man gut sehen, wie die Zeit an Veränderungen vorbei gehen kann. Hier oben sieht vieles danach aus, als hätte es mal bessere Zeiten gegeben. Aber die sind auch schon lange vergangen. Alles das ist im direkten Vergleich zu dem, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, wenig beeindruckend. Beeindruckend empfand ich die Tatsache, dass nicht nur kein Eintritt bezahlt werden konnte (weil die dafür zuständige Person schlichtweg nicht vor Ort war), sondern auch der Umstand, dass trotz der derzeitigen Wassernotlage niemand auf die Idee gekommen war, auch wirklich
alle
Zutritte zur Noth-Klamm zu sperren. Meines Erachtens wäre das zwingend notwendig gewesen. Aber hier ticken die Uhren nun einmal anders…
