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An der Planung dieser in vielerlei Hinsicht besonderen Streunerei war ich von Anfang bis Ende (fast) nicht beteiligt, handelte sich es bei dem Gesamtpaket doch um ein Geburtstagsgeschenk des Menschen, mit welchem ich die meisten Entdeckungstouren unternehme. Und was das für eine Überraschung wurde! Im Nachhinein stellte sich zwar heraus, dass sie das seit längerer Zeit unbedingt schon einmal machen wollte, aber wer wäre ich, würde ich die von ihr geplante Verbindung von Schönem mit Nützlichem nicht dankend honorieren! Es ist schön und auch selten einen Menschen an der Seite zu wissen, mit dem man (fast) alle Interessen teilen kann. Sie hat ein gutes Gespür für jene Gemeinsamkeiten, aber dass sie überhaupt jene Unternehmung in Erwägung gezogen hatte, überraschte mich dann doch ein klein wenig. Ich kannte Übernachten im Zelt, Camping-Anhänger und Wohnmobil bereits, aber weder sie, noch ich kannten bisher dieses eigenartige Konstrukt mit Namen „Bubble Home“. Und Dinge wie „Zelt„, „Wohnmobil“ oder „Camping-Anhänger“ kannte sie bis anhin überhaupt nicht. In gewissem Sinne war diese Unternehmung also auch ein Experiment – und das ist geglückt!
Auf den Punkt reduziert sind Bubble Homes bewohnbare geodätische Kuppeln, also Wohnräume mit Rundumsicht. Aufgrund ihrer Konstruktionsweise sind sie sehr stabil und weitestgehend (aber nicht vollumfänglich) unempfindlich gegenüber stärkeren Witterungsveränderungen und Erdbeben. Hergestellt werden diese Dinger seit 1993 vom gleichnamigen Konstrukteur „Bubble Home“ in Huttwil im Kanton Bern. Seit Beginn des Jahres 2024 kooperiert der Hersteller mit der Verwaltungs- und Vermittlungsplattform „Bubble Travel„, welche in Luzern angesiedelt ist, man kann aber solche Kuppeln auch über andere Plattformen mieten wie zum Beispiel „Adventurly„, ähnliche Angebote gibt es mittlerweile auch in Deutschland und Frankreich. Um das aber gleich vorweg zu nehmen: Rabatte oder dergleichen, wie sie Buchungsplattformen wie zum Beispiel „Booking.com“ oder dergleichen bieten, kommen hier nicht zur Anwendung, es ist immer der veranschlagte Preis zu zahlen – und der ist (sehr diplomatisch ausgedrückt) auf gehobenem Niveau. Die Vermittlungsplattform sorgt sich darum, dass jene Kuppeln in eher abgelegenen, ruhigen Gegenden auf Grundstücken anderer Besitzer platziert werden, entsprechend suchen sie auch neue Partner für mögliche weitere Standorte in der Schweiz. Vor Ort kümmern sich jene Grundstückseigentümer oder Genossenschaften um den Erhalt der Kuppeln und das Wohlergehen der Gäste. Wie diese Grundversorgung an den anderen Standplätzen aussieht, kann ich nicht beschreiben, ich kenne seit jener Unternehmung erst jenen einen Standort auf der Klewenalp im Kanton Nidwalden, hoch über dem Vierwaldstättersee im Herzen der Schweiz. Ich gehe aber davon aus, dass es keine grossen Unterschiede bei den jeweiligen Standorten geben wird.
