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- Napf
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- Ruinaulta
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- Twannbachschlucht
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- Le sentier du Kilomètre Zéro
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- Wisenberg
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- Rundweg Farnsberg
- Laufenburg – Stein
- Friedhof am Hörnli (CH) – Grenzacher Hornfelsen (D)
- Eptingen – Witwald – Eptingen
- Rundweg Waldenburg
- Le Pont – Grotte aux Fées – Grottes de Vallorbe – Vallorbe
- Lucelle – La Fille de Mai – Lucelle
- Verenaschlucht
- Dreiländerweg
- Panoramaweg Seebodenalp
- Schmuggler-Wege
- Gorges du Pichoux
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- Reichenbachfall – Aareschlucht – Meiringen
- Aaschlucht
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- Steinhof – Burgäschisee
- Étang de la Gruère
- Chänelgrabewägli
- Weissenstein
- Stadtgrenze
- Riehen (CH) – Inzlingen (D) – Riehen (CH)
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- Bruderhöhle Jurapark Aargau
- Chilpen
- Preda – Lai da Palpuogna – Preda
- Talalpsee
- Lac de Montsalvens
- Via mala
- Schalensteine Arsiert
- Ober Passwang

Länge: 4,57 Kilometer
Höhenunterschied: 66 Meter
(?)
Manchmal hat man mit dem Wetter in den Bergen schlichtweg Glück, auch wenn so manch eine Wettervorhersage in einer App oder dem Internet „zuverlässige“ Aussagen zu machen scheint. Mit sonderlich viel Sonne rechneten wir jedenfalls nicht, als wir uns auf den Weg machten, den Hausberg der Stadt Solothurn etwas zu erkunden: Den Weissenstein. Obwohl die Region um den Weissenstein vor allem für Ski-Langlaufloipen und Schneeschuh-Wanderwege bekannt ist, liessen wir unser dezidiertes Schuhwerk zuhause, sonderlich viel Schnee lag da oben auf 1279 Metern über dem Meeresspiegel nicht, dafür wurden wir mit einem Winterzauber beschenkt, den man nicht alle Tage antrifft. Die Region war zumindest mir nicht vollkommen unbekannt, bereits 2021 hatte ich den schönen Weissenstein-Pass mit meinem Eseli befahren, es ist aber immer wieder eine ganz andere Angelegenheit, die gleiche Region nochmals zu Fuss zu entdecken.
Bei unserer Ankunft war es dort oben ähnlich verhangen, wie im Schweizer Mittelland, die Wolken hingen sehr tief und zeichneten ein eher düsteres Bild vom Weissenstein. Nach und nach aber brach die Sonne durch, immer wieder spielte sich im Minutentakt ein Verwandlungsschauspiel ab. War ein Stück des Weges derart grau und von Wolken eingehüllt, dass man oft den Verlauf des Weges kaum noch erahnen konnte, strahlte das gleiche Szenario ein paar wenige Minuten später die ganze Schönheit eines sonnigen Wintertages aus: Ein glasklarer, tiefblauer Himmel und unendlich viele glitzernde Schnee- und Eiskonstrukte, die die Winde zuvor geformt hatten. Nur selten klickte bei einem ähnlich kurzen Wanderweg wie auf dem Weissenstein der Auslöser meiner Kamera ähnlich oft, aber hier oben spielte sich derart viel ab, dass ich einfach nicht anders konnte! Auch wenn von der ansonsten hoch gerühmten Aussicht vom Weissenstein auf das Mittelland und die Zentralalpen an jenem Tag bestenfalls wenig zu sehen war, so befanden wir uns mitten in jenem zuweilen sehr dramatisch oder mysteriös anmutenden Szenario drin. So viel Glück hatten wir bisher nur sehr selten!
