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Eigentlich wollte ich nach ein paar Tagen Nationalausnahmezustand (der erste August ist Nationalfeiertag der Schweiz…) mit meinem Eseli ein paar Runden im Kanton Jura drehen oder bei schlechtem Wetter etwas ganz anderes machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich disponierte mich selbst von Jetzt auf Sofort vollkommen um, zu zerstört war ich nach jenen vergangenen 48 Stunden voller Nationalstolz im Dienste für die Bevölkerung von Basel. Ich hatte mir schon vor einiger Zeit vorgenommen, einmal das Areal von Basel zu erkunden, welches die „Skyline“ prägt, meinen Sinn für Architektur, Symmetrie und Spiegelungen zu trainieren. Also bewegte ich meine vier Buchstaben in einen Teil von Basel, unweit der Grenze zu Deutschland, der auf der einen Seite mit dieser Stadt untrennbar verbunden ist, aber irgendwie – zumindest für meine Begriffswelt – absolut nichts mehr mit dieser Stadt, geschweige denn mit jenem Land zu tun hat. „Skyline“ ist einer jener Begriffe, die in diesem Land zumindest auf mich vollkommen deplatziert wirken. Ich war in Paris, London, Hamburg, Istanbul, Frankfurt am Main (da schneit es immer noch das ganze Jahr hindurch…), München, ja Himmelherrgott, sogar Berlin hat eine „Skyline“ – aber Basel? Um es kurz zu machen: Basel hat keine „Skyline“ – aber zumindest ist Basel -> noch <- Heimatstandort des höchsten Gebäudes (oder besser ausgedrückt: Gebäudekomplexes), welches derzeit auf Grund und Boden der Confoederatio Helvetica existiert: Die zwei Türme der Firma „Hoffmann – La Roche„, ab jetzt nur noch „Roche“ genannt. Innerhalb der Schweiz gibt es einen ewigen Zweikampf zwischen zwei Städten: Basel und Zürich. Auf allen erdenklichen Ebenen. Warum auch immer (ich habe diese Aversion nie so recht verstanden und mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass sogar einige waschechte Eidgenossen nicht mehr erklären können, worin jene Aversion begründet ist…). In den meisten Punkten liegt Zürich vor Basel. In zwei aber (noch) nicht: Das höchste Gebäude der Schweiz und die Anzahl an „Glaubensgemeinschaften“. Was das eine mit dem anderen zu tun haben könnte, deute ich in den nachfolgenden Zeilen an.
Auf den Punkt reduziert sind die beiden unübersehbaren Türme Hauptsitz jener Firma. Man kann sie von so vielen weit entfernt liegenden Punkten in diesem Land aus sehen (auch von Frankreich und Deutschland aus, wohin diese Schweizer Firma kräftig exportiert…), diese Türme werden sogar ab und an als „neuzeitliches Wahrzeichen“ von Basel beschrieben. Sie sind omnipräsent. Sicherlich gemessen an den ansonsten „vermeintlich typischen Schweizer Werten“ als „mutig“ zu bezeichnen, aber ebenso sicherlich kein architektonisches Meisterwerk, da habe ich weitaus mutigere Konstrukte gesehen. Und selbst die, die ich bis zum heutigen Tage zu Gesicht bekommen habe, haben sich zumindest dezenter in das bereits existierende Stadtbild integriert, als das hier in Basel der Fall ist. Es gibt nur ein Beispiel, wo das meiner Meinung in diesem Land nach noch mehr strapaziert wurde, als in Basel: Der Kornhausspeicher in Zürich, aber ja, in Zürich gelten andere Regeln. Ebenso auf allen erdenklichen Ebenen.
