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Schon seit langer Zeit wollte ich hier einen Beitrag zur Fondation Beyeler hinterlassen. Nach meinem Zuzug in die Schweiz war dieses fantastische Gebäude im Basler Stadtteil Riehen das erste Museumsbauwerk, welches ich besuchte, um seinerzeit eine Ausstellung über die grossen Surrealisten zu geniessen – obwohl Zürich, wo ich seinerzeit noch lebte, auch über einige sehr sehenswerte Bauwerke ähnlicher Art verfügt. Für meine Begriffswelt ist die 1997 eröffnete Fondation Beyeler mit Abstand das schönste Bauwerk seiner Art in der Schweiz, welches vor allem durch seine grossflächige indirekte Beleuchtung besticht und mit sehr wenig Kunstlicht auskommt, ganz abgesehen davon bietet die Fondation Beyeler immer wieder sehr interessante Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst aus den unterschiedlichsten Richtungen. Entstanden ist dieses Bauwerk, um der Sammlung, die der Kunstsammler und Galerist Ernst Beyeler zusammen mit seiner Frau Hildy im Laufe von 50 Jahren zusammen getragen hatte, eine Möglichkeit einer Darbietung zu geben. Das Ehepaar Beyeler gehört auch zu den Gründern der „Art Basel“, der weltweit grössten Messe für Gegenwartskunst.
Die Fondation Beyeler zeigt oftmals Kombinationen aus Ausstellungen, manchmal aber auch vollständige Retrospektiven wie beispielsweise vor wenigen Monaten „Henri Matisse„. Jene Retrospektive habe ich mir nicht angesehen, einerseits, weil Matisse nicht so ganz mein Fall ist und andererseits, weil diese Ausstellung Tag für Tag sehr (!) gut besucht war. Ich muss wissen, wovon ich schreibe, schliesslich habe ich in jener Zeit zum Teil bummsvolle Trams in Richtung Fondation geführt und das in einem grenznahen Stadtteil, der ansonsten eher ruhig und beschaulich daher kommt. Nunmehr steht der Öffentlichkeit wieder eine kombinierte Ausstellung zur Verfügung, bestehend aus „Nordlichter“ und „Der Schlüssel der Träume„.
„Der Schlüssel der Träume“ setzt sich aus der Sammlung des Bankiers Claude Hersaint zusammen, der bereits in jungen Jahren vorzugsweise Werke aus dem Frühsurrealismus sammelte und im Laufe der Jahre eine der umfassendsten und reichhaltigsten Privatsammlungen aufbaute. Mit dem Ehepaar Beyeler verband Hersaint eine Sammlerfreundschaft, aber dieser Umstand ist nicht die einzige Schnittmenge, die die beiden Ausstellungsteile miteinander verbindet: Beide mochten Max Ernst, von dem Werke in beiden Abschnitten zu sehen sind. Der Abschnitt „Nordlichter“ zeigt vor allem Landschaftsbilder von Künstlern aus Skandinavien und Kanada. Ich persönlich freute mich sehr auf ein paar Werke des von mir geliebten Edvard Munch und natürlich Helmi Biese, eine finnische Malerin, von der mir einige wenige Werke bereits seit Jahren bekannt waren, obwohl sie meines Wissens nach kaum in einem grösseren Rahmen bisher dokumentiert wurde. Neben Prinz Eugen und Hilma af Klint finden sich in diesem Ausstellungsteil aber auch einige Maler, die mir bis anhin vollkommen unbekannt waren, wie zum Beispiel Akseli Gallen-Kallela oder Emily Carr. Grundlegende Thematik von „Nordlichter“ ist der Wald. Wie schön diese skandinavischen und kanadischen Künstler jenen Raum zum Teil darstellten sollte man meiner bescheidenen Meinung sich unbedingt zu Gemüte führen (was noch bis zum 25. Mai 2025 möglich ist).
Mit „Der Schlüssel der Träume“ hat die Fondation Beyeler 50 Werke unter anderem von Man Ray, Pablo Picasso, Joan Miró, René Magritte (ebenso sehr von mir geliebt!), Salvador Dali, Max Ernst und anderen anzubieten. Surrealismus als Kunstrichtung mag nicht unbedingt nach jedermanns Geschmack sein (beispielsweise habe ich mit Joan Miró meine liebe Mühe…), dennoch fügt sich dieser Ausstellungsabschnitt gut zu den „Nordlichtern“. Diese Ausstellung kann man noch bis zum 4. Mai begutachten. Wenn Sie gedenken sollten, der Fondation Beyeler einen Besuch abzustatten, dann vermeiden Sie es bitte, mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen, es stehen kaum Parkplätze im Umfeld der Fondation zur Verfügung. Sollten Sie von Deutschland über Lörrach anreisen, empfehle ich Ihnen, Ihr Fahrzeug vor der Landesgrenze in Deutschland zu parkieren und anschliessend ab „Riehen Grenze“ ein paar wenige Stationen mit der Tram Linie 6 der BVB bis zur Haltestelle „Fondation Beyeler“ weiter zu fahren. Mit 25 Franken pro erwachsener Person ist der Eintritt zur Fondation auch nicht gerade „billig“, ganz abgesehen von den Produkten, die im Shop der Fondation angeboten werden, nehmen Sie also entsprechend Geld mit. Denken Sie bitte auch daran, dass es nicht unbedingt die schlaueste Idee ist, zur Hauptverkehrszeit am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr hierher zu kommen, da bleiben sogar unsere Trams mal längere Zeit stehen. Grundsätzlich ist Fotografieren in der Fondation Beyeler erlaubt, solange man kein Stativ und kein Blitzlicht einsetzt – und die entstehenden Bilder nicht zu kommerziellen Zwecken weiter verwendet.