Der grundlegende Weg ist sehr einfach, allemal machbar für jede Art von eigener Verfassung. Dieser Tage aber sollte man sich vorab über die Wetterlage und die Schnee-Situation auf dem Weissenstein erkunden, es kann sicherlich nicht schaden, sicherheitshalber wenigstens ein Paar Eiskrallen für das eigene Schuhwerk mitzunehmen, denn weite Passagen des Weges bestanden aus massiven Eisflächen, die man grösstenteils aber problemlos umgehen konnte. Es geht weder streng bergauf oder bergab, gut die Hälfte des Weges besteht aus einer einfachen Schotterstrasse, die als Versorgungsweg unter anderem für das beliebte Hotel Weissenstein, als auch das Bergrestaurant Hinter Weissenstein dient. Das Hotel Weissenstein ist wohl das am häufigsten anvisierte Ausflugsziel, allein die Dimensionen der Terrasse lassen diesen Schluss zu. Dieses Etablissement ist von eher gehobenem Niveau (die Preise aber erstaunlicher Weise noch recht zivil – vielleicht liegt das aber auch an der Jahreszeit, keine Ahnung). Etwas bescheidener und rustikaler geht es im Restaurant Hinter Weissenstein zu, aber ich denke, man wird hier eine etwas andere Art von Gastfreundschaft erleben dürfen, als in dem doch etwas geschniegelt daher kommenden Hotel. Letztlich bleibt es dem eigenen Geschmack und Portemonnaie überlassen, welche Art von Gastronomie und Unterkunft erleben möchte. Wir tendieren eher zu der im Stil von Hinter Weissenstein, oftmals kommt uns das Angebot an Speisen eher entgegen, als anderswo. Getestet aber haben wir an jenem Tag keines der beiden.
Wir werden sicherlich nochmals hierher kommen, denn gleich am Fusse des Hotels Weissenstein findet sich ein kleiner botanischer Garten, der „Juragarten Weissenstein“, der selbstverständlich auch im „Gartenführer Schweiz“ von Sarah Fasolin beschrieben ist. Wir gehen davon aus, dass der Weissenstein insbesondere an Wochenenden bei schönem Wetter stark frequentiert sein dürfte, also werden wir unser Vorhaben, ein paar der Blüten im Juragarten abzulichten, sicherlich einmal mehr auf einen Wochentag legen. Erstaunlicher Weise war bei unserem ersten Besuch hier oben nur sehr wenig los, wir hatten lange Abschnitte des Weges für uns allein (was die zuweilen etwas mysteriöse Stimmung noch verstärkte), aber sobald hier oben eine geschlossene Schneeschicht liegt, dürfte es hier vollkommen anders zugehen. Auch am Tage unseres Besuches, wo eher wenig Volk unterwegs war, diente das Hotel Weissenstein einer Art Schweizer „Volkssport“: Mal eben da rauf fahren, aber nicht zum Zwecke der Bewegung in der schönen Natur, sondern einzig allein zum Essen. Die Anbindung an den ÖV macht solche Unterfangen recht einfach, von Solothurn führt eine Bahnlinie bis zum Startpunkt der Weissenstein Seilbahn, die Fahrgäste innerhalb weniger Minuten hier herauf bringt (ab Ende 2025 kann man auch wieder von Moutier her mit der Bahn zu jenem Ausgangspunkt gelangen, wenn der Weissenstein-Tunnel fertig saniert ist). Die Preise für die Seilbahn bewegen sich auf einem vergleichsweise zivilen Niveau, Besitzer eines Halbtax oder GA zahlen nur die Hälfte. Natürlich kann man auch mit dem eigenen PW oder Töff anreisen, entsprechende kostenpflichtige Parkiermöglichkeiten stehen zur Verfügung. Natürlich muss man nicht zum Ausgangspunkt dieses Rundwanderweges zurück kehren, am Wegesrand finden sich zahlreiche weitere Wege, die abgelaufen werden können, je nach Beschaffenheit aber auch anderes Schuhwerk erfordern. Je nach Wetterlage kann man dann sicherlich auch die oft erwähnte und vielfach gelobte Aussicht vom Weissenstein auf die Schweiz geniessen. Es lohnt sich, dem Weissenstein einen Besuch abzustatten – auch wenn die Wettervorhersage das nicht unbedingt empfiehlt.