Grundsätzlich ist im Preis nicht nur die Übernachtung inbegriffen, sondern auch ein durchaus umfangreiches Frühstück mit Produkten aus der Region, es wird Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Bestandteile ihren Ursprung in der Schweiz haben. Vor Ort standen uns Toaster, Kochplatte, Kühlschrank, Kapsel-Kaffeemaschine, das notwendige Geschirr, Butterzopf als Frühstücksbrot, diverse Konfitüren, Joghurt, zwei kleine Flaschen Orangensaft aus dem Kanton Basel Landschaft, Käse aus dem Kanton Uri, Wurst aus dem Kanton Nidwalden und selbstredend Zucker und Kaffeerahm in jenen Portionspackungen zur Verfügung, hinzugebucht hatte sie ein fix und fertig Fondue (auch aus der Region), begleitet von passendem Fonduebrot und einer kleinen Flasche undefinierbaren Landweines. All das wurde zuvor in einer in der Nähe stehenden Hütte deponiert, in welcher sich auch ein WC und eine Spüle befindet. Es wird dringend davon abgeraten, ein Fondue in der Kuppel zuzubereiten, sowie generell offenes Feuer zu machen (grundlegend lehnen Vermittler und / oder Vermieter des Bubble Home jede Haftung für was auch immer ab, entsprechende Vereinbarung ist im Mietvertrag unmissverständlich hinterlegt…). Wenn das Wetter also nicht mitspielt, muss man jenes Fondue wohl oder übel in jener Versorgungshütte zubereiten und verzehren, der Aussensitzplatz ist nicht überdacht. Und damit wäre ich auch schon bei der grössten Schwierigkeit angelangt, wenn es um die Buchung eines Bubble Homes geht: Auslastung und Wetter. Erstaunlicher Weise sind die Bubbles sehr beliebt, wie wir durch Zufall erfuhren, mieten einige Besucher diese Dinger ein ganzes Jahr vorab. Nur kann man zu jenem Zeitpunkt bei bestem Willen nicht wissen, wie das Wetter am gebuchten Tag wird. Mit der von der Vermittlungsplattform angepriesenen Aussicht auf fünf Billionen Sterne ist das also reine Glückssache (und wir hatten dieses Glück nicht), dafür konnten wir aber hautnah das Spiel der Wolken über Stunden hinweg beobachten – was auch eine sehr eindrückliche Angelegenheit ist! Man sollte also ein gewisses Mass an Flexibilität mitbringen und sich irgendwie damit arrangieren, dass die Begrifflichkeit „Stornierung“ nirgendwo in gedruckter Form oder online auftaucht. Aber ich kann Ihnen versichern, dass eine Übernachtung selbst bei Regen eine lauschige Angelegenheit werden kann, wenn man einen Sinn dafür hat und nicht allzu empfindlich ist. Je nach Jahreszeit und Standort sollte man sich auch mit wärmender Kleidung für die Nacht eindecken, selbst jetzt im Hochsommer herrschten bei uns draussen nur 13 Grad Celsius. Eine Dusche gibt es nicht, meines Wissens nach an keinem der Standorte in der Schweiz. Es kann auch nicht schaden, eine transportable Beleuchtung für die Nacht mitzunehmen und bei Bedarf eigene Nahrung, wenn man kein Fondue mitbucht. Am Aussensitzplatz kann man dann – mitgebrachte Ausrüstung vorausgesetzt – selbst Fondue, Raclette oder was auch immer kredenzen (und auch besseren Wein konsumieren…), das ist nicht untersagt. Übrig gebliebene Bestandteile des Frühstücks können und sollten mitgenommen werden. An dieser Stelle auch der Hinweis darauf, dass bei einem solchen Bubble Home erzeugter Müll selbst abtransportiert und entsorgt werden muss, nehmen Sie sich also einen entsprechend passenden Sack mit. In der Nähe einiger Bubble Home Standorte finden sich auch Feuerstellen, die man nutzen kann. Will man widrigem Wetter angemessen begegnen und doch irgendwie den Aussensitzplatz nutzen, sollte man entsprechend eine genügend dimensionierte Zeltplane mit Befestigungsmaterial in Erwägung ziehen (haben wir nicht gemacht). Für den Fussweg zum jeweiligen Bubble Home ist gutes Schuhwerk manchmal sicherlich erforderlich (nicht in unserem Fall, wir hatten aber entsprechendes an unseren Füssen).
