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Jägerwägli Wasserfallen: GPX | PDF
Länge: 2,91 Kilometer
Höhenunterschied: 390 Meter
(?)
Er gilt als der spektakulärste Wanderweg des Kantons Basel Landschaft: Das Jägerwägli Wasserfallen, oberhalb von Reigoldswil unweit zur Kantonsgrenze zu Solothurn gelegen, und tatsächlich empfanden wir diese Beschreibung als nicht übertrieben, auch wir waren sehr angetan von jenem ausgesprochen wild-romantischem Weg entlang des kleinen Flusses „Hintere Frenke“. Mit knapp drei Kilometern Länge erscheint dieser Weg als kurz, aber er hat es in sich, ist in Bezug auf die Anforderungen durchaus vergleichbar mit dem nicht weit entfernt gelegenen Rundweg Waldenburg. Einmal mehr haben wir uns für die Bergab-Variante entschieden und sind somit von Reigoldswil aus mit einer Seilbahn hinauf zu der Wasserfallen-Region gefahren, wo die Beschreibung unserer Wanderung bei der Bergstation dieser Seilbahn beginnt und bei der Talstation endet. Das sei vorweg genommen: Die Seilbahn verlangt nicht ganz banale Preise, für den Transport einer erwachsenen Person hinauf ohne zurück werden 18 Franken verlangt, SBB-Abonnements welcher Art auch immer sind nicht gültig – aber das lohnt sich im Endeffekt allemal, auch wenn es an der Bergstation sehr touristisch zugeht. Hier oben findet sich die obligatorische Wirtschaft, aber natürlich auch der Grillplatz der „Schweizer Familie“, ein grosszügiger Kinderspielplatz und ein offensichtlich gut frequentierter Seilkletterpark. Damit muss man sich anfänglich arrangieren und natürlich laufen an Wochenendtagen auf dem Jägerwägli mehr Menschen herum, als unter der Woche, trotzdem war dieser Weg aus unserer Sicht nicht überlaufen. Er stellt nun einmal seine Anforderungen, die nicht jeder auf sich nehmen will (und dennoch haben wir auch hier Wanderer in Turnschuhen gesehen…). Im unteren Bereich in Nähe von Reigoldswil teilt man sich diesen Weg dann – je nach Jahreszeit – mit Gelände-Trottinettlern oder Schlittlern, in diesem Bereich ist der Weg sehr gut ausgebaut und leicht begehbar, die wirklich schönen Abschnitte dieses Weges sind aber durchaus anspruchsvoll.
Warum ist dieser Weg spektakulär? Wenn man mit der Seilbahn nach oben fährt, erahnt man gar nicht, welche wunderschönen Abschnitte man auf diesem Weg zu sehen bekommen wird, obwohl grosse Teile des Weges in unmittelbarer Nähe der Seilbahn verlaufen, so dicht ist das Waldwerk entlang des Weges. An zahlreichen Stellen stürzen kleine Wasserfälle die Steilhänge hinab, kleinere Passagen verdeutlichen eindrücklich, wie in dieser Region Tektonik und Wasserkraft die Landschaft geformt haben. Es gibt entlang dieses Weges wirklich ausgesprochen viele Fotomotive, die man kein zweites Mal wo auch immer finden könnte, ein- und dasselbe Flüsschen und die umgebende Landschaft erscheinen in sehr kurzen Abständen in einem vollkommen anderem Licht – es lohnt sich sehr, auf diesem Weg auch mal den Blick nach hinten zu wenden und nicht nur nach vorne zu schauen, wie es wohl die meisten machen! Man überquert auf jenem Weg einige Holzbrücken, die alle einen eigenen Namen und natürlich auch eine eigene erklärende Geschichte zu dem Ursprung ihres Namens haben. Bei der Lektüre jener Beschreibungen – sollten sie denn auch „authentisch“ sein – wird einem klar, wie es zu gewissen Zeiten in dieser Region zuging. Da ist von Räubern, Bären und Erscheinungen die Rede und wenn man auch nur einen Funken Phantasie hat, kann man sich gut vorstellen, was sich hier wie vor langer Zeit mal – vielleicht oder auch sehr wahrscheinlich – ereignet hat. Insofern ist dieser Weg auch gut für Familien geeignet, deren Kinder noch nicht den ganzen Tag vor was für einem Bildschirm auch immer verbringen.
