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Aktualisierung Juli 2025: Aufgrund unzureichender Rentabilität der Produktion von Emmentaler-Käse am Standort der Schaukäserei, zu hohe Investitionen in eine mögliche Modernisierung der Anlage, sinkendem Absatz des Emmentaler Käses und das Fehlen von nicht in Silos gelagerter Milch ist die Emmentaler Schaukäserei seit Juni 2025 dauerhaft geschlossen. Mehr dazu hier. Die Schliessung hat Auswirkungen auf das Tourismuspaket „Grand Tour Snack Box„, die jetzt normal käuflich erworben werden kann. Obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) „Emmentaler Käse“ derzeit mit Absatzproblemen und Rückgang der Produktion zu kämpfen hat, hat „Swiss Cheese Marketing“, Dachorganisation zur Vermarktung von Käse aus der Schweiz, eine neue Werbekampagne gestartet. Seit dem 7. Juli fährt in Bern ein Werbe-Tram.
Dieser Tage haben wir mit einem neuen „Projekt“ begonnen, wenn man das überhaupt so nennen kann. Ist dieses Projekt abgeschlossen, so werde ich den Namen des Projektes nennen und das Gesamtresultat zu gegebener Zeit eingehender beschreiben. Wie es nun einmal mit „Projekten“ gehen kann: Es läuft alles anders, als „man“ (= wir) „projektiert“ hatten, aber auch dazu zu gegebener Zeit mehr. An dieser Stelle erst einmal so viel zu unserer Unternehmung: Es geht um eines der Sinnbilder für die Schweiz schlechthin und dessen touristischer Vermarktung. Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, so wurde dieses Sinnbild in Kinderbüchern und Comics immer mit Löchern dargestellt. Automatisch wusste jeder beim Betrachten jener Abbildungen, worum es geht: Käse. Nicht dezidiert den Käse, der jene Löcher aufweist und in Affoltern im Emmental im Kanton Bern in der Schweiz hergestellt wird, sondern ganz allgemein um irgendeinen Käse. Was für eine Blasphemie! Dass wir vor Ort eine recht hinterfragenswürdige Entdeckung machen mussten, hatten wir nicht erwartet, so viel zum Thema „Projektierung“, aber dazu später mehr. Sie wollte eigentlich nur mal sehen, wie Käse gemacht wird, ich hatte von Anfang an ein etwas anderes Ziel im Kopf, aber das verrate ich irgendwann in halbwegs absehbarer Zukunft, wenn das Projekt abgeschlossen ist. Ganz grundsätzlich eignen sich die „Einzelteile“ jenes Projektes ganz gut dafür, dass man sie an Schlechtwettertagen absolviert und man keine grosse Lust hat, irgendwo im Gelände herum zu robben. Nehmen Sie einfach nur genug Geld mit. Aber auch dazu später mehr.
Nach mehrmaligem Umsteigen von Bahn zu Bahn zu Bahn und schliesslich Bus landeten wir in Affoltern im Emmental, wo die Schaukäserei Emmental (nebenbei angemerkt Bestandteil der „Grand Tour of Switzerland„) ihren Sitz hat und wo einer der Käse hergestellt wird, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und Dank einiger Fluglinien sogar in Minimalgrösse abgepackt als Sinnbild für die Schweiz hier und dort in die Luft geht: Der Emmentaler, eben jener Käse, der Löcher hat. Ganz ehrlich: Emmentaler ist in all den Jahren, in denen ich mittlerweile auf dieser Erdkugel weile, nur ausgesprochen selten auf meinem Teller gelandet. Und trotzdem kenne ich ihn bereits seit meiner Jugend, Emmentaler gab es auch in Berlin im Kühlregal. Ja, dort war er ein klein wenig teurer, als andere regionale Käse-Sorten, aber auch nicht derart exorbitant viel teurer, als das ihn man automatisch mit der Begrifflichkeit „Schweiz“ in Verbindung gebracht hätte. Gleiches galt (und gilt meiner Meinung nach…) auch für seinen Geschmack. Obwohl man ihn sicherlich auf fast der ganzen Welt irgendwo finden wird, so assoziiere ich mit diesem Käse nicht unbedingt etwas „typisch“ schweizerisches. Dazu erscheint er mir einfach zu unspektakulär, undifferenziert und durchschnittlich. Zu „gummig“. Löcher hin oder her. In der Schweiz gibt es an die 700 verschiedene Käse-Sorten. Warum es ausgerechnet dieses löchrige Ding unter jenen 700 Sorten dazu gebracht hat, „Käse“-Botschafter der Schweiz in der Welt zu werden, kann ich ehrlich gesagt nicht so recht nachvollziehen. Aber ich bin ja auch kein Eidgenosse, sondern nur ein „Papierli-Schwiizer“ mit Heimatkanton „Zürich“. Und nicht „Bern“. Also kann ich per se keine Ahnung von Käse haben, auch wenn ein gewisser Käse in meinen Augen einfach mal Käse ist (eine Wortspielerei aus Deutschland 😉 ).
