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Gorges de Perrefitte: GPX | PDF
Länge: 6,84 Kilometer
Höhenunterschied: 322 Meter
(?)
Unweit der Gorges de Court liegt eine weitere, für das Schweizer Jura typische Schlucht: Die Gorges de Perrefitte. Diese Schlucht liegt auf dem Gebiet des Kantons Bern. Ab dem ersten Januar 2026 werden die Grenzen der gleichnamigen Gemeinde Perrefitte neu auch die Grenze zum Kanton Jura bilden, wenn die nahe gelegene Stadt Moutier den Kantonswechsel von Bern zum Kanton Jura vollzogen und damit den seit vielen Jahrzehnten schwelenden Jura-Konflikt (hoffentlich) beendet haben wird. Perrefitte wird weiterhin zum Kanton Bern gehören, wodurch sich weitreichende Veränderungen in dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Gefüge der beiden Gemeinden ergeben werden, so wohl auch der Unterhalt der Wanderwege in jener Region. Dieser Tage ist aber noch nicht viel von diesen Veränderungen in der Region wahr zu nehmen, in Moutier wurde am Stadthaus schon jetzt die Flagge des Kantons Jura gehisst, in dem winzigen Örtchen Perrefitte aber ticken die Uhren noch wie eh und je. Abgesehen von dem mit stolzen 14 Gault Millau Sternen ausgezeichneten „Hôtel et Restaurant de l’Étoile„, direkt gegenüber der Postbus-Haltestelle „Perrefitte poste“ gelegen, gibt es hier nicht viel, dafür aber eben jene wunderschöne Schlucht, die wiederum in einem ganz anderen Bild erscheint, als all die anderen, die wir bereits in jener Region besucht haben – trotz schlechtem Wetters am Tage unserer kleinen Wanderung.
In den warmen Sommermonaten ist diese Schlucht wohl sehr gut besucht, einige Feuerstellen bezeugen, dass die Gorges de Perrefitte ein beliebtes Ausflugsziel sind. Jetzt im Herbst und unter der Woche sind wir keinem einzigen Menschen auf unserem Weg begegnet, wir hatten all die Schönheit jener wildromantischen Schlucht unter dem Blätterdach der herbstlich farbenfrohen Bäume für uns allein! Einmal mehr haben wir uns gewundert, wie ein anfänglich unscheinbares Bächlein, hier mit dem Namen „La Chalière„, im weiteren Verlauf ein derart schönes Beispiel für eine der zahlreichen Jura-Schluchten erschaffen konnte. Auch wenn der Weg nicht durchgängig leicht war und ist, so hat sich einmal mehr die Mühe und letztlich auch die Selbstüberwindung an einem in Bezug auf das Wetter und die eigene Verfassung nicht übermässig ansprechenden Tag durchweg gelohnt. Dank der wunderschönen Herbstfarben erschien diese Schlucht in einem ganz eigenen Licht, welches man sicherlich nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Dieses Mal gab es für uns nicht die Möglichkeit zu wählen, ob wir nur bergab oder nur bergauf laufen wollten. Egal, in welcher Richtung man den hier hinterlegten Weg abwandern will, so wird man von beiden Varianten genug abbekommen. Und es geht in beiden Richtungen streckenweise sehr flott bergauf. Oder bergab, je nachdem. Die knapp 7 Kilometer der Gorges de Perrefitte haben es in sich! Obwohl hier dieser Weg mit der gelben Kategorie von Wanderwegen gekennzeichnet ist, so stellt er einige alles andere als banale Anforderungen. Abgesehen von dem zum Teil recht steil ansteigenden oder abfallenden Wegen sind diese streckenweise sehr schmal, gute Trittsicherheit gerade jetzt im Herbst ist in Anbetracht grossflächigen Wurzelwerkes und Steinuntergrundes unerlässlich. Selbst in heissen Sommermonaten dürften andere Abschnitte aufgrund er allgemeinen Bodenbeschaffenheit recht matschig und somit rutschig sein, haben Sie das bei der Auswahl passenden Schuhwerkes bitte im Kopf! Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Wanderung nicht mit der Durchquerung der Schlucht zu beginnen, es sei denn, man liebt jene stark ansteigenden Passagen (und eine ganze Reihe von Treppen aus Metall und sehr rutschigem Holz). Statt dessen haben wir den Aufstieg ab der Postbus-Haltestelle „Perrefitte Blocs“ am Ortseingang entlang dem Verlauf des „La Combe Fabet“ („Der Graben von Fabet“) absolviert, um dann in Höhe der winzigen Ortschaft „Plain Fahyn“ in die Gorges de Perrefitte hinab zu steigen und nach Perrefitte bis zur Postbus-Haltestelle „Perrefitte poste“ zurück zu kehren. Natürlich muss man nicht diese Wanderung absolvieren, um zur Schlucht zu gelangen. Am Ortsrand von Perrefitte verweist ein entsprechendes Strassenschild mit der Aufschrift „Gorges“ auf einen unweit des Einganges zur Schlucht gelegenen Parkplatz, von welchem aus man zu Fuss in die Schlucht gelangt.
Jetzt im Spätherbst dürften hier vor allem Pilz-Sucher voll und ganz auf ihre Kosten kommen, nur sehr selten habe ich derart viele Ausgaben jenes eigenartigen Gewächses in freier Natur zu sehen bekommen, aber auch sonst empfanden wir die uns umgebende Natur als sehr schön. In der Schweiz durch derart grosse Mischwälder wandern zu können, ist alles andere als selbstverständlich, allein schon aus diesem Grund haben wir eine besondere Liebe zum Jura entwickelt (…und vermissen unseren „Heimatkanton“ Zürich bestenfalls nur ab und an). Man hat sich bei diesem Wanderweg sehr viel Mühe gegeben, immer wieder überquert man verschiedene Holzbrücken, von denen aus man sehr viele unterschiedliche Ansichten auf die Schlucht erhält. Zwei sehr lange Metalltreppen führen tiefer in die Gorges de Perrefitte und man bekommt auf jenen Treppen einen guten Eindruck davon, wie die vermeintlich kleine La Chalière beharrlich jene so schöne Schlucht geformt hat. Wie bereits angemerkt sollte man aber nicht allzu empfindlich mit der eigenen Kleidung und dem Schuhwerk sein, um jene einzigartige Schönheit jener kleinen Schlucht in vollen Zügen geniessen zu können, ganz ohne Schmutz wird es – insbesondere im Herbst – einfach nicht gehen. Wir haben uns vorgenommen, irgendwann einmal in einem schneereichen Jahr eine der von uns bereits besuchten Schluchten erneut aufzusuchen, um die Schönheit von Eis und Schnee fotografisch einzufangen. So langsam fällt uns die Wahl schwer, so schöne Exemplare von Jura-Schluchten durften wir bereits entdecken, aber zumindest ich bin mir sicher, dass die Gorges de Perrefitte ganz oben auf der Liste stehen werden. Abgesehen davon wird diese nicht im Winter wie einige andere in der Region für Wanderer geschlossen.
Nachfolgend wieder eine kleine Auswahl aus den Fotos, die Karmela gemacht hat. Ich gebe neidlos zu, dass sie nicht nur das bessere Makro-Objektiv, sondern vor allem weitaus mehr Geduld als ich hat, die kleinen Dinge im Bild fest zu halten – selbst bei widrigen Witterungen. Ausserdem ist es manchmal auch ganz schön, ein- und denselben Anblick aus verschiedenen Perspektiven zu sehen, da hat jeder begeisterte Fotograf ganz andere Vorlieben, als man selbst!
