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Ehrlich gesagt hatte ich lange Zeit erheblich Mühe mit dem Gedanken, irgendwann einmal mit solchen Wander- oder Trekking-Stöcken in der Gegend herum zu stochern, ich war wohl etwas allzu traumatisiert von jenem zuweilen überlauten Klackern jener Dinger auf Asphalt, vorzugsweise verursacht von Kampfwanderern, übermotivierten Seniorengruppen oder jenen Sich-selbst-unbedingt-damit-in-der-Stadt-zeigen-müssen-Tussis, wie man sie in Zürich zuhauf sehen muss. Nun werde ich aber nicht mehr jünger und somit zeigen sich zunehmend Grenzen, die wohl irgendwas mit „älter werden“ zu tun haben. Nachdem ich vor längerer Zeit erste Erfahrungen beim Schneeschuh-Wandern mit solchen Dingern gesammelt hatte, beschloss ich, für die Zukunft immer solche Teile bei mir zu haben. Aber nicht irgendwelche, sondern doch für meine Zwecke geeignete. Grundsätzlich habe ich – noch – nicht Mühe, längere Strecken zu laufen, bergauf ist auch meistens kein grösseres Problem. Bergab aber machen sich zunehmend meine ohnehin seit vielen Jahren nicht übermässig gut situierten Knie manchmal doch schmerzhaft bemerkbar.
Wer mich kennt wird wissen, dass ich bei der Auswahl von Kleidung, Schuhen, Material oder was auch immer recht genau recherchiere, bevor ich mich dann für was auch immer entscheide (egal, ob gebraucht oder im Neuzustand). Natürlich sind auch mir Fehlkäufe unterlaufen, aber insgesamt betrachtet auch nur sehr wenige. Mit den „Novoflex QLeg Walk III“ habe ich genau das gefunden, was ich gesucht habe. Aber wonach habe ich gesucht? Wie bereits angemerkt hatte ich bereits Erfahrungen mit einem Modell von dem Anbieter schlechthin, dessen Produkte quasi omnipräsent in den Schweizer Alpen und anderswo anzutreffen sind: „Leki„, einem Hersteller aus Deutschland, der aber seine Produktion mittlerweile in die „kostengünstigere“ Tschechei verlegt hat. Mein damaliges Modell war an und für sich gut – aber trotz eigens integrierter Funktion nur sehr bedingt für den gleichzeitigen Einsatz mit Kameras geeignet. Wenn man an dem einen Griffkopf eine Abdeckung öffnete, konnte man eine Kamera darauf schrauben. Diese Stöcke dienten also auch als Einbein-Stativ. Allerdings eben auch nur als Einbein-Stativ und nicht mehr, abgesehen davon musste die Kamera, die man da drauf zu schrauben gedachte, sehr leicht sein… Also vollkommen ungeeignet für meine Zwecke, aber damals gab es meines Wissens nach kein vergleichbares Stockmodell (oder ich habe schlichtweg nicht genügend recherchiert).
Bereits vor zwei Jahren stolperte ich dann mehr durch Zufall über ein Vorgängermodell der Dinger, die sich jetzt bei mir in Anwendung befinden, konzipert von einem Unternehmen in Deutschland, von dem ich bereits sehr viele andere Produkte besitze und intensiv verwende: „Novoflex„. Hergestellt werden sie aber in Zusammenarbeit mit einem der wohl ältesten und bekanntesten Stock-Hersteller Europas: „Komperdell“ in Österreich. Mir persönlich ist es grundsätzlich immer lieber, wenn zwei Unternehmen ihr Wissen teilen und aus einer solchen Zusammenarbeit etwas wirklich gutes entsteht, als wenn ein Unternehmen sich ohne grösseres Vorwissen in eine Materie vorwagt, wo es andere nun einmal wirklich besser wissen. Leki ist nun einmal keine Firma, die für Stativ-Systeme bekannt ist und wohl auch nie bekannt werden wird. Novoflex ist eine Art Koryphäe in Bezug auf hoch spezialisierte Fototechnik und legt sehr (!) viel Wert auf Qualität, sowohl bei der Produktion, als auch beim fertigen Endprodukt, gleiches gilt in Bezug auf Stöcke (und noch andere Produkte) für die Firma Komperdell. Heraus gekommen ist bei dieser Zusammenarbeit das Modell „Novoflex QLeg Walk III“, wie der Name vermuten lässt bereits die dritte Version eines sehr speziellen Stock-Modells.
