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Dänemark verfügt über eine konstitutionelle Monarchie, die „Kongeriget Danmark„, die weltweit älteste verfassungsmässig verankerte Monarchie der Welt, derzeit geführt vom König Frederik X., der seit dem 14.1.2024 sein Amt ausübt. Dementsprechend verfügt auch diese Monarchie auch über eine Leibgarde, die „Den Kongelige Livgarde„, die in erster Linie die Residenzen des Königshauses bewacht, in København entsprechend das Schloss Amalienborg. Selbstverständlich müssen die königlichen Wachen im Laufe eines Tages auch mal abgelöst werden und exakt dieser Vorgang ist etwas, was viele Touristen anzieht – trotz aller militärischer Strenge und Bedeutung. Es gibt drei verschiedene Arten der Wachablösung, die „Kongevagt“, wie sie offiziell genannt wird. Mehr durch Zufall hatten wir das Glück, die wichtigste und grösste Version der Kongevagt mitansehen zu können. Nur wenn der König selbst in København weilt, wird die grosse Version durchgeführt und nur bei dieser Version wird die Dänische Flagge getragen.
Ich selbst bin kein grosser Freund solcher militärisch geprägten Veranstaltungen, dennoch wollte auch ich mir das ansehen und mal mit dem vergleichen, was ich von anderen Ablösungen in anderen Monarchien her aus Film und Fernsehen kannte. Da kommt dann schon mal der „Ikonoklast“ oder „Stänkerer“ in mir hoch, ich kann einfach nicht anders. Obwohl solche Institutionen und Vorgänge wie die Kongevagt nicht nur ihre Daseinsberechtigung haben, sondern auch wichtig sind, erscheinen sie mir zuweilen als antiquiert, oftmals vollkommen überflüssig, vielen Dänen ist aber derartiges sehr wichtig und selbstverständlich hielt ich mich in Sachen Bilderstürmerei sehr zurück, bemerkte aber sehr wohl einige Dinge, die man beispielsweise bei den Royal Guards in London sicherlich niemals registrieren würde – sonst wäre das längst im Film festgehalten und auf YouTube oder dergleichen veröffentlicht worden. In København scheinen die Dinge ein klein wenig anders gehandhabt zu werden. Da kann man schon einmal beobachten, wie abzulösende Gardewächter ungeduldig auf ihre Armbanduhr schauen oder während des Strammstehens diverse „Nachkorrekturen“ am Gesamtbild möglichst unauffällig und heimlich durchgeführt werden. Wenn man bedenkt, dass diese armen Kerle jeden Tag im Jahr die Kongevagt absolvieren müssen, egal, wie heiss, regnerisch oder stürmisch es auch sein mag, so sollte man solche kleinen Begleiterscheinungen geflissentlich übersehen. Immerhin ist die Musik, die bei alledem gespielt wird, bei Weitem nicht so militärisch streng, sondern durchaus ein klein wenig schmissig, also kann man sich die Kongevagt auch ruhig einmal ansehen. Ein zwingendes touristisches Muss ist das alles aber sicherlich nicht. Was mich bei alledem aber etwas verwunderte: Die Gardesoldaten verwenden offensichtlich irgendeine Version des in den USA hergestellten M16 Sturmgewehres. Ich hätte da zumindest einen vergleichbaren Schiessprügel aus europäischer, idealer Weise aus dänischer Produktion erwartet. So viel Nationalbewusstsein sollte doch eigentlich minimal vorhanden sein! Liedtke, einfach mal die Fresse halten…
