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Strahlender Sonnenschein, angenehm milde Temperaturen und glasklare Luft – eigentlich wäre dieser Tag für eine schöne Wanderung irgendwo in diesem Land prädestiniert gewesen, statt dessen zog es uns aber nach Bern, die Hauptstadt der Schweiz und Sitz der Bundesregierung. Bis zum gestrigen Tag waren wir grauenhaft schlechte Schweizer! Seitdem wir nicht nur in diesem Land leben, sondern auch mittlerweile Bürger jenes Staates im Herzen Europas sind, haben wir Bern bestenfalls nur am Rande besichtigt oder als Umsteigepunkt auf Züge in andere Regionen dieses Landes genutzt. Schon lange wollte ich persönlich mal das in Augenschein nehmen, was die Geschicke dieses Landes und seiner Bürger lenkt und leitet: Die „Curia Confoederationis Helveticae“, besser bekannt als „Bundeshaus“ oder schlicht „Parlament der Schweiz“. Irgendwann werde ich jenes Gebäude auch mal von Innen besichtigen, an diesem Tag ging es uns mehr um ein klein wenig Bummeln, Teile der Berner Weihnachtsmärkte erkunden (und natürlich einen Glühwein geniessen) und den Flair dieser Stadt zu erfassen, sozusagen heraus zu finden, wie diese Stadt „tickt“. Wir sollten es nicht bereuen, im Gegenteil. Auch wenn wir an einem Montag dort waren und wie in jeder Grossstadt der Schweiz unter der Woche weniger los ist, als an Wochenenden, so erschien uns Bern als deutlich gemächlicher, als zum Beispiel Zürich oder Basel zu dieser Jahreszeit. Aber nicht nur gemächlicher, sondern insgesamt auch angenehmer und freundlicher – trotz grassierendem Weihnachtswahnsinn, der vor allem in Zürich für meine Begriffswelt mittlerweile unerträgliche Auswüchse zeigt. Der Weihnachtsmarkt in Basel wird allgemein als der schönste in der Schweiz angesehen, aber auch hier muss man zuweilen Begleiterscheinungen in Kauf nehmen, die so gar nicht weihnachtlich erscheinen wollen. Auch wenn Teile des Berner Weihnachtsmarktes bestenfalls nur höchst entfernt mit dieser Festlichkeit des Christentums zu tun haben, so erschien uns die Berner Variante als weitaus schöner, friedlicher und letztlich auch ein klein wenig besinnlicher, als das in Basel oder Zürich der Fall ist.
Wir zogen vollkommen unvorbereitet los, hatten auch kein festes Ziel im Auge. Einfach etwas herum streunen, entdecken und geniessen. Natürlich mag das in Bezug auf die politische Wichtigkeit und historische Bedeutung dieser Stadt etwas respektlos erscheinen, aber wir haben uns zumindest vorgenommen, Bern zukünftig öfter einen Besuch abzustatten und uns dann auch mehr mit anderen Aspekten zu befassen, als dem blossen Flanieren und Geniessen. Meines Erachtens ist das immer noch die beste Methode, einen Ort oder eine Region zu erkunden, denn so kann man noch Dinge entdecken, die in keinem noch so guten Reiseführer erwähnt werden und die dennoch stark zum Flair jenes Ortes oder jener Region beitragen. In meinem Leben habe ich schon einige Hauptstädte erkundet und dabei auch oftmals das jeweilige Regierungsviertel in Augenschein genommen. In einem Punkt unterscheidet sich Bern deutlich von jenen anderen Hauptstädten Europas, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe: Die Nähe des Regierungssitzes zu Volk und Besuchern. Sind viele Regierungsviertel anderer Städte alles andere als „offen“, vielfach von unzähligen Sicherheitskameras überwacht und von Sicherheitspersonal kontrolliert, so zeigt sich Bern da weitaus freundlicher. In einigen Städten ist es nahezu unmöglich, ohne Voranmeldung überhaupt in die Nähe eines Parlamentes zu gelangen, andere Regierungsviertel wirken derart abweisend und unfreundlich, dass man da nicht mehr Zeit verbringen möchte, als unbedingt nötig (ich denke da unter anderem an meine Geburtsstadt…). Während sich am Tage unseres Besuches in Bern das Parlament des Nachbarstaates Deutschland, dessen Bürger ich (noch) bin, gerade einmal wieder selbst zerlegte und dabei die Frage der „sittlichen Reife“ wohl den zukünftigen Umgang mit dem hohen Gut der Demokratie in jenem Land in den kommenden Wochen der Neuwahlen recht gut beschreiben dürfte, zeigte sich Bern von einer vollkommen anderen Seite, einer wesentlich offeneren, als ich das erwartet hatte. Ja, auch hier gibt es etliche Sicherheitsmassnahmen, aber sie erscheinen auch als Massnahmen für die Sicherheit – und nicht als das wahlberechtigte Volk abschreckende Massnahmen. In unmittelbarer Nähe zum Bundeshaus geniessen zahlreiche Menschen die Aussicht auf die Hochalpen und das schöne Wetter, zahlreiche andere stehen gleichzeitig an, um aus unmittelbarer Nähe Schweizer Politik zu erleben.
Wer in Bern einkaufen oder geniessen will, muss viel Fussweg zurück legen. Selbstverständlich ist der ÖV in Bern auf dem für die Schweiz typischen sehr hohen Niveau. Als besonders „schön“ empfanden wir beide aber das brandneue Tram von „Bern Mobil“ aber nicht gerade, irgendwie zu kalt im direkten Vergleich zur schönen Wärme der Altstadt. In dieser sehr schönen Altstadt gibt es zahlreiche kleine Läden, grössere Kaufhäuser gibt es zwar auch, aber auch die sind bei Weitem nicht so präsent, wie es in Basel oder Zürich der Fall ist. Das Gesamtbild von Konsum und städtischem Genuss in allen erdenklichen Formen ist in Bern (genauer: dem Altstadt-Kern von Bern) weitaus ansprechender, als in den bereits genannten Städten. Aber man sollte nicht nur gut zu Fuss sein, sondern auch ein gut gefülltes Portemonnaie mitbringen. Die Preise insbesondere im Gastronomie- und Hotellerie-Bereich liegen durchaus auf Zürich-Niveau, teilweise aber auch sogar deutlich darüber. Das gilt auch für die Weihnachtsmärkte. Besonders deutlich aber wird die Preisgestaltung in Läden, die mich immer wieder magisch anziehen. Ein für den privaten Kontostand ausgesprochen „gefährlicher“ Laden ist da das Verkaufsgeschäft von „Swiss Design Market„. Wirklich: Ich liebe Schweizer Design und Handwerk – aber die Preise sind manchmal einfach nur zum… Nun ja, auch das ist die Schweiz (und trotzdem konnte ich nicht widerstehen und erwarb ein wirklich schönes Parfum aus Schweizer Produktion, Sinnbild für monetäre Vergänglichkeit schlechthin…). Auch wenn unser Besuch in Bern im Grunde genommen nur unserem eigenen Wohlbefinden diente und weder auf Politik, noch auf erholsame Bewegung ausgerichtet war, so haben wir viele schöne Eindrücke aus der Hauptstadt der Schweiz mit nach Hause genommen. Und ich gebe unumwunden zu, dass wir beide uns ab und an vorgestellt haben, wie es wohl wäre, hier Trams durch die Stadt zu steuern. Träumen ist insbesondere zur Weihnachtszeit wohl durchaus erlaubt…
