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Seit dem 11.4.2025 gibt es eine Dauerausstellung, die man sich meiner Meinung nach nicht entgehen lassen sollte: Die Swiss Design Collection im Toni-Areal des Museums für Gestaltung in Zürich. Zum ersten Mal können Besucher einen umfassenden und höchst interessanten Einblick in die Sammlung jenes Museums gewinnen, der gut verdeutlicht, wie stark und vor allem hochwertig Design aus der Schweiz war und noch immer ist. Gutes Design hat einen enorm hohen Wiedererkennungswert – das musste ich selbst bei dem Besuch jener Ausstellung immer wieder fest stellen. Zahlreiche Exponate haben mich mehr oder minder dauerhaft durch mein ganzes Leben hinweg begleitet, sei es der Stabmixer „ESGE-Zauberstab„, der gefühlte Jahrtausende seinerzeit in meiner Familie weilte oder die namhaften Schrifttypen wie zum Beispiel „Frutiger„, die ich oftmals als schöne Alternative zu „Arial“ oder „Helvetica“ verwendet habe. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wieviel „Schweiz“ in weltweit sichtbarem Design steckt – und das schon seit sehr, sehr vielen Jahren!
Seit 1875 sammelt das Museum Objekte aller Art, 2.000 davon werden dem Publikum in der Swiss Design Collection gezeigt. Mir sind viele Ausstellungsgegenstände bekannt gewesen, auch zahlreiche Namen derer, die ein jeweiliges Objekt gestaltet haben. Insbesondere die Plakate sind sehr sehenswert! Ich mag gutes Graphik-Design sehr und so entdeckte ich zahlreiche Plakate, die mir sogar noch aus meinen Berliner Zeiten bekannt waren – nur wusste ich damals nicht, dass diese zu grossen Teilen von Schweizer Designern entworfen worden waren. Aber diese Sammlung befasst sich nicht allein mit Graphik-Design. Textil-, Produkt-, Gebrauchsgegenstand-, Möbel-Design… Selten habe ich eine derart gut strukturierte Ausstellung zu diesem Thema sehen dürfen, die den Aufwand hinter gutem Design so gut vermittelt und gleichzeitig den Wandel der Zeiten dokumentiert.
Besonders erwähnenswert ist, dass Besucher der Swiss Design Collection sich nicht nur all die grossen und kleinen Klassiker ansehen können, man kann selbst aktiv werden. Und ja, das ist auch für Kinder gut geeignet. Umgeben von zahlreichen schönen Beispielen und einer riesigen Wand mit Fotografien, die an ein Wimmelbild erinnert, kann man Holzfiguren Kleider aus Papier erstellen oder aber Papiermöbel zusammen kleben. Gerade die Papiermodelle der Sitzmöbel verdeutlichen, wie gutes Design vor allem durch Schlichtheit und Materialauswahl bestimmt wird. Gutes Design hat nicht nur einen sehr hohen Wiedererkennungswert, sondern ist nahezu zeitlos. Und wird daher entsprechend auch oft kopiert. Nehmen Sie sich Zeit für diese Ausstellung. Ich. bin mir sicher, dass auch Sie so manch einen „Aha“-Effekt erleben und sich andere Zeiten versetzt fühlen werden. Natürlich kann man im angeschlossenen Shop einzelne Design-Klassiker käuflich erwerben. Nehmen Sie genug Geld mit. Gutes Design war von je her teuer. Aber das war und ist auch immer berechtigt. Soweit ich mich entsinnen kann, hat der Stabmixer in unserer Familie anstandslos sicherlich über 25 Jahre funktioniert. Finden Sie heute mal eine vergleichbare Gerätschaft, die ähnlich lange ihren Dienst versieht…
