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- Vorder & Hinder Schwendisee
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- Altberg-Turm
- Lägern-Grat
- Septimerpass
- Äulischlucht
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- Napf-Blick
- Napf
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- La Jacoterie (inoffiziell)
- Trübsee – Engelberg
- Vier Gesichter der Schweiz
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- Rochers de Naye
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- Ruinaulta
- Trutg dil Flem
- Twannbachschlucht
- Schleifenberg
- Le sentier du Kilomètre Zéro
- Portiflue
- Lolibach
- Grenzgang Schönenbuch – Allschwil
- Wisenberg
- Passepartout Tafeljura
- Rundweg Farnsberg
- Laufenburg – Stein
- Friedhof am Hörnli (CH) – Grenzacher Hornfelsen (D)
- Eptingen – Witwald – Eptingen
- Rundweg Waldenburg
- Le Pont – Grotte aux Fées – Grottes de Vallorbe – Vallorbe
- Lucelle – La Fille de Mai – Lucelle
- Verenaschlucht
- Dreiländerweg
- Panoramaweg Seebodenalp
- Schmuggler-Wege
- Gorges du Pichoux
- Lac de Moiry – Lac de Châteaupré
- Reichenbachfall – Aareschlucht – Meiringen
- Aaschlucht
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- Gorges de Perrefitte
- Tüfelsschlucht
- Tabeillon
- Taubenlochschlucht
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- Grande Cariçaie
- Heidenhöhle
- Steinhof – Burgäschisee
- Étang de la Gruère
- Chänelgrabewägli
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- Riehen (CH) – Inzlingen (D) – Riehen (CH)
- Sternenfeld
- Radioweg Beromünster
- Sentier des Toblerones
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- Invaders BSL
- Bruderhöhle Jurapark Aargau
- Chilpen
- Preda – Lai da Palpuogna – Preda
- Talalpsee
- Lac de Montsalvens
- Via mala
- Schalensteine Arsiert
- Ober Passwang

Länge: 10,9 Kilometer
Höhenunterschied: 28 Meter
(?)
Glasklare Luft, Temperaturen um den Gefrierpunkt, strahlender Sonnenschein. Wir waren nicht die einzigen, die diese Umgebungsvariablen am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 2024 geniessen durften und letztlich auch genossen haben. Während sich in den Zentralalpen laut den Nachrichten an jenem Tag neue Besucherrekordzahlen abzeichneten, widmeten wir uns jenem an jenem Tag besonders schön erscheinendem Moor-Gebiet mit Namen „Étang de la Gruère“. Nicht, dass wir vollkommen allein mit jenem einzigartig schönen Stück Natur im Kanton Jura an jenem Tag gewesen wären, das ganze Gegenteil war der Fall, aber wenigstens mussten wir für unser Wintererlebnis keine absurden Preise für was auch immer zahlen. Ausgesucht hatten wir uns für unseren Weg durch die winterliche Pracht eine Wanderung zum Étang de la Gruère, einem Naturschutzgebiet von gesamtschweizerischer Bedeutung, dessen Hauptbestandteil ein Stausee ist. Im 17. Jahrhundert wurde durch Bau eines Erdwalles das Fliessgewässer in jener Region aufgestaut, um eine Mühle, die „Moulin de la Gruère“ zu betreiben, viel bedeutender aber ist das Gebiet, in welchem jener Stausee errichtet wurde. Vor 12.000 Jahren bildete sich hier auf einer Fläche von 56 Hektaren jenes so wichtige und beliebte Hochmoor, das Naturschutzgebiet „La Gruère“ umfasst ganze 120 Hektare.
Seit 1943 steht diese Region unter Naturschutz, allerdings wurde noch bis 1955 hier Torf aus der bis zu neun Meter dicken Schicht gestochen. An diesen Abbau-Stellen ist die Schicht nur noch drei Meter dick. Seitdem alle Moore in der Schweiz unter Naturschutz gestellt wurden, erholen sich diese so besonderen Naturlandschaften langsam wieder. Sehr langsam! Wenn man bedenkt, dass Torfschichten im Schnitt pro Jahr lediglich nur einen einzigen Millimeter an Stärke zunehmen, so kann man sich ausrechnen wie lange es dauern wird, bis die heute nur noch drei Meter dicken Schichten wieder auf neun Meter angewachsen sein werden. Umso wichtiger ist also der Schutz solcher sensiblen Regionen und dieser wird am Étang de la Gruère gross geschrieben. Man wird dazu aufgefordert, die Wege um den See herum nicht zu verlassen, lediglich an ganz wenigen Stellen kann man an das Seeufer gelangen und die schönen Ausblicke auf den See geniessen. An dieser Stelle eine Anmerkung zu den Wegen: Über weite Passagen hinweg bewegt man sich auf Holzstegen, die nicht sonderlich breit sind. Jetzt im Winter reduziert sich die Breite durch den liegenden Schnee nochmals, das Ausweichen auf diesen Stegen ist nicht immer ganz einfach. Dieser Tage ist ein Teil jener Stege aufgrund notwendiger Bauarbeiten gesperrt, derzeit kann man den See nicht vollständig umrunden, dennoch konnten wir ein paar sehr schöne Eindrücke fest halten und mit nach Hause nehmen.
Wie bereits angedeutet ist der Étang de la Gruère ein sehr beliebtes Ausflugsziel, zwei recht grosse kostenpflichtige Parkplätze in der Nähe unterstreichen jene Beobachtung. Waren wir auf den Wegen zum See hin und wieder von jenem weg weitestgehend allein oder zumindest nicht von Menschen umringt, so wurde es an manchen Stellen um den See herum recht eng – vor allem auf jenen bereits erwähnten Stegen. Man sollte sich also entsprechend mit jenem Umstand arrangieren oder aber zu anderen Tageszeiten und Wochentagen hierher kommen, will man diese Naturschönheit mit etwas mehr Ruhe geniessen. Wer es noch etwas ruhiger haben, aber nicht auf (deutlich kleinere) Moorlandschaften verzichten will, kann den nicht allzu weit entfernt gelegenen Combe de Tabeillon durchwandern, für beide Wege sind die Bahnhöfe der Chemins de fer du Jura mögliche Ausgangspunkte. Wer auf die grundlegende Wanderung verzichten und nur dem See einen Besuch abstatten will, kann auch mit einer Bus-Linie von „MobiJu“ direkt zum Naturschutzgebiet fahren (Haltestelle „Saignelégier, Moulin de Gruère“, Linie B32), etwas weiter entfernt liegen die Bahnhöfe Saignelégier oder Tramelan der Chemins de fer du Jura. Wer von Saignelégier her anreist, muss sich dieser Tage vor allem mit Unmengen an Wintersportlern in Zug und Bus arrangieren, in dieser Region stehen viele Langlauf-Loipen und Schneeschuh-Wanderwege zur Verfügung. Ein Teil des von uns absolvierten Weges verläuft auf exakt jenen Scheeschuh-Wanderwegen. Wir hatten uns vorab nicht über die Schneesituation vor Ort informiert und so manches Mal wünschte ich mir, wie hätten unsere Schneeschuhe mitgenommen. Durch gut 30 Zentimeter tiefen Schnee zu stapfen, kann schnell recht anstrengend werden. Für die zum Teil wirklich einzigartigen Eindrücke aber hat sich die Mühe auf dem unter normalen Wetterbedingungen eher einfachen Wanderweg, der auf Boden der Kantone Jura und Bern verläuft, allemal gelohnt.
