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Braucht man auf Reisen ein gutes Dach über dem Kopf, so ist die Verpflegung auf Reisen mindestens genau so wichtig. Wie jedes andere Land hat auch Dänemark seine kulinarischen Spezialitäten, von denen man einige nur hier findet – und die nur hier so schmecken, wie sie nun einmal schmecken. Kennen Sie das? Sie versuchen, etwas, was Sie im Urlaub kennen gelernt haben, zuhause nachzukochen oder aber bestellen exakt das gleiche Menü im Restaurant und es schmeckt nicht einmal ansatzweise so, wie Sie es im Urlaub kennen gelernt haben? Allein schon aus diesem Grunde sollte man in der Ferne lokale Spezialitäten zumindest mal probieren. Ist aber nur unsere bescheidene Meinung. Nahe liegender Weise ist in København „Fisk“ de facto omnipräsent: Fisch. In allen erdenklichen Formen, sei es als Schnellgericht („Fish and Chips„) oder als Menüplatte mit allem, was das umliegende Meer so her gibt. In København gibt es dementsprechend einige Restaurants gehobener Preisklasse (gleichbedeutend mit „auf Schweizer Preisniveau“), aber auch jede Menge Alternativen im bezahlbaren Preissegment. Eine jener Alternativen ist die Kette „Hooked„. Wir besuchten eine der Filialen jener Kette auf gut Glück und bekamen auch einen Platz – was wohl mitnichten selbstverständlich ist, viele Restaurants „empfehlen“ eine Reservation und tatsächlich füllte sich jene Filiale innerhalb kürzester Zeit nach unserem Eintreffen mit weiteren Gästen. Hier genossen wir eben jene dänische Variante von Fish and Chips, weit entfernt von „in altem Öl und Essig ertränkt“, einfach lecker! Dass man bereits ab Betreten jener Filialen unweigerlich mit dem Geruch konfrontiert wird, der nun einmal mit Fisch verbunden ist, sollte man einfach ignorieren, alles ist frisch – und sehr empfehlenswert!
Der dänische Hot Dog ist die lokale, meinetwegen auch nordische Variante und Alternative zu Fisk von dem, was vor allem in Berlin gerne konsumiert wird: Die Curry-Wurst. Es mag einem auf den ersten Blick nicht ins Auge springen, aber der dänische Hot Dog wird nicht einfach so überall irgendwie verkauft, auch hier scheint lediglich eine einzige Kette am Werk zu sein, deren Verkaufswagen man hier und dort im Stadtbild von København entdecken kann. Lassen Sie es sich gesagt sein: Der Hot Dog, den Sie in Dänemark geniessen können, ist meilenweit von dem Konstrukt entfernt, den man als Durchschnittseuropäer zum Beispiel in den Filialen von IKEA erwerben kann. Ob der dänische Hot Dog aber etwas darstellt, was man öfter konsumiert haben sollte, mag dahin gestellt bleiben. Wir haben ein einziges Mal die teuerste Variante von jenem Ding konsumiert und es im Anschluss auch dabei belassen, auch wenn das Ding wirklich gut war (kleiner Tipp: Nehmen Sie genug Servietten mit!). Smørrebrød haben wir nicht ein einziges Mal konsumiert, das nur vorab als Information. Im Prinzip ist Smørrebrød eine Art von belegtem Brot, nur dass das Gesamtkonstrukt nicht einmal ansatzweise an beispielsweise die Fischbrötchen erinnert, die man an Nord- und Ostseeküste vor allem in Deutschland antrifft. Smørrebrød besteht in erster Linie aus sehr dunklem Vollkornbrot, nicht weit entfernt vom guten alten „Pumpernickel“ , den zumindest ich in seiner reinen Form sehr liebe. Belegt wird diese Brotscheibe mit allen erdenklichen Varianten von Salaten, Schnittgemüse und -kräutern, Fisk-Variationen, Zwiebeln und und und. Und mit Remoulade. So eine vermeintlich unscheinbar und klein anmutende Scheibe Brot kann sehr lange sehr schwer im Magen liegen, allein schon aus diesem Grunde war uns nicht danach, so eine Brotbombe auszuprobieren.
Lakrids (Lakritze) mag zumindest ich ja sehr, aber damit stehe ich meinem bisherigen Kenntnisstand nach allein auf sehr weiter Flur. Abgesehen von allen erdenklichen Arten von Feingebäck stolpert man im Stadtbild von København immer wieder über diese spezielle Art von versüsstem Wurzelextrakt, zum Teil sehr ansprechend und kunstvoll versüsst. Sollte man meiner bescheidenen Meinung nach unbedingt mal probiert haben, insbesondere dann, wenn man so wie ich jenen verführerischen Düften von Zimt, Kardamom und anderen Schweinereien, die immer wieder beim Durchstromern der Stadt die eigenen Sinne auf die Folter spannen, allein schon aus Gewichtsgründen widerstehen will, kann oder schlichtweg muss. Wirklich: Das Feingebäck, was man in dieser Stadt erleben darf, nagt schon arg an der eigenen Überzeugung, so gut sind all die Varianten!
In København muss man nicht hungern. Selbstredend stehen Gourmet-Supermärkte zur Verfügung (die interessanter Weise kein einziges Produkt aus der Schweiz im Sortiment führen…), entsprechend gefülltes Portemonnaie voraus gesetzt, kann man hier im kulinarischen Sinne Vollgas geben. Wenn es aber um eher einfach gestaltete Gelüste geht und der Heisshunger schnell gestillt werden muss, dann möchte ich Ihnen den Markt-Bereich („Torvehallerne„) und die Kette mit Namen „7-Eleven“ empfehlen. Am Markt kann man selbstredend nicht nur Zutaten für Speisen kaufen, sondern auch diverse Angebote direkt vor Ort geniessen, Sehr empfehlenswert ist hier vor allem der Fisk-Kuchen! 7-Eleven mag vielleicht nicht das Niveau des Marktes erreichen, bietet aber bis tief in die Nacht alles für den kleinen Hunger oder Durst (sogar recht guten Kaffee aus der Maschine!) zu allemal bezahlbaren Preisen und das an sieben Tagen in der Woche (nur keinerlei Fisk!). Hier erhalten Sie auch Tabakwaren – auf Nachfrage, die werden in Dänemark nicht mehr zur Schau gestellt. Natürlich gibt es auch in København so genannte „Street Food“-Märkte. Diese liegen oftmals nicht weit entfernt von touristischen Hotspots wie zum Beispiel dem „Nyhavn„, werden aber von Touristen kaum frequentiert. Allein schon aus diesem Grunde sollte man ab und an der eigenen Nase und keinem Touristenführer folgen. Wer es asiatisch mag, ist in dem Bereich um den Bahnhof herum gut bedient, wir haben Korea, Thailand und Japan besucht, haben viel genossen und gelernt, alle drei Besuche haben sich rundum gelohnt, aber auch Italien hat uns bei unserem Besuch nicht enttäuscht. Alle Besuche waren allemal bezahlbar und gemessen an Schweizer Verhältnissen zuweilen sogar billig – aber nicht minder qualitativ hoch stehend. In København muss man nicht hungern.
