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Wenn man Menschen die Frage stellt, was sie mit der Begrifflichkeit „Schweiz“ in Verbindung bringen, dann fallen fast ausnahmslos die Klassiker: Käse, Taschenmesser, Matterhorn, Schokolade, Uhren, Wintersport, Alpen, Zermatt, Davos, Geld, Banken und so weiter und so fort, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach aber nicht der Name einer Ortschaft im Kanton Basel Landschaft mit Namen „Laufen“. Dabei hat man es als Einwohner oder Besucher der Schweiz sicherlich mindestens einmal im eigenen Leben mit einem Produkt aus dieser Ortschaft zu tun bekommen, es im wahrsten Sinne des Wortes „besessen“, oder aber – vielleicht – irgendwo auf der Welt es mit einem anderen Produkt aus diesem Ort zu tun bekommen, für das sogar international Fernsehwerbung gemacht wird von der Firma, die hier ihren Hauptsitz hat (und wo sicherlich das erste genannte Produkt im Gebäude verbaut worden ist). Bei dem ersten Produkt handelt es sich um Badezimmerkeramik, also Waschbecken, WC-Schüsseln und dergleichen. Der Name des Herstellers ist identisch mit dem Namen der Ortschaft: „Laufen„. Produkte dieses Herstellers finden sich in der ganzen Schweiz, sowohl im öffentlichem Raum, als auch in Privathaushalten, vielleicht auch in anderen Ländern dieser Welt. Bei dem anderen Produkt handelt es sich um Kräuter-Bonbons, den „Ricola Schweizer Kräuterzucker„, den man in vielen Ländern der Welt in irgendwelchen Regalen finden kann.
Man würde diese Internationalität bei dem Anblick der Altstadt von Laufen kaum vermuten, aber Laufen ist auch nahe liegender Weise deutlich älter, als diese beiden Produkte, archäologischen Funden zu Folge war diese Region bereits in der Jungsteinzeit, also in etwa 2900 vor Christus, vergleichsweise dicht besiedelt. Wie so viele Ortschaften in dieser Region hat auch Laufen eine ausgesprochen bewegte Geschichte. Von 58 vor bis 470 nach Christus gehörte Laufen zum Römischen Reich, danach für 30 Jahre zum alemannischen Reich, bis 853 zu Frankreich, danach bis 1033 zum Königreich Burgund. 1792 gehörte Laufen für ganze 87 Tage zur Raurakischen Republik, die wiederum ab 1793 bis 1813 zu Frankreich gehörte. In diesem Zeitraum war Laufen sogar Hauptstadt des französischen Département Mont-Terrible. Im Wiener Kongress von 1815 wurde der grösste Teil des ehemaligen Fürstentums Basel, zu welchem Laufen nun einmal gehörte, der Eidgenossenschaft zugesprochen und fiel unter die Verwaltung des Kantons Bern. Mit Bildung des Kantons Jura im Jahr 1979 wurde Laufen zu einer Exklave, war vom Kanton Bern abgetrennt, 1989 entschied die Bevölkerung von Laufen sich für den Beitritt zum Kanton Basel Landschaft. Die ehemalige Zugehörigkeit zum Kanton Bern zeigt sich an verschiedenen Stellen im Stadtbild, immer wieder kann man das Kantonswappen von Bern an Haus- und Stadttorfassaden entdecken.
Laufen erinnerte mich entfernt an verschiedene Ortschaften am Rhein oder in Bayern, der alte Ortskern ist ein ausgesprochen sehenswertes Beispiel für die Schönheit von kleinen Dörfern und Städten, wie man sie in diesem Teil Europas finden kann. Allerdings muss man über ein paar Dinge hinweg sehen und als fotografisch tätiger Mensch hier und dort etwas tricksen, um diese Schönheit im Bild fest zu halten. Sehr bedauerlicher Weise ist der alte Ortskern von Laufen nicht für den Fahrzeugverkehr gesperrt, man darf hier mit dem eigenen Fahrzeug hindurch fahren oder eben jenes auch abstellen. Leider. Der Anblick solcher Konstrukte ruiniert an vielen Stellen das schöne Erscheinungsbild jener Stadt, die vor allem für ihre über weite Strecken hinweg erhaltene Stadtmauer und die dazu gehörigen Stadttore bekannt ist. Leider wurde Laufen vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren architektonisch an manchen Stellen Verschlimmschönbessert, auch das muss man irgendwie ignorieren, übersehen oder was auch immer, aber insgesamt bekommt man einen guten Eindruck davon, wie Laufen sich entwickelt und verändert hat. Man gibt sich hier einige Mühe, diese Schönheit zu erhalten und zu erweitern, sonderlich gut scheint es Laufen aber nicht zu gehen. Erfreulicher Weise gibt es zahlreiche kleine Läden im Ortskern, die grossen Ketten liegen ausserhalb jenes Kerns. Jedoch stehen in jenem alten Ortskern diverse Läden leer, suchen in manchen Fällen wohl schon seit langer Zeit neue Mieter. Die Hotellerie und Gastronomie sind auf dem Rückzug, lediglich einige wenige Betriebe halten sich wie auch immer über Wasser. Und dennoch ist man sich hier der eigenen Geschichte bewusst und möchte diese vermitteln. An verschiedenen Fassaden sind kreisrunde Plaketten angebracht, die einen Menschen und einen QR-Code zeigen. Wenn man jenen QR-Code mit der eigenen Smartphone-Kamera abtastet, so landet man auf einer Art Stadtführer, der vollkommen kostenlos besondere Ereignisse in der Geschichte von Laufen mehr oder minder ansprechend beschreibt. All das will so gar nicht zu dem passen, was „man“ üblicher Weise mit dem Begriff „Schweiz“ assoziiert, aber genau diese Widersprüchlichkeit ist zumindest für mich „typisch Schweiz“, jenseits von dem, was andere mit diesem Begriff in Verbindung bringen, jenseits von dem üblichen Käse.