Wie bereits angemerkt wollte ich dieses Areal einfach nur durchlaufen, die architektonischen „Highlights“ im Bild bannen, vor Ort aber angekommen musste ich fest stellen, dass bestenfalls nur die Randbereiche „öffentlich“ sind – und selbst die sind mit Videoüberwachungskameras gepflastert. Man kann Roche „offiziell“ besuchen, sich durch das Areal und die Türme führen lassen, aber irgendwie widersprach das meinem Verständnis von Integration. Ja, man kann die Roche-Türme von Basel nicht übersehen, aber ungehindert erkunden kann man das Areal eben auch nicht. Überall Schleusen, Drehkreuze, beide selbstredend mit Videokameras bis zum Abwinken ausgestattet. Es gibt sogar ein Hallenbad, ja sogar zwei Restaurants. Erstaunlicher Weise aber war nichts von alledem für die Öffentlichkeit geöffnet. Trotz anders lautender Informationen, die auf Glasscheiben aufgeklebt zu finden waren. Noch nicht einmal in Zürich bin ich auf eine derartige Erscheinungsform von Abgrenzung gestossen! Bei Roche scheint sich vieles hinter den hohen Mauern abzuspielen, die nahe liegender Weise ebenso mit Kameras zugepflastert sind. Als ich dort herum streunte, bemerkte ich zwar ein paar „motivierte“ Mitarbeiter, die an einem in der Schweiz ansonsten als „arbeitsfreien Tag“ anerkanntem Tag Zugang zu jenem Areal nahmen. Nochmal: An einem ansonsten in der Schweiz für Nicht-Schichtarbeiter arbeitsfreiem Tag. Aber von „Leben“, um welches sich jene Firma angeblich gesondert kümmert, konnte ich keine Spur ausmachen. Dafür umso mehr Merkmale für eine Parallelwelt, die sich jenseits von Basels für jedermann sichtbarem Leben mehr als deutlich nicht nur unterscheidet, sondern auch bewusst abgrenzt. Ich bin zu Fuss zu dem Knotenpunkt in dieser Stadt zurück gelaufen, dem Claraplatz. Dort habe ich wieder Menschen gesehen. In dem Bereich um die Roche-Türme herum war ich zumindest zu dem Zeitpunkt, als ich dort war, der einzige Mensch. Solche Beobachtungen geben mir zu denken. Sind die Roche-Türme von Basel eine dezidierte Anreise wert? Nein, ganz klar nein. Denn wie es ein auf jenem Areal hinterlegtes „Raucher-Schild“ überklar verständlich macht, geht es um die „Wahrung der Wahrnehmung“.
Ich kenne dieses „Prinzip“ (wenn man das überhaupt so nennen kann) aus meiner eigenen Familie. Ich kenne das Prinzip aus beruflicher Wahrnehmung (wenn Sie auch nur ansatzweise eine Ahnung davon hätten, wieviele „Zeugen Jehovas“ oder der „Scientology Kirche“ es unter anderem in öffentlichen Betrieben, wie den Basler Verkehrsbetrieben gibt, dann würden Sie die Funktionsweise eines Grossunternehmens wie Roche zumindest ein klein wenig besser verstehen… Und das ist der zweite Punkt, in welchem Basel die Nase vor Zürich hat!). Roche geht es um Wahrnehmung. Für meine Begriffswelt hat es Roche übertrieben. Aber ja, ansonsten eignet sich dieses nicht frei zugängliche Areal, welches als neuzeitliches Wahrzeichen von Basel beschrieben wird, allemal als „Testgelände“ für Symmetrie und dergleichen. Am Ende meines Rundganges bemerkte ich zwei im direkten Vergleich zu mir junge Frauen, in etwa um die Mitte 20 Jahre alt herum. Die eine eher blässlich, lange dunkle Haare, dunkle Augen. Die andere so richtig „schön“ arisch blond, blauäugig, klein, aber durchtrainiert gewachsen, kein Gramm Fett, wie sich das für dieses ansonsten an Samstagen tote Areal von Basel gehört, züchtig freizügig-sportlich-knapp gekleidet, „zukunftsorientiert“, meinetwegen auch „dynamisch“, beide auf Velos (das Velo der blonden deutlich teurer, als das der dunkelhaarigen, aber egal). Sie hielten in unmittelbarer Nähe von mir an und die „schöne“ Arierin begann in lupenreinem Hochdeutsch zu dozieren:
Bevor hier der erste Turm gebaut wurde, hatten wir hier ein Gehege für Mini-Schweine für die Forschung.
Ich beschloss, die Roche-Türme als die zu belassen, als was sie waren und sind: Eindrücklich, aber auch mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen, genau so, wie gewisse sektiererische Begleiterscheinungen, mit denen ich mich tagtäglich auseinander setzen muss. Innerbetrieblich, wie auch auf einem „Wahrzeichen“-Areal, welches nur extrem eingeschränkt zugänglich ist. Aber nicht frei erkundbar. Wie gewisse „Glaubensgemeinschften“, von denen es hier in Basel -> noch <- mehr gibt, als im Nabel der Schweiz mit Namen Zürich. Das ist für meine Begriffswelt in diesem Land und insbesondere in Basel normal.
