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Seit 1851 existiert eine Schuh-Marke, die weltweit nachwievor als Sinnbild für Luxus und hohe Qualität aus der Schweiz angesehen wird: Bally. Ich kann mich noch gut an den einen Verkaufsladen dieser Marke am Kurfürstendamm in Berlin erinnern! Ich bin da nie drin gewesen, habe mir auch nie ein Paar Schuhe dieser Marke zugelegt, ein wenig zu luxuriös (und vor allem zu unerschwinglich) erschienen mir die Produkte dieser Firma. Es blieb beim Staunen ob des typisch schweizerisch „auffällig unauffälligen“ Erscheinungsbildes jener Filiale an der Luxusmeile Berlins. Zugegebener Massen wusste ich seinerzeit auch nicht, dass Bally ein Unternehmen aus der Schweiz ist, schenkte diesem Umstand keinerlei Aufmerksamkeit. Das sollte sich ändern, als ich dauerhaft in die Schweiz ausgewandert war. Hier besuchten wir nun eine Hinterlassenschaft jener Firma an ihrem ursprünglichen Sitz im Kanton Solothurn in dem kleinen Ort Schönenwerd: Den Bally-Park, der selbstverständlich auch im hochinteressanten „Gartenführer Schweiz“ erwähnt wird.
Die von 1886 bis 1929 gestalteten Abschnitte des Bally-Parks gelten als Kulturgut von nationaler Bedeutung und stehen unter Denkmalschutz. Wenn man den Zug der SBB an der Haltestelle „Schönenwerd“ verlässt, steht man im Grunde genommen bereits auf einem Teil des einst weitaus grösseren Areals, auf welchem Bally nicht nur Schuhe, sondern auch Bekleidung und Accessoires herstellte. Auch Teile dieses Areals stehen wie der Park unter Denkmalschutz. Die Anlage des Bally-Parks erfuhr mehrere Umgestaltungen und Veränderungen. Einst gab es hier sogar ein Wellenbad, welches Schulen der nahe gelegenen Gemeinden Schönenwerd, Niedergösgen und Gretzenbach unentgeltlich nutzen durften. Das grosse „Bally-House“ war lange Zeit die Kantine des Konzerns, die Park-Anlagen durften von der Arbeiterschaft ebenso unentgeltlich zur Erholung genutzt werden. Generell waren die umliegenden Gemeinden sehr eng mit dem Konzern verbunden. Nun mag man das als ein grosszügiges soziales Engagement von Bally betrachten, schliesslich ist es doch ungewöhnlich, dass die einstmals privaten Gärten des heutigen Bally-Parks nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch normale Anwohner geöffnet wurden. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass hinter jenem Engagement durchaus ein bis zum heutigen Tage in diesem Land verbreitetes, rein wirtschaftliches Kalkül steckte. Als Bedingung für jene Öffnung, die Schaffung einer Betriebskrankenkasse und zahlreichen anderen Vorzügen war es verboten, eine Betriebsgewerkschaft zu gründen oder sich einer Gewerkschaft anzuschliessen…
Der Bally-Park ist zu grossen Teilen im englischen Stil gehalten und enthält für diese Zeit seiner Entstehung typische Elemente aus dem Historismus. Eine kleine Besonderheit ist die Pfahlbautenanlage im Zentrum jenes Landschaftsparks. Dieses im Massstab 1 zu 2 errichtete Konstrukt ist für den Besucher nicht erreichbar, dafür freuen sich einige Wasservögel über ihre Existenz inmitten eines kleinen Sees, der aus einem ehemaligen Seitenarm der nahe des Bally-Parks dahin fliessenden Aare entstanden ist. Zur Zeit zieht hier einen Schwanenpaar drei Nachkömmlinge gross, aber auch die Teichhühner haben für Nachwuchs gesorgt und scheuen sich nicht, mit ihren kleinen gefiederten Schützlingen dem Besucher des Parks ganz nahe zu kommen. Ein paar der zum Teil sehr alten Bäume wurde von den Mitgliedern der Familie Bally hierher gebracht, die sie von ihren Reisen mitgenommen hatten. So kann man hier einen Mammutbaum, Lebensbäume (besser als Thujen bekannt), Eiben und auch einen Trompetenbaum antreffen. Dieser schöne Park bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Verweilen und wird entsprechend auch intensiv genutzt. Hunde dürfen an der Leine geführt mitgenommen werden, ein Spielplatz ist vorhanden, dafür gibt es aber keine Möglichkeiten zum Grillieren, ein Kiosk oder vergleichbares ist ebenfalls nicht vorhanden. Man sollte sich also selbst versorgen, wenn man gedenkt, hier etwas mehr Zeit zu verbringen. Auch sollte man sich mit dem Umstand etwas arrangieren können, dass unweit des Bally-Parks sich unübersehbar der Kühlturm des Atomkraftwerks Gösgen in die Höhe reckt und relativ oft die Züge zwischen Basel und Zürich am Rand des Parks vorbei brettern…