Inwiefern diese Wanderstöcke für mich in Bezug auf die Fotografie mehr Sinn ergeben, als Modelle anderer Hersteller, werde ich zu gegebener Zeit in einem anderen Beitrag näher beschreiben. Nur so viel: Nachdem ich mir nach und nach das komplette System neu und in gebrauchten Zustand zugelegt habe, kommen für mich so genannte „Reise-Stative“ nicht mehr in Frage. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Ich möchte die Produkte von Leki und anderen nicht schlecht reden, sie decken nur einfach meine Ansprüche nicht genügend ab. Folgerichtig sollte es bei dem ersten Einsatz der Novoflex QLeg Walk III auch erst einmal nur darum gehen, ob ich mit ihnen grundlegend klar komme, sie meine Knie entlasten und sie mich beim Fotografieren ohne Stativ etc. nicht mehr einschränken, als unbedingt nötig. Auf jener Wanderung habe ich deutlich mehr Fotos gemacht, als das sonst der Fall ist, also haben die Dinger mich nicht gestört, einmal habe ich sie sogar als Körperstütze verwendet, um ein Bild frei von Verwackelungen zu halten. Auch haben sie ihren vorrangigen Zweck gut erfüllt, als dass ich auf jener Wanderung fast ausnahmslos bergab gelaufen bin. Meine Knie haben es mir gedankt (allerdings haben sich meine Schultern und Arme hinterher deutlicher als sonst bemerkbar gemacht, aber das ist einfach eine Frage der Übung).
Die Novoflex-Stöcke unterscheiden sich – abgesehen von ihrer Spezialisierung für Foto-Enthusiasten – in einigen Punkten von anderen Modellen. Die meisten am Markt bestehen entweder aus Carbon oder aus Aluminium, die QLegs aber verwenden beide Materialien. Auf den ersten Blick scheinen sie aus drei Teilen zu bestehen, sie setzen sich aber aus vier zusammen (wird auch noch irgendwann genauer beschrieben). Wer extrem hoch belastbare Stöcke sucht, sollte sich eher um ein anderes Modell kümmern, Stöcke für hochalpine Unternehmungen oder Hochleistungs-Ski-Sport bestehen meistens aus lediglich zwei Segmenten. Dennoch hatte ich, der ich sicherlich kein Leichtgewicht bin, nie den Eindruck, dass die QLegs ein gewisses Gewicht nicht gut abfangen könnten. Natürlich sind sie keine extremen Leichtgewichte, wer Gewichte im Gramm-Bereich einsparen will, sollte ich ebenso nach anderen Modellen umschauen. Für mein eigenes Körpergewicht plus der alles andere als leichten Fototechnik, die ich mit mir herum zu schleppen pflege, sind die Novoflex-Stöcke aber allemal mehr als ausreichend. Sie lassen sich gut handhaben und aufgrund ihrer „Dreiteiligkeit“ (die eigentlich eine „Vierteiligkeit“ ist), problemlos verstauen. Selbstverständlich gibt es zwei Teller für die Dinger, eine Version für Schnee, die andere für Trekking, wie sich das heute so nennt. Ansonsten kann man die mitgelieferten Gummifüsse abziehen und dann – wenn auch recht lautstark – in der Gegend herum stochern. Für mich haben die Novoflex QLeg Walk III im ersten Versuch meine Ansprüche in Bezug auf „Entlastung “ und „allgemeine Handhabung“ voll und ganz erfüllt. Ich möchte aber nochmals darauf hin weisen, dass sich dieses Stock-Modell dezidiert an Foto-Enthusiasten wendet, die viel in der freien Natur unterwegs sind. Normale Wanderfreunde werden an Modellen anderer Hersteller sicherlich auch ihre Freude haben und vielleicht sogar etwas Geld sparen. Sonderlich billig sind die QLegs nicht. Aber das ist echte Qualität ohnehin nie. High-End-Modelle erreichen schnell einmal Preise um die bis zu 200 Franken, die QLegs sind bereits ab 80 bis 140 Franken erhältlich. Welchen dezidiert fotografischen Sinn diese Wanderstöcke aber machen, können Sie hier nachlesen.