Und nun komme ich zu dem Punkt, den wohl die meisten Leserinnen und Leser hauptsächlich interessieren dürfte: „Wie ist es so, in so einem Bubble Home zu übernachten?“. Die Sicht auf die Sterne ist wie bereits angemerkt mitnichten garantiert, aufgrund ihrer Konstruktion und in Anbetracht des jeweiligen Standortes ist aber ebenso nicht immer eine vollends ungetrübte Aussicht durch die Plexiglasplatten gewährleistet, unsere hätte jedenfalls mal eine Reinigung gut gebrauchen können, aber es war nicht tragisch. Hier sei gleich angemerkt, dass einige jener Bubble Homes anders konstruiert sind und andere Materialien verwendet wurden, sie sind nicht alle gleich. Entsprechend sollten Sie sich vorab darauf festlegen, welche Konstruktionsart ihren eigenen Bedürfnissen am ehesten entspricht. In einem Punkt sind sie aber alle gleich: Rundum-Aussicht. Und damit eben auch Rundum-Einsicht. Man muss immer damit rechnen, dass andere Menschen an jenen Bubble Homes vorbei laufen. Die Schweiz ist ein Wanderland, nicht selten liegen Wanderwege in unmittelbarer Nähe, gegen Abend hin ist das kein grösseres Problem, irgendwann ist es zu dunkel zum Wandern. Etwas anders kann das am Morgen aussehen, wenn die typischen „Kampfwanderer“, wie ich das zu nennen pflege, mit den ersten Sonnenstrahlen über die Berggipfel herfallen. Die meisten gehen diskret vorbei, unterhalten sich staunend über jenes futuristisch anmutende Ding in der Landschaft. Aber dann gibt es auch die, die ein altes Vorurteil über „die Schweizer“ vollumfänglich bestätigen: Die starren! Zwar gehen die irgendwann weiter, bis dahin aber stehen sie da, starren, reden bestenfalls kaum hörbar ein paar Worte. Nicht die geringste Spur von Diskretion! Damit muss man einfach rechnen und das persönliche „Timing“ entsprechend anpassen, will man von Nacht- in Tageskleidung wechseln. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch die Form der Verschliessung eines Bubble Homes. In die Versorgungshütte kommt man nur mit einem dezidierten Schlüssel, die ist sozusagen „sicher“. Die Bubble selbst aber hat kein Schloss, sondern lediglich einen mechanisch arbeitenden Riegel. Ein Bubble Home gleicht also durchaus der Unterbringung in einem Zelt. Immerhin grüssten uns früh am Morgen aber einige Wandergruppen freundlich, wünschten uns guten Frühstücksappetit. Ein Paar wollte sogar mehr über diese Dinger wissen, worauf ein lustiges und interessantes Kurzgespräch entstand. Lange Rede, kurzer Sinn: Die rein subjektiv geprägte Sicherheit eines Hotels bietet ein Bubble Home nicht – will es aber auch gar nicht. Dafür hat man nicht das Gerumpel irgendwelcher anderen Hotelgäste um sich herum, sondern für viele Stunden Natur pur (und dankenswerter Weise dämpfen die Plexiglasscheiben das Gebimmel der Kuhglocken effektiv ab). Zumindest ich habe problemlos wie ein Stein geschlafen und diesen ungewöhnlichen Aufenthalt in vollen Zügen genossen. Das Wolkenspiel um den nahe gelegenen 2246 Meter hohen Schwalmis war einfach fantastisch, zu erleben, wie die Morgensonne langsam aber beharrlich diese Wolken verdrängt, sehr eindrücklich. Manchmal fühlt man sich so, wie man in dieser Welt nun einmal ist: Sehr klein…
An- und Abreise gestalteten sich gleich. Vom Bahnhof Luzern aus nahmen wir das Linienschiff bis Beckenried, selbige Ortschaft lässt sich natürlich auch mit Buslinien erreichen, eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee wirkt aber zusätzlich sehr „entschleunigend“ (wenn man von gewissen touristischen Begleiterscheinungen auf solchen Schiffen mal absieht, spätestens hier lohnt sich die Investition in ein Generalabonnement für die erste Klasse…). Der Transport von Beckenried auf die Klewenalp erfolgt mit der längsten Standseilbahn der Zentralschweiz – und ist im Preis der Bubble-Buchung inbegriffen (nicht aber Linienschiff, Buslinien und dergleichen). Ab Bergstation der Seilbahn geht es zu Fuss auf gut begehbaren Wegen weiter hinauf zum Bubble Home, ein ausgedrucktes Begleitschreiben mit einigen wichtigen Zusatzinformationen wird zur Verfügung gestellt. Auch wenn der Buchungspreis hoch erscheint: In Anbetracht des Umfanges der inbegriffenen Leistungen erscheint er mir als angemessen. Wenn man dann noch so wie wir das Glück hat, nicht im Dauerregen in dem Bubble Home nächtigen zu müssen, sind die gewonnenen und mitgenommenen Eindrücke schlichtweg unbezahlbar. Ein sehr schönes und eindrückliches Erlebnis! Ach, übrigens: Da oben gibt es keine Wölfe, Bären oder Hexen. Sehr wohl aber Kühe mit Glocken und sogar Murmeltiere!
