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Eigentlich bin ich kein sonderlich grosser Freund von touristischen Konstrukten wie zum Beispiel „Sightseeing Tour“, „Hop On Hop Off“ und dergleichen. Ich entdecke gerne selbst und lerne dazu, bereite mich entsprechend vor, mal mehr, mal weniger. Ich halte mich nicht gerne in grossen Gruppen auf, die schon auf den ersten Blick als „Touristen“ erkennbar sind. Aber einmal mehr sollte sich mein Blick auf solche Angebote verändern und im Falle der „Canal Tours Copenhagen“ kann ich Ihnen nur dazu raten, eine solche zu absolvieren, sollten Sie eine Zeit lang in København weilen. Die Canal Tours sind nichts anderes als eine touristisch aufbereitete Form der Stadtführung, nur eben zu Wasser, anstatt rollend auf dem Asphalt. Apropos „Asphalt“: Zahlreiche Wege und Strassen in København bestehen aus Kopfsteinpflaster. Denken Sie an ihre eigenen Füsse und tragen Sie angemessenes Schuhwerk!
Es gibt drei Versionen der Canal Tours von denen zwei in etwa eine Stunde und die dritte eine Stunde und 45 Minuten dauern. Letztere stand uns nicht zur Auswahl, ganz offensichtlich wird diese nicht durch das gesamte Jahr hinweg aus was für Gründen auch immer angeboten, aber das schmälert jene sehr empfehlenswerte Rundfahrt durch die Kanäle Københavns nicht einmal im Ansatz. Die beiden kürzeren haben unterschiedliche Ausgangspunkte. Die Boote, die vom Touristenmagnet mit Namen „Nyhavn“ ablegen, sind in der Regel bummsvoll und aus eben jenem Grunde nur bedingt empfehlenswert. Wir haben uns für den Startpunkt an der Ved Stranden entschieden, nur wenige Touristen begleiteten uns auf dieser sehr informativen und ausgesprochen unterhaltsamen Fahrt, bei der man viel über die Geschichte Dänemarks und Københavns erfahren kann und die nicht in jedem Reiseführer stehen. Wussten Sie, dass es in København eine Ski-Abfahrtspiste gibt? Wir auch nicht! Jene Ski-Piste wurde in eine topmoderne Müllverbrennungsanlage integriert, die von einem dänischen Star-Architekten entworfen wurde. Die Benutzung jener Piste ist kostenpflichtig, der Besuch des auf dem Dach gelegenen Aussichtsrestaurants hingegen kostenlos (nicht von uns getestet). Diese Anlage ist so modern und gross, dass sogar Abfall aus dem Ausland importiert werden muss, um sie rentabel zu machen. Seitdem København die Kanal- und Hafenanlagen für die Benutzung durch Hochseeschiffe gesperrt hat (und seitdem die Klappbrücken in dieser Stadt dementsprechend auch nicht mehr in Betrieb sind) gilt der Hafen von København als der sauberste – von der ganzen Welt und tatsächlich kann man oft den Meeresgrund im klaren Wasser gut erkennen!
Auf den Canal Tours kann man in Form von wirklich gut moderierten Vorträgen einige interessante und lustige Dinge über Dänemark und København erfahren. In dieser Stadt bemüht man sich seit einiger Zeit darum, so viel von alten Bauwerksstrukturen zu erhalten, wie nur irgend möglich. So wurden zum Beispiel alte Schiffswerten in wirklich schöne Wohnsiedlungen umgebaut, teilweise wurden sogar mehrere hundert Jahre alte Holzbaracken, in den einst kleinere Schiffe an Land gelagert wurden, zu Wohnraum auf höchstem Standard umfunktioniert und so das alte Stadtbild bewahrt. So wird auch die Börse, die am 17.4.2024 bis auf die Grundmauern niederbrannte, auch von Grund auf originalgetreu wieder aufgebaut – damit sie in voraussichtlich 30 Jahren wieder der Stadt und den Touristen zur Verfügung steht. Wirklich: Wenn die Dänen etwas sehr gut können, dann ist es Architektur! Immer wieder war ich von den Neubauten in dieser Stadt sehr beeindruckt. Aber man erfährt auch noch andere Dinge: Angeblich (ich habe da nicht weiter recherchiert…) hat ein König von Dänemark keinen einzigen Krieg gewonnen, obwohl ihm sehr daran lag, zur Festigung seiner Macht mindestens einen zu gewinnen. Laut Moderator auf dem Boot lag das wohl daran, dass seine Soldaten als Entlohnung für ihre Dienste in der Armee zehn Liter Bier erhielten. Pro Tag!
Auf dieser recht gemütlichen Fahrt kann man viele Einblicke in die Stadtraumplanung gewinnen. In bestimmten Abschnitten wird die Moderation aus Rücksicht auf die Anwohner an einem jeweiligen Kanal unterbrochen, hier achtet man auf das Privatleben der Einwohner Københavns. Immer wieder wird man daran erinnert, während der Fahrt nicht aufzustehen, so knapp ist der Raum zwischen Boot und so manch einer Brücke bemessen. An dieser Stelle möchte ich aber noch ein paar zusätzliche Hinweise geben. Je nach Jahreszeit kann es auf den Canal Tours recht frisch zugehen, insbesondere, wenn Sie im nicht überdachten Heck-Bereich eines Bootes Platz genommen haben. Denken Sie also daran, entsprechend angemessene Kleidung mitzunehmen. Ebenso sind die Informationen, die man in diesem Bereich des Bootes via Lautsprecher in Englisch vermittelt bekommt, nicht durchweg gut verständlich. Wer also Wert auf jene legt, sollte eher im überdachten Bereich Platz nehmen, muss sich aber dann damit arrangieren, dass Fotos und Videos durch die Plexiglasscheiben entsprechend beeinflusst werden. Nutzen Sie während der Fahrt oder nach Abschluss einer Rundfahrt mit den Canal Tours auch unbedingt die Möglichkeit, dem jeweiligen Moderator und / oder dem Kapitän weitere Fragen zu stellen. Einmal mehr durften wir jene ausgesprochene Offenheit der Dänen kennen lernen!