Stichwort „…nicht derart exorbitant viel teurer, als das man ihn automatisch mit der Begrifflichkeit „Schweiz“ in Verbindung gebracht hätte“: Nein, Emmentaler ist im klassischen Sinne kein „teurer“ Käse, da habe ich schon ganz andere Preiskategorien in diesem Land kennen gelernt. Grundsätzlich sind die aus dem Hause stammenden Angebote, die hier feil geboten werden, in einem *normalen“ Preissegment angesiedelt – wenn man in Betracht zieht, dass es sich a) hier im den „Stammsitz“ des Emmentalers handelt, b) die gesamte Schaukäserei von Anfang bis Ende auf den Tourismus ausgerichtet ist und c) man sich in der Schweiz aufhält, wo das ominöse Ding mit Namen „Preise“ sowieso eine höchst eigenwillige Angelegenheit ist. Ist man in Besitz eines gewissen „Dokumentes“, welches Auslöser zu diesem Projekt war und ebenso irgendwann einmal nach Abschluss dieses Projektes eingehender hier beschrieben wird, so erhält man sagenhaft anmutende zehn Prozent Rabatt – aber auch nur auf ganz wenige Produkte aus eigener Produktion. Alle anderen „Objekte“, die man im Shop jener Käserei auch finden kann (zuweilen aber auch finden muss…), fallen nicht unter dieses Rabatt-Angebot. Beim Durchforsten des durchaus reichhaltigen und interessanten Angebotes stiessen wir dann aber auf einen echten Kracher – im negativen Sinne. Aus welchem Grund auch immer fand sich in einem der Kühlregale zwischen Sahne, Milch, Käse in allen erdenklichen Darbietungsformen, Seifen, Ölen, Kräutermischungen, Tee-Mischungen, regionalem Bier, Kuhglocken, Scherenschnittpostkarten, Kuscheltieren für die Kleinen, Karamellbonbons aus der Region, Kaffeebechern, die beim Anheben Töne von sich geben, Schlüsselanhängern, Edelweiss-Socken, Likör und zahlreichen anderen Produkten, die seit dem Zeitpunkt, als die Menschheit den Käse entdeckte, untrennbar zu der Produktionskette jenes Nahrungsmittels und dem allseits bekannten sonstigen Touristenschnickschnack gehört, etwas, was irgendwie da weder hin passte, noch hin gehörte. Unserer alles andere als allgemein gültigen Meinung nach:
Mascarpone.
Mascarpone ist ein italienischer Frischkäse. Kein schweizerischer, schon gar nicht ein bernerischer. Bei dem Exemplar, welches wir im Emmental im Kühlregal vorfanden, handelte es sich um die Massenware eines italienischen Herstellers, wie man ihn in jedem Detailhandel der Schweiz finden kann. Zum einheitlichen Kaufpreis bei derzeit 3,85 Franken für 250 Gramm, online wie in einem jeweiligen Verkaufsladen vor Ort. Hier im Emmental aber sollte exakt die gleiche Portion vom gleichen Hersteller satte 9 Franken kosten! Ich vergewisserte mich sicherheitshalber durch in Augenscheinnahme der anderen Packungen davon, dass es sich nicht um einen Etikettierungsfehler handeln würde, aber nein, alle Packungen wiesen einen Aufschlag von satten
133 Prozent
im Vergleich um Detailhandel auf. Nach Schilderung jener Entdeckung sollte Ihnen bewusst sein, was Sie erwartet, wenn Sie diese Schaukäserei besuchen, nehmen Sie also Geld mit. Trotzdem kauften wir ein paar Dinge dort ein, Emmentaler hin oder her, und nein, „billig“ war dieser Einkauf nicht, das hauseigene Fondue war aber auch nicht den Betrag wert, den wir hin blättern mussten, wie wir noch am Abend des gleichen Tages fest stellen sollten. Den auf Touristen ausgerichteten Prozess der Käse-Herstellung haben wir uns nicht angetan, vielleicht holen wir das an einem anderen Ort mit einem anderen Käse nach. So oder so überlege ich mir, ob ich nicht doch mal den Konsumentenschutz bezüglich jener 133 Prozent kontaktieren soll, derartige Aufschläge bei Produkten, die noch nicht einmal aus der Schweiz stammen, halte ich für kriminell, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass hier nicht nur Touristen einkaufen gehen, sondern auch Bürger dieses Landes, die solche Preiseigenheiten durchaus kennen. So oder so: Auch wenn der Start zu diesem Projekt einen ganz anderen Verlauf nahm, als ursprünglich „projektiert“, so bin ich mir bereits jetzt sicher, dass sich diese Unternehmung gelohnt hat. Und sei es nur in Bezug auf die Erkennung der Methoden, die in diesem Land angewendet werden, um den Tourismus am Laufen zu halten.