Wie bereits angedeutet hat es dieser Weg in sich, wird in die Kategorie eingeordnet, die als „nicht einfach“ beschrieben wird. Mit der kurzen Länge von noch nicht einmal drei Kilometern mag das Ihnen als „nicht zutreffend“ erscheinen, aber Sie sollten die nachfolgenden Hinweise beherzigen. Es spielt letztlich keine Rolle, ob Sie diesen Weg bergab oder bergauf laufen, Sie benötigen sachdienliches Schuhwerk, egal, zu welcher Jahreszeit auch immer, Turnschuhe (meinetwegen auch „Sneakers“) sind auf diesem Weg vollkommen unangebracht! Auf dem Weg finden sich zahlreiche und vor allem lange Passagen mit Holztreppen. Nahe liegender Weise weisen die einzelnen Stufen jener Treppen nicht eine gleiche, geschweige denn eine „genormte“ Höhe auf, aber das ist im Vergleich zu ihrer Griffigkeit noch verschmerzbar. Um es klar auszudrücken: Die kritischen Passagen dieses Weges bestehen aus Holz, seien es jene Treppenstufen, die Brücken oder das Wurzelwerk der Bäume! Gehen Sie es langsam an und überlegen Sie sich, wo Sie Ihren Fuss hin setzen wollen, benutzen Sie Ihre Augen und Ihr Hirn! Die hölzernen Passagen sind alles andere als griffig, da geht es sehr rutschig zu, insbesondere auf den Holzbrücken in Nähe des Flusslaufes! Das dürfte für jede Jahreszeit gelten, meiner bescheidenen Erfahrung nach! Abgesehen von jener Tatsache geht es auf gewissen Abschnitten obendrauf auch noch sehr rassig bergauf oder bergab. Hier und dort wurden erfreulicher Weise sogar Ketten als Geländerersatz installiert. Nutzen Sie diese Ketten, die sind nicht ohne Grund installiert worden! Und schauen Sie sich um! Sonst könnte Ihnen auf diesem Weg ein kleiner Abstecher entgehen, der wirklich sehenswert ist. Interessanter Weise wurde der Hinweis auf jenen Abstecher so montiert, dass nur den Berg hinauf laufende Menschen ihn relativ schnell entdecken können, jener Hinweis zum „Schelmenloch“. Wer bergab läuft, könnte diesen Hinweis schnell übersehen. Für mich persönlich gehört die Wanderung entlang am Jägerwägli zu denen, die man gemacht haben sollte, wenn man sich in dieser Region befindet, eine wirklich sehr schöne und eindrückliche Erfahrung!
Sehr wahrscheinlich ist diese Region über das gesamte Jahr hinweg meistens recht feucht. Auch diesen Umstand sollten Sie im Hinterkopf haben und allein schon aus diesem Grunde sachdienliches Schuhwerk benutzen (und natürlich auch unempfindliche Kleidung). Nicht ohne Grund wird am Ein- und am Ausgang des kritischen Abschnittes des Jägerwäglis mit Nachdruck darauf hin gewiesen, dass man diesen Weg ausschliesslich auf eigene Gefahr und Verantwortung abläuft, also niemand irgendeine Haftung übernimmt, sollte Ihnen was auch immer zustossen. Die Tatsache, dass hier zahlreiche kleine Gewässer die Berghänge herunter fallen, dürfte im Winter für ausgesprochen reizvolle Fotomotive sorgen. Es wird aber ebenso nachdrücklich davor gewarnt, den Weg im Winter abzulaufen. Lange Passagen des Jägerwägli dürften dann vollkommen vereist sein, es wird auch vor Eisschlag gewarnt…
